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FC Bayern:Was ist mit Robben?

Jeder Spieler des FC Bayern gibt auf der Homepage ein Motto an, manchmal witzig, manchmal nachdenklich. Wie treffend das sein kann, zeigte sich beim Sieg in Dortmund.

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Hans-Jörg Butt</

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Hans-Jörg Butt

Ist Bayerns Nummer eins, aber irgendwie auch nicht. Weil er die Rückennummer 22 trägt und weil er auch in Dortmund die nötige Klasse vermissen ließ. Sah schon in einer Szene vor dem 0:1 nicht gut aus, als er von Zidan außerhalb des Strafraums umspielt wurde. Bei Hummels' Kopfballtreffer verharrte der Keeper auf der Linie, statt den Ball abzufangen.

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Philipp Lahm

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Philipp Lahm

Das Spiel erbrachte den Nachweis, das Lahm auf der linken Abwehrseite besser aufgehoben ist - denn er spielte auf rechts. Dort hielt der Kapitän Dortmunds Angreifer zwar in Schach, doch im Offensivspiel tat er sich in den Duellen mit Dormunds Dede ungewohnt schwer. "Manchmal ist weniger mehr", lautet Lahms Motto auf der Homepage des FC Bayern. Im Allgemeinen mag das manchmal durchaus gelten, für seine Leistung in Dortmund nicht.

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Daniel van Buyten

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Daniel van Buyten

Eine der stabileren Leistungen des Innenverteidigers im Bayern-Trikot, weil seine Stellungsfehler unbemerkt blieben. Überzeugte in der Defensive durch seine Zweikampfbilanz und sein Organisationstalent und setzte auch im Angriff eine Duftmarke. Gomez' Ausgleichstreffer bereitete der Belgier mit großem Einsatz in einem Kopfballduell vor. Passendes Motto: "Ohne Fleiß kein Preis."

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Holger Badstuber

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Holger Badstuber

Beim 0:1 stand der Youngster ein wenig teilnahmsloser an der eigenen Fünfmeter-Markierung, als es ein Innenverteidiger tun sollte. Hätte Hummels bei dessen Kopfball wenigstens ein bisschen behindern können. Steigerte sich aber in der Folge zu einer soliden Leistung in der Defensive und im Passspiel - und beherzigte damit seinen eigenen Leitspruch: "Lerne aus deinen Fehlern."

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Edson Braafheid

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Edson Braafheid

Der Niederländer wusste sich auf der linken Abwehrseite gegen Dortmunds Kuba häufig nicht zu helfen - und wenn, dann nur mit Fouls. Aus einem solchen resultierte der Freistoß, der zum Dortmunder 1:0 führte. Hinzu kamen einmal mehr einfache Fehlpässe im Spiel nach vorn. Musste sich von van Buyten lautstarke Vorwürfe anhören. Sein Motto lautet: "Genieße jeden Tag, du weißt nie, wann es zu Ende ist." Steigert er sich nicht, könnte es für ihn zumindest beim FC Bayern ganz schnell zu Ende sein.

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Hamit Altintop

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Hamit Altintop

Konnte den Gedanken und Handlungen seines Nebenmannes Arjen Robben kaum einmal folgen und verlor zudem die meisten seiner Zweikämpfe. Nur logisch, dass van Gaal den Mittelfeldspieler zur Pause aus der Partie nahm. Ein Motto hat er auf der Internetseite seines Vereins nicht angegeben. Eines, das zur momentanen Situation des Türken beim FC Bayern passen würde, ist dieses: "Dieser Weg wird kein leichter sein."

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Anatolij Timoschtschuk

Den x.ten Vergleich mit Mark van Bommel kann man ihm auch diesmal nicht ersparen. In der schwachen ersten Hälfte der Bayern ließ der Ukrainer die dringend benötigte - und von van Bommel schon häufig vorgeführte - Präsenz in der Zentrale vermissen. Hinzu kamen einige leichte Abspielfehler. Später viel besser, überzeugte mit seinem Antizipationsvermögen, fühlte sich hinter den Offensivkräften Ribéry und Robben pudelwohl. Timoschtschuk stand mehrmals schon dort, wo ein Dortmunder erst noch hinwollte. Um seinem Motto ("Frag nach dem Unmöglichen und du wirst das Maximum bekommen") gerecht zu werden, muss er sich aber weiter steigern - oder immer hinter fünf Offensivspielern agieren.

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Bastian Schweinsteiger

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Bastian Schweinsteiger

Blühte mit der Hereinnahme von Ribéry und Müller auf. Aus einer Kombination der beiden Eingewechselten resultierte sein Treffer zum 2:1. Damit belohnte er sich nach zuletzt schwächeren Spielen und verkorkster erster Halbzeit vorzeitig für seine dann folgende starke zweite Hälfte. "Freunde und Erfolg", heißt es bei Schweinsteiger lapidar - zumindest in sportlicher Hinsicht scheint er jetzt wieder auf einem besseren Weg zu sein.

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Arjen Robben

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Arjen Robben

Im ersten Durchgang war er der einzige Münchner, der das Spiel schnell machte - für seine Kollegen häufig zu schnell. Suchte mehrmals vergeblich nach Anspielstationen. Fand die erst nach dem Wechsel, vornehmlich in den eingewechselten Franck Ribéry und Thomas Müller. Zeigte dann seine ganze Klasse. Für den Niederländer war es nach dem 5:0 mit Real Madrid beim BVB-Jubiläumsspiel Mitte August der zweite Kantersieg in Dortmund binnen weniger Wochen. Wie das zu seinem Motto passt? Noch unklar - er hat noch keines.

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Mario Gomez

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Mario Gomez

Hatte nur eine auffällige Szene, nämlich seinen Kopfball zum Ausgleich. Für einen Torjäger ist das nicht unbedingt ein schlechtes Resümée, aber zufrieden wird der Mittelstürmer mit seiner Leistung nicht sein. Er verlor mehrmals Bälle, die er gewöhnlich locker behauptet und wurde folgerichtig zur Pause ausgewechselt.

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Ivica Olic

Ähnlich wie Schweinsteiger in der ersten Hälfte blass und nach dem Wechsel nicht wiederzuerkennen. Wechselte vom linken Flügel für Gomez auf die Mittelstürmerposition. Lieferte damit den Nachweis seiner vielfältigen Verwendbarkeit - doch spätestens mit der Rückkehr von Miroslav Klose dürfte der Kroate erneut auf eine andere Postion verschoben werden. Sein Motto könnte sein: Egal, wo ich spiele - hauptsache ich spiele.

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franck ribery

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Franck Ribéry

Der personifizierte Umschwung nach der schlechten erste Hälfte. Beim Freistoßtreffer zum 3:1 bewies der zur Pause eingewechselte Franzose seine ganze Klasse. Genauso bemerkenswert waren sein umgehender Sprint Richtung Bank und der Sprung in die Arme seines Trainers van Gaal, mit dem sich der kleine Dribbler seit Saisonbeginn eine Dauerfehde liefert. Arbeitete und lief viel - was logisch erscheint: "Man bekommt nichts im Leben, ohne dafür zu arbeiten", steht in seinem Profil auf der Bayern-Seite.

Thomas Müller:

Besser kann eine Bewerbung wohl nicht ausfallen. Der Youngster übernahm im zweiten Durchgang die Position von Olic und krönte seine beeindruckende Leistung mit zwei Toren. Dass er bei seinen Mitspielern voll anerkannt ist, ließ sich aber in den wenigen Szenen erkennen, in denen es mal nicht klappte. Statt eines Rüffels kassierte Müller nach einem Fehlpass von Ribéry aufmunternden Applaus. "Der weiteste Weg beginnt mit einem Schritt", heißt es bei ihm - in Dortmund gelang ihm ein ziemlich großer.

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