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FC Bayern verliert gegen den Meister mit 0:1:Götze gedankenschnell

Für einen Schuss auf das Tor reichte es in der ersten Hälfte jedenfalls nicht mehr. Auch die Dortmunder agierten nach vorne harmlos. Der Plan von Jürgen Klopp sah vor, die Bayern nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, die eigene Entfaltung wurde darob vernachlässigt. Manuel Neuers strahlend weißes Trikot hätte nach 45 Minuten jedenfalls noch keiner Wäsche bedurft.

Auch in der zweiten Hälfte konnte keiner der Bayern-Kreativen die so diszipliniert agierenden Dortmunder in Verlegenheit bringen. Robben merkte man die fehlende Spielpraxis deutlich an, der Niederländer fiel nur auf, wenn er seine Mitspieler anmeckerte, Ribéry war bemüht, rannte sich aber immer wieder fest und Thomas Müller tat, was er immer tut: Er versteckte sich, schlich zwischen den Gegenspielern hin und her, auf der Suche nach der Lücke. In zentraler Position hinter dem Stürmer wäre er allerdings eher dafür zuständig gewesen, Pässe in Lücken zu spielen. Doch in seinem Versteck fehlte er als Kreativitätszentrale.

Die beiden Mannschaften belauerten sich. Keine öffnete die Deckung. Sie hofften auf den Lucky-Punch. Den hätte Shinji Kagawa in der 59. Minute landen können. Nach einer schnellen Kombination stand der Japaner plötzlich alleine vor Manuel Neuer, versuchte den Ball zu lupfen doch Neuer riss gedankenschnell die Arme nach oben. Doch nur fünf Minuten später war es dann soweit. Kagawa schoss im Sechzehn-Meter-Raum Götze an, der Ball sprang in die Luft, Jérôme Boateng wusste für Sekundenbruchteile nicht, wo das Spielgerät ist, Mario Götze nutzte die Verwirrung gedankenschnell und schob ein.

Zum siebten Mal nacheinander lagen die Bayern gegen Borussia Dortmund mit 0:1 zurück. Heynckes wechselte Robben und Müller aus. Noch immer hatten die Bayern nicht einmal auf das Dortmunder Tor geschossen. Das übernahm dann Gustavo in der 77. Minute, der damit gleich noch eine Premiere einleitete: den ersten Eckball für den FC Bayern. Er blieb folgenlos.

Die Bayern versuchten jetzt Druck zu erzeugen, erspielten sich auch noch einige Chancen, doch es war zu spät. Der Plan der Dortmunder war aufgegangen. Jürgen Klopp liebt es, wenn ein Plan funktioniert.