bedeckt München
vgwortpixel

FC Bayern und Nationalmannschaft:Zehenbruch bei Schweinsteiger

Der Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hat sich bereits im Auswärtsspiel in Frankfurt einen Zeh gebrochen. Kann er so überhaupt bei den anstehenden Länderspielen dabei sein? Bundestrainer Löw sorgt vor.

Als Bastian Schweinsteiger am Montagabend bei der Partie gegen eine Niederbayern-Auswahl (13:1) in Burghausen fehlte, hat sich noch niemand gewundert. Ein hochbelasteter Profi, der eine WM-Saison hinter sich und noch drei Länderspiele vor sich hat - den kann man schon mal schonen.

Bastian Schweinsteiger

Torschütze trotz gebrochenen Zehs: Bastian Schweinsteiger gegen Stuttgart. Das 2:1 erzielte er sicherheitshalber per Kopf. 

(Foto: AP)

Am Mittwoch, ein paar Stunden vor dem abendlichen Saison-Abschlussspiel der Bayern beim russischen Meister Zenit St. Petersburg, kam dann eine Meldung, die einen anderen Grund für Schweinsteigers Absenz nannte: Erst jetzt wurde bekannt, dass der 26-Jährige bereits seit der Bundesliga-Partie bei Eintracht Frankfurt am 31. Spieltag (1:1) an einem gebrochenen Zeh am rechten Fuß leidet. "Wir haben das bewusst nicht bekannt gegeben. Die Sorge, dass Bastian jemand auf den Fuß steigt, war zu groß", sagte Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick der Münchner Zeitung tz.

Eine Nachricht, die sofort die Frage aufwarf: Kann Schweinsteiger, derart blessiert, überhaupt zu den Länderspielen gegen Uruguay (Test, 29.5.), in Österreich (EM-Qualifikation, 3.6.) und Aserbaidschan (EM-Qualifikation, 7.6.) antreten?

Bundestrainer Joachim Löw hat noch nicht reagiert, er geht offenbar davon aus, dass Schweinsteiger der Reisegruppe nach Wien und Baku angehört; eine Absage würde ja erneut eine Debatte heraufbeschwören, zumal sich Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gerade erst kritisch über Anzahl und Termine der Länderspiele geäußert hat.

Die Zusammenstellung des DFB-Kaders lässt darauf schließen, dass Löw Schweinsteigers Problem kannte. Er hat so viele zentrale Mittelfeldspieler (Bender, Kroos, Rolfes, Träsch) berufen, dass selbst ein gemeinsamer Ausfall von Schweinsteiger und Sami Khedira (Muskelverletzung im Oberschenkel) nicht zwingend eine Nachnominierung erforderlich machen würde.

Sonst müsste Löw ja schon wieder einen Spieler finden, den er Michael Ballack vorzieht.

FC Bayern: Einzelkritik

Flop der grauen Feldmäuse