FC Bayern On fire beim Neujahrs-Shopping

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic (l.) hat den klaren Auftrag, neue Spieler für den FC Bayern zu gewinnen.

(Foto: Matthias Balk/dpa)
  • Robert Lewandowski fordert mit klaren Worten neue Spieler beim FC Bayern.
  • Die Münchner könnten sogar schon im Winter weitere Profis verpflichten.
  • Zu den Kandidaten zählen jauch Spieler aus der Premier League.
Von Benedikt Warmbrunn

Zu den unumstößlichen Gewissheiten beim FC Bayern gehört, dass sich Robert Lewandowski in schöner halbjährlicher Regelmäßigkeit mit seinen Gedanken zur Transferpolitik des Vereins meldet. Im Sommer 2017 sagte er, der FC Bayern müsse "sich etwas einfallen lassen und kreativ sein, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will". Zum Jahresende 2017 sagte er, dass der Klub bitte einen Ersatzmann für den Stürmer Nummer eins verpflichten möge. Im Sommer 2018 sagte er, dass der FC Bayern bitte, bitte, bitte den ausgesprochen wechselwilligen Stürmer Nummer eins abgeben möge. Selbstverständlich hatte Lewandowski also auch zum Jahresende 2018 noch eine gute Idee.

"Wir brauchen Spieler, die uns wirklich besser machen, die uns nach oben bringen", sagte der 30 Jahre alte Fußballberater, der dem Vernehmen nach weiter auch als Fußballprofi arbeitet, der Sport Bild. "Ich denke, es hilft uns mehr, wenn ein oder zwei Top-Spieler kommen als fünf Leute auf gutem Niveau." Sicherlich, eine gute Idee. Doch was das für die Transferpolitik des FC Bayern bedeuten wird, ist fraglich. Zu den unumstößlichen Gewissheiten beim FC Bayern gehört es schließlich auch, dass der Klub Lewandowskis Beiträge in schöner Regelmäßigkeit ignoriert.

Was ist mit Hudson-Odoi und Ramsey?

Im Winter 2017 kam zwar ein Ersatzstürmer, Sandro Wagner. Das Kreativste an der Münchner Transferpolitik in den vergangenen eineinhalb Jahren war es jedoch, weitgehend auf Zugänge zu verzichten. Und den Stürmer Nummer eins hat der Klub auch nicht abgegeben, der heißt weiterhin Robert Lewandowski. Sollten in diesem Jahr ein oder zwei Top-Spieler kommen, dann vermutlich also nicht, weil Lewandowski dies gefordert hat.

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Kurz vor Ende der Hinrunde hatte der Klubchef Karl-Heinz Rummenigge gesagt, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic "on fire" sei, es ging dabei auch um den einen oder anderen Top-Spieler. So hat der FC Bayern das Interesse am französischen Weltmeister Lucas Hernández von Atlético Madrid weiterhin demonstrativ nicht dementiert. Hatte Atléticos Manager Miguel Ángel Gil Marín vor wenigen Tagen angedeutet, dass der Klub zu Gesprächen über einen Wechsel im Sommer bereit sein könnte, sagte nun Präsident Enrique Cerezo der AS: "Lucas ist unser Spieler, und ich bin überzeugt, dass er noch eine lange Zeit bei uns bleiben wird." Einen Sportdirektor, der on fire ist, dürfte das jedoch kaum stoppen können, zumal bei einem Spieler, der für eine nicht sonderlich kreative, da festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 80 Millionen Euro Atlético verlassen darf.

Als umtriebiger Manager muss Salihamidzic, der angekündigt hatte, dass im Winter und im Sommer "einige Sachen" zu erledigen seien, nun auch aushalten, dass täglich ein neuer Spieler mit dem Verein in Verbindung gebracht wird, mal der 18 Jahre alte Flügelspieler Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea, mal der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler Aaron Ramsey vom FC Arsenal. Der einzige fixe Zugang für den Winter bleibt jedoch vorerst der 18 Jahre alte kanadische Flügelstürmer Alphonso Davies, dem sie im Verein nicht nur ein gutes, sondern durchaus ein Top-Niveau zutrauen.

In seinem Interview zum Jahresende 2018 sagte Lewandowski übrigens auch noch, dass es "definitiv eine Option" sei, seine Karriere beim FC Bayern zu beenden. Mal abwarten, was er im Sommer mitzuteilen hat.

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