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FC Bayern:Schweinsteiger bangt um Pokalfinale

Bayern Muenchen v VfB Stuttgart - Bundesliga

Gegen den VfB Stuttgart nach rund einer halben Stunde ausgewechselt: Bastian Schweinsteiger.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Bastian Schweinsteiger laboriert an einer Reizung im Knie und droht für das Pokalfinale am Samstag auszufallen. Schalke verpflichtet Torhüter Fabian Giefer vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. David Wolf wechselt in die NHL zu den Calgary Flames.

Bundesliga, Bayern München: Bastian Schweinsteiger bangt um seinen Einsatz im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund am Samstag (20 Uhr). Der Nationalspieler laboriert an einer Reizung der linken Patellasehne. Das teilten der FC Bayern nach einer Kernspinuntersuchung bei Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt mit. Schweinsteiger kann "in den nächsten ein, zwei Tagen" nur ein individuelles Programm absolvieren. Von Tag zu Tag soll dann entschieden werden, inwieweit der Mittelfeldspieler die Belastung steigern kann. Schweinsteiger war am letzten Bundesliga-Spieltag in der Begegnung gegen den VfB Stuttgart (1:0) nach einem Schlag aufs Knie in der 37. Minute ausgewechselt worden. Die WM-Teilnahme scheint aber nicht gefährdet zu sein.

Eishockey, David Wolf: Der Wechsel von Eishockey-Nationalstürmer David Wolf in die nordamerikanische Profi-Liga NHL ist perfekt. Der 24-Jährige unterschrieb bei den Calgary Flames einen Vertrag für die kommende Saison. Wolf hatte bei den Hamburg Freezers noch einen Vertrag bis 2018 besessen, aufgrund der Kooperations-Vereinbarung zwischen der NHL und der Deutschen Eishockey-Liga wird dieser aber ausgesetzt.

Wolf hatte in der abgelaufenen Saison für die Freezers in 48 Spielen 14 Tore geschossen. Für die laufende WM in Weißrussland war er nicht berücksichtigt worden, nachdem er im Playoff-Halbfinale gegen den ERC Ingolstadt seinem Gegner Benedikt Schopper mit bloßen Fäusten sechs Zähne ausgeschlagen hatte.

Tennis, WTA: Tennis-Nachwuchshoffnung Annika Beck ist beim WTA-Turnier in Rom in der ersten Runde gescheitert. Die Bonnerin unterlag der früheren Weltranglisten-Ersten Venus Williams beim mit 2.440.070 Dollar dotierten Sandplatz-Turnier 3:6 und 1:6. Für die 20-Jährige war es das vierte Erstrunden-Aus bei den letzten fünf Turnieren.

Nach Beck spielten am Montag noch Sabine Lisicki und Andrea Petkovic, auch Angelique Kerber und Mona Barthel starten in der italienischen Hauptstadt. Topgesetzt ist Titelverteidigerin Serena Williams aus den USA.

Bundesliga, Schalke 04: Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat Torhüter Fabian Giefer vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Der 23-Jährige erhält bei den Königsblauen einen Vierjahresvertrag bis Juni 2018. Das teilten die Schalker am Montag mit. Nach den starken Leistungen von Ralf Fährmann in der Rückrunde dürfte es für Giefer allerdings im Kampf um die Nummer eins schwer werden. Der 25-jährige Fährmann hatte seinen Kontrakt bei den Schalkern vorzeitig bis 30. Juni 2019 verlängert.

Fußball-WM, Kroatien: Die Fußball-Weltmeisterschaft findet endgültig ohne den Kroaten Josip Simunic statt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte die Beschwerde des ehemaligen Bundesliga-Profis gegen die von der FIFA verhängte Zehn-Spiele-Sperre ab. Das teilte der CAS am Montag mit. Außerdem wurden die Geldstrafe in Höhe von 30 000 Franken und das Stadionverbot für den Verteidiger bestätigt. Der 36 Jahre alte Verteidiger von Dinamo Zagreb war vom Weltverband FIFA wegen diskriminierenden Verhaltens zu der Sperre verurteilt worden. Simunic hatte nach dem WM-Playoff-Spiel gegen Island am 19. November in Zagreb gemeinsam mit Zuschauern den sogenannten kroatischen Gruß gezeigt. Diesen hatte die faschistische Bewegung Ustascha während des Zweiten Weltkrieges benutzt. Obwohl Simunic bei einer CAS-Anhörung am 8. Mai erklärte, dass er nicht die Absicht hatte zu beleidigen oder zu diskriminieren, sondern nur seine patriotischen Gefühle mit den Fans teilen wollte, folgten die Sportrichter der Argumentation des Fußballers nicht. Kroatien trifft im WM-Eröffnungsspiel am 12. Juni in Sao Paulo auf Gastgeber Brasilien. Dieses Spiel wird auch Simunic' Teamkollege Mario Mandzukic vom FC Bayern München verpassen, weil er gegen Island eine Rote Karte gesehen hatte.

Bundesliga, Josip Drmic: Bayer Leverkusen hat die Spekulationen über eine Verpflichtung von Stürmer Josip Drmic beendet. Wie der Fußball-Bundesligavierte am Montag bekanntgab, erhält der 21-jährige Schweizer vom 1. FC Nürnberg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Drmic hatte noch einen bis 2017 datierten Kontrakt mit den Franken. Er nutzte eine Ausstiegsklausel, in der ein vorzeitiger Wechsel für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro festgeschrieben sein soll. Der Schweizer Nationalspieler hat in der Bundesligasaison 17 Treffer erzielt und hinter Robert Lewandowski (20) und Mario Mandzukic (18) Rang drei in der Torjägerliste belegt.

Fußball, England: Ashley Cole hat nach der Nichtberücksichtigung durch Nationalcoach Roy Hodgson für die Fußball-WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) seinen Rücktritt aus der englischen Nationalmannschaft bekannt gegeben. "Roy hat mich angerufen und ich stimme ihm zu, dass das England-Team aus jungen Spielern bestehen sollte", schrieb der 33 Jahre alte Verteidiger vom FC Chelsea, der 107 Länderspiele im Trikot der "Three Lions" absolviert hat, bei Twitter. Hodgson wird das englische Aufgebot am Montag verkünden. "Unser Trainer und unser Team sind großartig. Ich werde sie wie ein Fan unterstützen", fügte Cole hinzu. Sein Debüt in der Nationalelf hatte er 2001 gegeben.

Tennis, Madrid: Rafael Nadal hat seinen Titel beim Tennisturnier in Madrid erfolgreich verteidigt. Im Finale des mit 4,6 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Masters gab sein Gegner Kei Nishikori nach 1:42 Stunden beim Stand von 2:6, 6:4, 3:0 wegen einer Rückenverletzung auf. Zuvor hatte bereits Maria Scharapowa ihren ersten Titel in der spanischen Hauptstadt gegen die Rumänin Simona Halep gewonnen. Für den Weltranglistenersten Nadal (Spanien) war es in seinem 90. Finale der 63. Titel. Der an Position zehn gesetzte Nishikori wird trotz seiner Finalniederlage nach dem Turnier als Neunter der Weltrangliste der erste Japaner in den Top 10 sein.

Die ehemalige Weltranglistenerste Scharapowa feierte zwei Wochen nach ihrem Triumph in Stuttgart ihren ersten Sieg in Madrid. Die Russin sicherte sich den Titel durch ein 1:6, 6:2, 6:3 nach 1:57 Stunden im Finale gegen die Rumänin Simona Halep. Für die an Position acht gesetzte Scharapowa war es nach der Finalniederlage im letzten Jahr gegen Serena Williams der erste Titel in der spanischen Hauptstadt. Als letzte deutsche Starterin war Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 16) am Donnerstag im Achtelfinale gegen Halep ausgeschieden. Bei den Herren hatten Tommy Haas (Los Angeles), Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Benjamin Becker (Orscholz) bereits in der ersten Runde verloren.

Basketball, NBA: Den Indiana Pacers fehlt nur noch ein Sieg zum Einzug ins NBA-Finale der Eastern Conference. In der nordamerikanischen Basketball-Profiliga gewannen die Pacers am Sonntag (Ortszeit) mit 95:92 bei den Washington Wizards und gingen in der Serie mit 3:1 Siegen in Führung. Paul George war mit der persönlichen Playoff-Bestmarke von 39 Punkten herausragender Akteur aufseiten des Siegers. Im zweiten Sonntagsspiel gewannen die Los Angeles Clippers in einem packenden Halbfinale mit 101:99 gegen Oklahoma City Thunder und schafften in der Best-of-seven-Serie den 2:2-Ausgleich. Nicht zuletzt dank der 18 Zähler von Darren Collison holten die Clippers einen 22-Punkte-Rückstand auf und feierten am Ende einen glücklichen Sieg.

Eishockey, NHL: Eishockey-Nationalspieler Marcel Goc (30) und die Pittsburgh Penguins haben im Kampf um das Play-off-Halbfinale der nordamerikanischen Profiliga NHL den nächsten Rückschlag einstecken müssen. Der Titelkandidat aus Pennsylvania verlor bei den New York Rangers 1:3, durch die zweite Niederlage der Penguins in Folge steht es in der best-of-seven-Serie 3:3. Die Entscheidung fällt nun in Spiel sieben am Dienstag in Pittsburgh. Goc stand bei der Niederlage seines Teams knapp elf Miuten auf dem Eis. Den Chicago Blackhawks gelang gegen die Minnesota Wild derweil ein 2:1-Sieg, der Titelverteidiger führt damit 3:2 und kann im sechsten Spiel am Dienstag auf fremdem Eis den Halbfinal-Einzug perfekt machen.

Eishockey, WM: Rekordchampion Russland hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Minsk der Auswahl Finnlands die zweite Niederlage zugefügt, Titelverteidiger Schweden eine imposante Aufholjagd mit einem Sieg gekrönt. Gegen die Tschechen machten die Schweden einen 1:3-Rückstand wett und siegten durch den entscheidenden Treffer von Joakim Lindström mit 4:3 (1:2, 1:1, 1:0) nach Penaltyschießen. Dank eines 4:2 (2:1, 2:1, 0:0) brachten die russischen Cracks den finnischen Kontrahenten vor dem Duell mit der deutschen Auswahl an diesem Dienstag (15.45 Uhr/Sport1) unter Druck und sicherten sich ihrerseits bereits ihren zweiten Erfolg des Turniers. Russland hatte zuvor bereits die Schweiz abgefertigt, die Finnen überraschend gegen Lettland verloren. Den Schweden gelang ihrerseits der zweite Erfolg. In der regulären Spielzeit hatten Oscar Moller (12./37.) und Lindström (49.) die Treffer markiert. Tomas Hertl (1./32.) und Jiri Hudler (20.) waren für die Tschechen, den Olympiasieger von 1998, erfolgreich. Gastgeber Weißrussland feierte unterdessen im zweiten Spiel seinen ersten Sieg. Die Auswahl setzte sich am Sonntag in Minsk 4:1 (0:1, 2:0, 2:0) gegen Kasachstan durch, das dadurch in der deutschen Gruppe bei einem Punkt blieb.

Beachvolleyball: Die Beachvolleyballerinnen Chantal Laboureur/Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) haben beim World-Tour-Turnier im mexikanischen Puerto Vallarta das Podest verpasst. Im kleinen Finale musste sich das deutsche Duo den Chinesinnen Xue Chen/Xia Xinyi (Nr. 3) knapp mit 1:2 (12:21, 21:18, 13:15) geschlagen geben. Im Halbfinale hatten Laboureur/Sude gegen die Brasilianerinnen Juliana/Antonelli (Nr. 12) mit 1:2 (23:25, 21:13, 12:15) verloren. Bei den Männern waren am Samstag Eric Koreng und Finn Dittelbach ebenfalls im kleinen Finale gescheitert. Das Duo aus Kiel unterlag den topgesetzten Mexikanern Juan Virgen/Lombardo Ontiveros mit 1:2 (16:21, 18:21, 19:21).

© SZ.de/dpa/sid/jom
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