FC Bayern:Kovac versteht Sanches' Reaktion sogar ein wenig

Bei den Münchnern gibt es aber noch eine Personalie, über die zumindest ein bisschen geredet wurde nach dem Remis gegen Berlin: Renato Sanches soll sich nach der Partie über sein Reservistendasein beschwert haben, hieß es, und vom Klub mit einer Geldstrafe von 10 000 Euro belegt worden sein. Das mit der Strafzahlung sei soweit richtig, sagte Kovac, der Grund aber sei in Wahrheit ein anderer. Sanches habe nach dem Spiel nicht am angeordneten kurzen Training auf dem Rasen der Münchner Arena teilgenommen, er sei direkt in die Kabine geeilt. Ein Verhalten, das Kovac sogar ein wenig verstehen könne, "ich war ja auch mal Spieler". Abgesehen davon sei Sanches ein "super Junge", er habe ein "tolles Herz". Zu den aufgeflackerten Wechselgerüchten um den Portugiesen wollte Kovac nichts sagen. Der französische Erstligist OSC Lille soll laut der Zeitung L'Équipe an einer Leihe interessiert sein.

Kovac schwieg auch zur Zukunft von Verteidiger Jérôme Boateng, ließ aber immerhin wissen, dass dieser - ebenso wie Mittelfeldspieler Leon Goretzka und Angreifer Jann-Fiete Arp - gegen Schalke krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stehe. Flügelspieler Ivan Perisic, kürzlich erst von Inter Mailand ausgeliehen, sei nach seiner abgesessenen Sperre gegen Berlin dagegen eine "Option von Beginn an"; für den verletzt in München eingetroffenen Rekordzugang Lucas Hernández komme ein Startelf-Einsatz indes noch zu früh.

Das wiederum dürfte bedeuten, dass gegen Schalke wieder ein Mann in der Bayern-Abwehr beginnt, der "zuletzt ein bisschen unter dem Radar" geflogen sei. Benjamin Pavard habe ja "nicht so viel gekostet", sagte Kovac, ehe er sich daran erinnerte, dass 35 Millionen Euro doch ziemlich viel Geld sind für einen Verteidiger, der in der Vorsaison noch mit dem VfB Stuttgart abgestiegen war. Kovac lobte die Vorstellung des Franzosen im ersten Saisonspiel, seine Flexibilität und die "neuen Möglichkeiten", die einem Trainer eröffnet würden.

Dann erhob er sich vom Podium, er lächelte, er war noch euphorisch. Der Trainer rief durchs Stüberl: "Wir sehen uns in Gelsenkirchen!"

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