Auch in Katalonien wissen sie, dass die Häme nicht die größte aller menschlichen Zierden ist. Wer aber am Donnerstagmorgen über die Rambla wanderte, die seit Monaten eine monströse Baustelle ist, und sich bis zu den Kiosken der Placa Catalunya durchschlug und die dort ausliegende Presse begutachtete, der sah Titelseiten voller Hohn und Spott. Am Mittwoch hatten sie hier noch das Aus des örtlichen FC Barcelona in der Champions League beweint. Nun ergötzten sie sich daran, dass Real Madrid nach der 3:4-Niederlage beim FC Bayern ebenfalls „auf der Straße“ gelandet war, wie die Zeitung Sport gellte. Beziehungsweise daran, dass der „weiße K. o.“ einem „nadaplete“ gleichkomme, wie sich El Mundo Deportivo freute.
Madrid nach dem Champions-League-AusDie Schuld am „Nichtstuple“ wird beim Schiedsrichter gesucht
Lesezeit: 4 Min.

Nach Reals Scheitern in der Königsklasse wüten Spieler und Medien über die Ampelkarte gegen Camavinga. Nach einer Saison ohne Titel muss sich der Klub neu justieren – und klären, welcher Trainertyp zu diesem komplizierten Kader passt.
Von Javier Cáceres, Barcelona
