3:2 für den FC Bayern:Immer wieder scheitern die Bayern an Zingerle

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt: Die Bayern hatten wenige gute bis bessere Chancen, ohne dafür gut oder gar besser als sonst spielen zu müssen. Paderborn hatte dem Münchner Einzelkönnen wenig entgegenzusetzen, deutlich war das bei der Führung zu sehen: Serge Gnabry setzte sich gegen vier Verteidiger durch, schoss gegen die Laufrichtung aller, auch von Torwart Leopold Zingerle - es war Gnabrys 40. Tor im 100. Bundesligaspiel (25.). Kurz vor der Pause hätte der Gastgeber den Vorsprung erhöhen können, doch Coutinho versuchte es selbst, passte nicht zum völlig freistehenden Robert Lewandowski - Zingerle parierte (41.).

Paderborn setzte auf weite, sehr weite Bälle, auf Konter, meistens nahm Neuer den Ball weit vor seinem Tor an, bevor die Situation gefährlich werden konnte. Meistens. Nur eben in der 44. Minute nicht.

In der zweiten Halbzeit spielten die Bayern wieder mit mehr Kraft, doch dass es lange zäh blieb, das lag an einem alten Bekannten: an Leopold Zingerle, der 13 Jahre lang für den FC Bayern gespielt hatte, bis 2015.

Zingerle wehrte mit einem flink ausgefahrenen Arm einen Schuss von Lewandowski ab (53.). Wenige Sekunden später parierte er auf der Linie einen Kopfball von Lewandowski, um dann den Ball gerade noch vor dem Münchner Angreifer wegzukicken. In der 66. Minute scheiterte der eingewechselte Kingsley Coman aus spitzem Winkel an Zingerle. Vier Minuten später war aber auch der prächtig aufgelegte Torwart chancenlos, nach einem feinen Zuspiel von Gnabry traf Lewandowski. In der 72. Minute aber war es wieder Zingerle, der Paderborn im Spiel hielt, als er weit aus seinem Tor herausgelaufen kam, sich den Ball vor Coman schnappte - hätte er dieses Duell verloren, hätte Coman getroffen, es wäre wohl schon die Entscheidung gewesen.

So aber konnte Paderborn weiter an die eigenen Konter glauben, und entsprechend lief in der 75. Minute Dennis Jastrzembski alleine auf das Münchner Tor zu, seinen Schuss wehrte Neuer ab. Allerdings nur in die Mitte, und dort traf Sven Michel mit einem Abstauber aus kurzer Distanz.

Dass der FC Bayern die Tabellenführung dennoch verteidigte, das verdankte der Klub einen weiteren Kooperation von Gnabry und Lewandowski. Gnabry flankte in der 87. Minute erneut, und in der Mitte wartete Lewandowski wieder, er traf ganz cool. Es war ein Tor, das in seiner Lässigkeit nicht zu diesem zähen Abend passte.

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