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FC-Bayern-Niederlage auf US-Tour:Schweinsteiger-Schreck beim Sommerkick

2014 MLS All-Star Game

Bastian Schweinsteiger (rechts) spürt die Härte seiner Gegner, hier von Maurice Edu.

(Foto: AFP)

Der FC Bayern präsentiert auf der Werbereise in der USA seine WM-Helden. Doch dann liegt Bastian Schweinsteiger verletzt am Boden - genau das hatten die Verantwortlichen vermeiden wollen. Trainer Pep Guardiola verweigert dem US-Trainer den Handschlag.

Bastian Schweinsteiger waren die Entzugserscheinungen am deutlichsten anzumerken. Als er mit seinen Kollegen Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jérome Boateng, Mario Götze, Thomas Müller und Arjen Robben zum US-Hauptquartier ihres Ausrüsters in Portland kam, entdeckte er dort einen Ball. Er lief sofort hin, schnappte sich die Kugel und vollführte einige ansehnliche Tricks.

Nur: Es war kein Fußball, mit dem Schweinsteiger da herumalberte, sondern ein Basketball. Er warf ein paar Mal auf den Korb (Trefferquote: vier von fünf), dann sprach er über diese verrückte Reise.

"Für uns ist es ein wenig unglücklich mit dieser Hin- und Herfliegerei, weil wir nur einen Tag hier sind und nicht so viel mitbekommen", sagte Schweinsteiger. Der werbewirksame Besuch der Münchner WM-Helden dauerte exakt elf Stunden und 18 Minuten. Um 12.42 Uhr war die Maschine auf dem Flughafen in Portland gelandet, exakt um Mitternacht hob sie wieder ab. Dazwischen lag Schweinsteiger auf dem Rasen, krümmte sich, hielt sich den verletzten Knöchel, nach einem rüden Foul des Gegners.

Fußball Schweinsteiger verletzt sich auf US-Reise
FC-Bayern-Niederlage in Portland

Schweinsteiger verletzt sich auf US-Reise

Unrühmliches Ende des US-Reise des FC Bayern: In Portland verliert der deutsche Rekordmeister gegen eine US-Auswahl. Bastian Schweinsteiger muss verletzt vom Platz, gibt später aber Entwarnung. Trainer Pep Guardiola verweigert dem US-Coach aufgebracht den Handschlag.

"Nichts Dramatisches", twitterten die Bayern am Donnerstagmorgen, nach dem 1:2 gegen eine Auswahl der US-Liga MLS, nur eine Prellung. Auch Schweinsteiger hatte direkt nach dem Spiel Entwarnung gegeben. Trotzdem, genau das hatte bei einem sportlich mäßig bedeutsamen Testkick eigentlich nicht passieren sollen.

Überdimensionale Bayern-Plakate

Die Perspektive für den FC Bayern war freilich, den amerikanischen Fans jene Akteure zu präsentieren, die vor wenigen Wochen in Brasilien die Weltmeisterschaft gewonnen hatten oder zumindest durch famose Auftritte auffällig geworden waren. Nur so verankert man sich im kollektiven Gedächtnis der Amerikaner, genau das war ja das erklärte Ziel dieser Reise.

Und natürlich war auf zahlreichen überdimensionalen Plakaten in der Stadt verkündet worden, dass "mehr als 20 WM-Stars" zu sehen sein würden. Der Werbewert dieser Kurzauftritte dürfte immens sein - und natürlich brüllten die Fans im Stadion bei der Ankunft der Bayern-Spieler nicht "Contento" oder "Rode", sondern eben: "Esweinsteigööör".

Bei Gesprächen mit Verantwortlichen des Vereins war bereits die gewaltige Furcht herauszuhören, dass sich einer der Kurzbesucher verletzt. Natürlich kann sich ein Mensch auch beim Golfen wehtun, der Urlaubsbeschäftigung von Philipp Lahm, doch sollte sich tunlichst nicht einer jener Akteure verletzen, die vor allem zum 15-Minuten-Bejubelnlassen eingeflogen wurden.