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Torwartdebatte:Mondays for Manu

Bayern Muenchen v Crvena Zvezda: Group B - UEFA Champions League

Fand sich zuletzt in einer öffentlichen Diskussion um seinen Platz in der Nationalmannschaft wieder: Manuel Neuer.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Ab sofort wird die Münchner und süddeutsche Presse dem Torwart des FC Bayerns die angemessene Unterstützung zukommen lassen - hier der Aufruf.

Die Münchner Presse finde er "nicht in Ordnung", hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß in dieser Woche gesagt. Dann präzisierte er: "Die westdeutsche Presse unterstützt den Marc ter Stegen extrem, wie wenn er schon 17 Weltmeisterschaften gewonnen hätte. Von der süddeutschen Presse sehe ich gar nichts, gar keine Unterstützung." Er meinte: Unterstützung für Manuel Neuer, den Torwart des FC Bayern.

Wenn die Presse kritisiert wird, rächt sie sich in der Regel durch "herabwürdigende, hämische, faktische Berichterstattung", wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in der Pressekonferenz im vorigen Oktober zu Recht anmahnte. Nach einigen internen Pressekonferenzen ist die Münchner und süddeutsche Presse nun aber bereit, ihre faktische Berichterstattung zu korrigieren, und sie entschuldigt sich auch in aller Form bei der FC Bayern München AG, dass sie dem Torwart Neuer bisher nicht die journalistisch angemessene Form der regionalen Unterstützung zukommen ließ.

Uli Hoeneß

Tiraden vom Tegernsee

Außerdem stellt die Münchner und süddeutsche Presse klar, dass der westdeutsche Torwart Marc-André ter Stegen, dieser Schlaumeier, bisher keinesfalls 17 Weltmeisterschaften bestritten hat. Die Süddeutsche Zeitung hat nun in enger Abstimmung mit Greta Thunberg, Lisa Müller und Nina Neuer einen Pro-Neuer-Aufruf verfasst, der Uli Hoeneß per Fax an den Tegernsee zugestellt wird:

"Die Münchner und süddeutsche Presse fordert hiermit alle MitbürgerInnen, KollegInnen, Print- und Digital-AbonnentInnen sowie BundestrainerInnen auf, sich künftig immer an trainingsfreien Montagen zu den Mondays-for-Manu-Demos auf dem Münchner Marienplatz, am Tegernsee sowie vor Jogi Löws Freiburger Nagelstudio zusammenzufinden. Unser Aufruf richtet sich an alle Generationen, denen daran liegt, in Deutschland ein gesundes und nachhaltiges Torwartklima zu erhalten.

Die Betriebsklimakrise im Tor stellt für die Stabilität der Ökosysteme DFB/DFL eine existenzielle Bedrohung dar, eine weitere Aufheizung des Klimas ist eine enorme Gefahr für den Frieden in der Mannschaftskabine und für unser Torverhältnis. Die Münchner und süddeutsche Presse fordert eine Stammplatzgarantie für Neuer bis zur WM 2026, einen Ausstieg aus der ter-Stegen-Förderung sowie eine Strafsteuer auf alle verbalen Bierhoffemissionen.

Außerdem fordern wir alle FußballfansInnen auf, Länderspiele ohne Neuer-Beteiligung künftig zu bestreiken. Für Teilnehmer an unseren Mondays-for-Manu-Demos bieten wir Schilder aus kompostierbarem Plastik mit den Slogans 'Koan ter Stegen', 'Mir san Manu' oder 'Das war's noch nicht, Marc-André' an."

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