Der Winter-Wechsel von Leon Goretzka zu Atlético Madrid hat sich zerschlagen, der Fußball-Nationalspieler wird den FC Bayern allerdings nach dieser Saison verlassen. „Im Sommer wird die Zeit von Leon Goretzka beim FC Bayern München vorbei sein“, sagte Sportdirektor Christoph Freund am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Hamburger SV. „Er wird einen anderen Weg einschlagen.“ Der Vertrag des 30-Jährigen läuft aus, er liebäugelt mit einem Wechsel ins Ausland.
Diesen hätte er schon jetzt wagen können, Atlético hatte den Bayern ein Angebot für Goretzka vorgelegt. „Es hat einige Gespräche gegeben mit Leon, von allen Beteiligten“, sagte Freund. Allerdings fühle sich Goretzka „extrem wohl in diesem Verein und dieser Mannschaft“ und werde sein achtes Jahr beim deutschen Rekordmeister bleiben.
„Er spielt die letzten Jahre extrem stark, ist Nationalspieler und auf extrem hohen Level. Da ist es kein Wunder, dass es Nachfragen gegeben hat“, sagte Freund über Goretzka: „Er spürt, dass noch einiges möglich ist in diesem Jahr, da will er dabei sein. Er ist ein wichtiger Faktor in unserer Mannschaft. Er wird die nächsten Monate dafür kämpfen, dass wir ganz große Dinge erreichen können.“
Atlético soll auch an einer Verpflichtung im Sommer interessiert sein
Goretzka hatte sich offen gezeigt für einen Wechsel. „Ich finde es spannend, in meiner Karriere noch ins Ausland zu gehen“, hatte er in einem Interview mit der Zeit gesagt. Ein Schritt heraus aus der Münchner Komfortzone „wäre auch ein Schritt für meine Persönlichkeitsentwicklung. Etwas Neues kennenzulernen, das würde auch mein Leben bereichern.“ Unter anderem Atlético soll auch an einer Verpflichtung im Sommer interessiert sein.
Goretzka kam 2018 von Schalke 04 nach München. Er bestritt bislang 292 Pflichtspiele für die Bayern, in denen er 47 Tore erzielte und 48 Treffer vorbereitete. Allerdings galt er auch mehrmals als Verkaufskandidat, auch im Sommer 2024 nach der Ankunft von Trainer Vincent Kompany in München. Sein erstes Gespräch mit Goretzka sei deshalb „ehrlich und hart“ gewesen, sagte der Trainer am Freitag. Doch Goretzka habe immer weiter gemacht und „sich wieder in die Mannschaft gespielt“. Das, sagte Kompany, „hat unsere Beziehung gestärkt“.

