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FC Bayern:Lahm: "Uli Hoeneß ist noch zu tatkräftig, um loszulassen"

Bayern München - VfL Wolfsburg

Philipp Lahm.

(Foto: dpa)

Philipp Lahm spricht über seine Absage für den Posten des Sportdirektors beim FC Bayern. Die deutsche U21 patzt gegen Portugal. Tennisprofi Alex Zverev schlägt Stan Wawrinka.

FC Bayern, Lahm: Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß war wohl der Hauptgrund für die Absage von Philipp Lahm, ab Sommer beim Fußball-Rekordmeister die Rolle als Sportdirektor zu übernehmen. "Generell kann man nur Dinge rund um die Mannschaft beeinflussen, wenn man die Verantwortung hat", sagte Lahm (33) im stern-Interview. Offenbar war jedoch Hoeneß (65) bei den Verhandlungen nicht bereit gewesen, die Kompetenzen in der Führungsetage neu zu verteilen. Dies ließ Lahm, der nach der Saison seine Karriere beenden wird, im stern durchblicken: "Ich glaube, dass Uli Hoeneß noch zu tatkräftig ist, um loszulassen. Zu jung. Er will die Dinge selbst beeinflussen. Und das ist auch sein gutes Recht, er ist Aufsichtsratsvorsitzender und hat Unglaubliches für den Klub geleistet."

Zudem stellte Lahm der Bundesliga-Konkurrenz kein gutes Zeugnis aus. Lediglich Borussia Dortmund habe "eine unglaublich talentierte Mannschaft. Die hätten die Bundesligasaison auch enger gestalten können". Ansonsten fehle es "den meisten an Qualität, das muss man so deutlich festhalten", sagte der Bayern-Kapitän."Die finanziellen Verhältnisse in der Liga waren in den Jahren, als wir Zweiter oder Vierter geworden sind, nicht so sehr anders. Ich glaube nicht, dass es nur an Bayern München liegt, dass es bei uns so gut läuft", führte der Verteidiger weiter aus: "Wenn wir nach 25 Spieltagen 13 Punkte Vorsprung haben, heißt das, dass sich auch andere gut gestellte Klubs wie Schalke oder Wolfsburg nicht so aufgestellt haben, dass sie konstant gewinnen."

Fußball, U21: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat bei ihrer EM-Generalprobe einen unerwarteten Dämpfer kassiert. Das Team von DFB-Coach Stefan Kuntz verlor in Stuttgart vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gegen Portugal mit 0:1 (0:1) und kassierte seine erste Heimniederlage seit September 2009. Keine drei Monate vor der Endrunde in Polen enttäuschte das DFB-Team im letzten Härtetest besonders in der Offensive.

Ein Traumtor von Bruno Fernandes (25.) entschied die Begegnung zugunsten von Vize-Europameister Portugal, der bei der EM-Endrunde (16. bis 30. Juni) ebenfalls den Titel anpeilt. Für die deutsche Mannschaft endete damit die Rekordserie von 32 Heimspielen in Folge ohne Niederlage - in der EM-Qualifikation hatte das DFB-Team alle zehn Spiele gewonnen. "Das Ergebnis stellt uns nicht zufrieden. Wir haben das heute nicht optimal gelöst und werden daraus unsere Lehren ziehen. Das Tor ist natürlich unglücklich gefallen", sagte Kuntz kurz nach dem Abpfiff bei Eurosport.

Tennis: Alexander Zverev hat beim Tennis-Turnier in Miami überraschend das Viertelfinale erreicht. Der 19-Jährige aus Hamburg bezwang am Dienstag (Ortszeit) den an Nummer eins gesetzten Schweizer Stan Wawrinka in 1:44 Stunden mit 4:6, 6:2, 6:1. Für Zverev ist es der erste Einzug in ein ATP-Viertelfinale einer sogenannten 1000er-Veranstaltung, die wichtigsten Turniere nach den Grand-Slam-Wettbewerben. In der Runde der letzten Acht trifft er auf den Australier Nick Kyrgios, der den Belgier David Goffin 7:6 (7:5), 6:3 bezwang. Australian-Open-Sieger Roger Federer zog durch ein 7:6 (7:5), 7:6 (7:4) über den Spanier Roberto Bautista Agut ins Viertelfinale ein und erwartet dort Tomas Berdych aus Tschechien.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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