Bayern-Trainer Niko Kovac "Sané würde uns auf jeden Fall helfen"

Bayern-Trainer Niko Kovac.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Niko Kovac absolviert seine erste Pressekonferenz der Saison 2019/2020.
  • Er bestätigt, dass er Nationalspieler Leroy Sané sehr gerne nach München holen würde.
  • In Europa werde es, so Kovac, immer schwieriger, etwas zu gewinnen.

Über die Probleme des FC Bayern auf dem Transfermarkt wird sehr viel diskutiert dieser Tage. Trainer Niko Kovac hat am Dienstag trotzdem einen ziemlich entspannten Auftritt hingelegt. Bei seiner ersten Pressekonferenz der Saison 2019/2020 an der Säbener Straße begrüßte er Stürmer Jann-Fiete Arp im Team des FC Bayern - und sprach über die Spieler, die sich bis zum Saisonstart ebenfalls noch zur Mannschaft gesellen sollen.

Zum Beispiel Leroy Sané. "Ja. Punkt. Ausrufezeichen!", sagte Kovac auf die Frage, ob er den Profi von Manchester City gerne beim deutschen Rekordmeister sehen würde: "Er würde uns auf jeden Fall helfen. Bei der Nationalmannschaft und bei City hat man gesehen, was er für Fähigkeiten hat."

Bundesliga Warten auf den Dominoeffekt
FC Bayern

Warten auf den Dominoeffekt

Die Münchner präsentieren mit Lucas Hernández ihren teuersten Zugang. Vorstandschef Rummenigge ordnet derweil die Transferbemühungen in den europäischen Kontext ein - und setzt eine Spitze in Richtung Mats Hummels.   Von Benedikt Warmbrunn

Die Bayern haben ihr Interesse am 23-Jährigen hinterlegt und warten derzeit auf eine Rückmeldung. "Ich weiß nicht, wie schnell das geht", sagte Kovac, der auch den ehemaligen Dortmunder Ousmane Dembele (FC Barcelona) als "sehr guten Spieler" sieht. Wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits betont habe, müsse "der Markt erst mal loslegen. Dann werden Plätze frei und diese Plätze neu besetzt. Wir schauen was der Markt hergibt."

Boateng würde eine neue Chance erhalten

Grundsätzlich schaue sich der Klub immer "auf allen Positionen um", ergänzte Kovac. Nach dem Abschied von Franck Ribéry und Arjen Robben hätten die Bayern aber "sicherlich vorne Bedarf". Doch auf dem internationalen Transfermarkt tut sich selbst der deutsche Branchenprimus schwer.

"Wir müssen gegen Staaten ankämpfen, gegen Milliardäre", sagte Kovac: "Sie gehen nach Abu Dhabi, Katar, Dubai. Dort steht sehr viel mehr Geld zur Verfügung als in einem Klub, wie es der FC Bayern ist."

Zum Fall Jérome Boateng, den der Klub verkaufen will, sagte Kovac: "Jeder Spieler, der hier einen Arbeitsvertrag hat, bekommt dieselbe Aufmerksamkeit - egal ob er wechselwillig ist oder nicht. Das gilt für ihn und jeden anderen auch. Man darf niemanden abschreiben, nie."

Bundesliga Münchner Minenfeld

FC Bayern

Münchner Minenfeld

Niko Kovac muss in seinem zweiten Jahr beim FC Bayern kämpfen. Seine Transfer-Wunschliste findet kaum Beachtung, Rummenigge gibt weiter den Kritiker - und der Trainer selbst fragte sich für kurze Zeit, ob er sich das alles noch antun muss.   Von Benedikt Warmbrunn