FC Bayern Kovac klagt: "Ein Ding der Unmöglichkeit"

Bayern-Trainer Niko Kovac.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Bayern-Coach verteidigt seinen Trainerkollegen Heiko Herrlich aus Leverkusen. Domenico Tedesco findet die Schalker Krise "irgendwie geil".

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Bundesliga, FC Bayern: Trainer Niko Kovac vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat vor dem Start in den "heißen Herbst" mit sieben Spielen in 22 Tagen gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) eine Lanze für seinen Kollegen Heiko Herrlich gebrochen. "Ich finde das ein Ding der Unmöglichkeit, dass man einen Trainer nach zwei Spieltagen infrage stellt - egal, welche Ansprüche man hat", sagte Kovac. Herrlich steht nach dem Leverkusener Fehlstart mit zwei Niederlagen in der Kritik. "Das wundert und enttäuscht mich, ich finde das nicht angebracht", sagte Kovac: "Wo kommen wir hin, wenn wir nach zwei Spieltagen einen Trainer infrage stellen? Wir sollten sachlich und fachlich an die Sache herangehen."

Kovac betonte, der Tabellenführer werde sich "nicht täuschen lassen von den null Punkten" des Gegners: "Wir wissen, dass uns ein harter Kampf erwartet und wir alles geben müssen. "Kovac stehen bis auf den Langzeitverletzten Kingsley Coman alle Spieler zur Verfügung, auch die zuletzt angeschlagenen Mats Hummels und Franck Ribéry. "Mats hatte ein bisschen Achillessehnenprobleme, das ist jetzt sehr viel besser", sagte er. Ribéry hatte eine "leichte Blockade" im Oberschenkel, sei aber fit.Die englischen Wochen sieht Kovac als positive Herausforderung: "Es ist etwas Schönes. Wenn man jeden dritten Tag spielt, muss man in der Motivation und Konzentration der Spieler nicht so viel machen, da ist die Spannung automatisch hoch."

Bundesliga, Schalke: Nach zwei Bundesliga-Pleiten mit nur einem Elfmetertor ist beim Vizemeister Schalke 04 von Panik nichts zu spüren. Beim einstigen Chaosklub herrscht Ruhe, und Trainer Domenico Tedesco findet den Fehlstart sogar "irgendwie geil". Es sei eine "spannende Situation", sagte der 33-Jährige vor dem schwierigen Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach, "auch für mich neu". Es sei "geil, da wieder ein paar Stellschrauben drehen zu können, um dann wieder die Mannschaft zu sein, die eklig ist, vor der letztes Jahr der eine oder andere Gegner Angst hatte", sagte Tedesco. Der Taktiktüftler, in der vergangenen Saison der Überflieger seiner Branche, ist als Krisenmanager gefragt - und freut sich darauf. "Es ist ein Prozess", betonte er, "da haben wir richtig Bock drauf."

Bundesliga, Frankfurt: Abwehrspieler Jetro Willems vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt bleibt für drei Spiele gesperrt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch des Niederländers gegen die Sperre am Freitag nach einer mündlichen Verhandlung zurück. Willems hatte die Sanktion für eine Tätlichkeit im Spiel gegen Werder Bremen (1:2) kassiert. "Das Sportgericht hatte zu differenzieren zwischen einer leichten Berührung, einem Schubser, einem Stoß oder einem Schlag", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz: "Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme ist die Aktion des Spielers Willems als heftiger Stoß in das Gesicht seines Gegenspielers zu werten. Die Sperre von drei Spielen dafür entspricht der ständigen und jahrelangen Rechtsprechung des DFB-Sportgerichts."

Handball, HBL: Topfavorit THW Kiel hat mit einer empfindlichen 30:35 (16:18)-Niederlage beim ungeschlagenen SC Magdeburg einen weiteren Rückschlag im Titelrennen der Handball-Bundesliga erlitten. Nach der zweiten Pleite innerhalb von fünf Tagen droht der Rekordmeister mit 4:4 Punkten frühzeitig den Anschluss zu verlieren.In Magdeburg erwischten die Kieler, bei denen Nationaltorhüter Andreas Wolff erstmals in dieser Saison von Beginn an zwischen den Pfosten stand, den besseren Start. Nach zehn Minuten führte der THW mit 6:4, doch die Hausherren ließen sich davon ebenso wenig beeindrucken wie von einer kurzen Behandlung ihres Topwerfers Matthias Musche (9 Tore), der aber weitermachen konnte. Mit einem 7:2-Lauf zog der SCM innerhalb von acht Minuten auf 11:8 davon und baute den Vorsprung nach dem Wechsel auf bis zu acht Treffer aus. Neben Musche überzeugte beim Sieger Marko Bezjak mit acht Treffern. Für Kiel traf Niclas Ekberg sechs Mal.

FC Bayern, Rummenigge: Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich zu einem ganz großen Transfer seines FC Bayern München in der Zukunft zurückhaltend geäußert. "Wir haben die finanziellen Mittel, um auch einen großen Transfer zu machen. Ob der notwendig ist, kann ich heute im September nicht seriös voraussagen. Wichtig ist, wenn wir die Notwendigkeit sehen, ist es möglich. Das lässt uns alle in Ruhe und mit Optimismus in die Zukunft schauen", sagte Rummenigge am Mittwochabend auf FC Bayern.tv. Der 62-Jährige verwies darauf, dass der deutsche Fußball-Rekordmeister in dieser Transferperiode durch die festen Weggänge von Douglas Costa (Juventus Turin), Sebastian Rudy (FC Schalke 04) und Juan Bernat (Paris Saint-Germain) viel Geld eingenommen hat. Die Summe dürfte sich geschätzt auf rund 70 Millionen Euro belaufen. Hinzu kommt noch der Weggang von Arturo Vidal zum FC Barcelona für rund 18 Millionen Euro.

Fußball, Italien: Der italienische Fußball-Erstligist Chievo Verona ist mit einem Abzug von drei Punkten wegen Bilanzfälschung bestraft worden. Für Klubchef Luca Campedelli wurde eine dreimonatige Sperre beschlossen. Das teilte das Gericht von Italiens Fußballverband FIGC am Donnerstag mit. Die Chefankläger des Verbandes hatten am Mittwoch den Abzug von 15 Punkten für Chievo und eine dreijährige Sperre für Campedelli gefordert. Der Klub aus Verona soll seine Bilanz durch fiktive Spielertransfers geschönt haben, so sei ein vermeintlicher Finanzüberschuss von mehr als 25 Millionen Euro entstanden.

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