Europäischer Trainermarkt:Viel zu viel Hollywood

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Warum eigentlich kokettiert Pep Guardiola vor einem Cupfinale mit seinem Abschied? (Foto: Getty Images)

Globalisierte Klubs, glorifizierte Coaches: Ein internationaler Trainerkult hat sich auf ungesunde Art verselbständigt – und nun sogar einen Klub erreicht, dem seine Übungsleiter eigentlich viel zu wenig bedeuten: den FC Bayern.

Kommentar von Christof Kneer

Noch bevor Karl-Heinz Rummenigge am Dienstag eher so nebenbei bestätigte, dass Vincent Kompany – nun aber wirklich! – der neue Bayern-Trainer werden soll, schwappte diese Meldung herein: Der FC Chelsea interessiert sich für den Trainer Enzo Maresca. Wie jedes Kind weiß (also jedes Kind, das Wikipedia besitzt), handelt es sich bei Maresca um einen 44-jährigen Italiener, der mit Leicester City soeben in die englische Premier League aufgestiegen ist. Auch gehört selbstverständlich zum Allgemeinwissen, dass Maresca bei Manchester City mal als Assistent von Pep Guardiola gearbeitet hat, womit im Grunde alles gesagt ist über den aktuellen europäischen Trainermarkt: Der ist so verrückt wie noch nie.

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:Trainer stören nur

Beim FC Bayern waren Spieler schon immer wichtiger als die Herren an der Seitenlinie, auch deshalb steht der Klub noch ohne Coach da. Die Folgen dieser Haltung bekommt der Sportvorstand Max Eberl nun ebenso zu spüren wie die neue Dynamik in der Führungsetage.

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