Damit verabschiede ich mich erstmal aus der Halle. Vielen Dank fürs Dabeisein, liebe Leser! Bleiben Sie gesund.
Nun geht hier das Licht an - und ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass das hier unter allen denkwürdigen Jahreshauptversammlungen des FC Bayern eine der denkwürdigeren bleiben wird.
Es zeigt sich: Die Kommunikation des Klubs rund um das Thema Katar ist katastrophal. Die anwesenden Mitglieder folgen dem Kurs des Vereins nicht mehr und mit der Taktik, das Thema totzuschweigen und einen Antrag dazu nicht zur Abstimmung zu stellen - auch wenn der Schritt aus juristischen Gründen zulässig sein sollte -, haben Präsidium und Vorstand das Thema noch weiter emotionalisiert und verschlimmert.
Das Präsidium hat mehrere Niederlagen in Abstimmungen zu Anträgen kassiert - nur der Antrag von Michael Ott, dass die Mitglieder zustimmen müssen, sobald die Anteile des Vereins auf 75 Prozent fallen, verfehlte knapp die Dreiviertelmehrheit.
Zum Schluss endete die Versammlung unversöhnlich und für die Führungsetage im Desaster. Die Mitglieder sangen "Hainer raus" und "Vorstand raus". Das Fazit von Ehrenpräsident Uli Hoeneß: "Die schlimmste Veranstaltung beim FC Bayern, die ich je erlebt habe."
Es zeigt sich: Die Kommunikation des Klubs rund um das Thema Katar ist katastrophal. Die anwesenden Mitglieder folgen dem Kurs des Vereins nicht mehr und mit der Taktik, das Thema totzuschweigen und einen Antrag dazu nicht zur Abstimmung zu stellen - auch wenn der Schritt aus juristischen Gründen zulässig sein sollte -, haben Präsidium und Vorstand das Thema noch weiter emotionalisiert und verschlimmert.
Das Präsidium hat mehrere Niederlagen in Abstimmungen zu Anträgen kassiert - nur der Antrag von Michael Ott, dass die Mitglieder zustimmen müssen, sobald die Anteile des Vereins auf 75 Prozent fallen, verfehlte knapp die Dreiviertelmehrheit.
Zum Schluss endete die Versammlung unversöhnlich und für die Führungsetage im Desaster. Die Mitglieder sangen "Hainer raus" und "Vorstand raus". Das Fazit von Ehrenpräsident Uli Hoeneß: "Die schlimmste Veranstaltung beim FC Bayern, die ich je erlebt habe."
Es gibt eine Stimme von Uli Hoeneß. Er sagt: "Das ist schlimmste Veranstaltung beim FC Bayern, die ich je erlebt habe." Um mehr zu sagen, müsse er eine Nacht drüber schlafen.
Spontan hält ein Mitglied, das mutmaßlich nicht mehr reden durfte, seinen Wortbeitrag einfach in der Halle. Er spricht über den Rassismusskandal am Campus - und fragt, ob alles getan wurde, den aufzuklären.
Uli Hoeneß tritt nach Schließung der Versammlung kurz ans Rednerpult. Viele Menschen singen "Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt". Hoeneß geht wieder von der Bühne.
Als Hainer sagt "Sie werden mir als Versammlungsleiter zugestehen, dass ich die Wortmeldungsliste schließen kann", wird er niedergepfiffen.
Menschen stehen auf, schimpfen in seine Richtung, gestikulieren wild. Die Halle brüllt "Hainer raus!" Gefolgt von "Wir sind Bayern. Und ihr nicht."
Menschen stehen auf, schimpfen in seine Richtung, gestikulieren wild. Die Halle brüllt "Hainer raus!" Gefolgt von "Wir sind Bayern. Und ihr nicht."
Gehrlein ist normalerweise der letzte Redner - doch der Vizepräsident Mennekes ergreift nochmal das Wort und zitiert Stimmen zu Fortschritten in Katar. "So schlimm, wie wir die Kataris machen, sind sie auch nicht." Buh-Rufe in der Halle. "Ich glaube immer noch an das Gute", sagte Mennekes. Weitere Buh-Rufe.
Traditionell spricht nun das Mitglied Gehrlein und traditionell verstehe ich als Saarländer kein Wort bei einem bayerischen Akzent diesen Ausmaßes.
Hainer entgegnet nun zu Weinreich. Er sagt nochmal, dass seiner Meinung nach Dialog der beste Weg sei, Menschen zusammen zu bringen.
"Wir haben bei Weitem nicht entschieden, mit Katar weiterzumachen. So wie Katar noch nicht entschieden hat, mit uns weiterzumachen." Fest steht, dass man den Vertrag bis 2023 erfüllen werde.
Kahn: "Wir haben klar Kriterien, an denen wir solche Partnerschaften ausrichten. Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann. Grundsätzlich ist der Dialog zu führen. Da kann man sich möglicherweise auch noch verbessern."
Als Kahn sagt "ein Round Table" sei eine gute Idee, lachen viele hier höhnisch.
"Wir haben bei Weitem nicht entschieden, mit Katar weiterzumachen. So wie Katar noch nicht entschieden hat, mit uns weiterzumachen." Fest steht, dass man den Vertrag bis 2023 erfüllen werde.
Kahn: "Wir haben klar Kriterien, an denen wir solche Partnerschaften ausrichten. Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann. Grundsätzlich ist der Dialog zu führen. Da kann man sich möglicherweise auch noch verbessern."
Als Kahn sagt "ein Round Table" sei eine gute Idee, lachen viele hier höhnisch.
Nun spricht Gregor Weinreich wieder, der lange Jahre Vorsitzender des Fanclubdachverbandes "Club Nr. 12" war. Er äußert sich nochmal zum Thema Katar. Er verstehe den Klub bei diesem Thema nicht. Er sagt, Fans haben nepalesische Arbeitsrechtler nach München eingeladen und eine Diskussion veranstaltet, der Verein habe sich an diesen Diskussionen nicht beteiligt. Bei folgenden "Round Tables" sei ebenfalls nichts passiert.
Der FC Bayern betone immer, wie wichtig der Dialog mit Katar sei, mit Fans trete der Klub aber nicht in den Dialog.
Hainer bittet Weinreich, zum Ende zu kommen. Wieder Buhrufe in der Halle.
Weinreich sagt: Es könne doch nicht sein, dass in der Mitgliederversammlung nicht über einen Katar-Antrag abgestimmt werden darf. Außerdem: Das Financial Fair Play sage, dass für Sponsoren nur marktübliche Preise gezahlt werden dürfen. Warum nehme man dann als Ärmelsponsor nicht einfach das zweitbeste Angebot nach Qatar Airways? Er verstehe nicht, warum man diesen Weg nicht gehen könne.
Die Halle erhebt sich und klatscht. Minutenlang. Es ist der längste Applaus des Abends.
Der FC Bayern betone immer, wie wichtig der Dialog mit Katar sei, mit Fans trete der Klub aber nicht in den Dialog.
Hainer bittet Weinreich, zum Ende zu kommen. Wieder Buhrufe in der Halle.
Weinreich sagt: Es könne doch nicht sein, dass in der Mitgliederversammlung nicht über einen Katar-Antrag abgestimmt werden darf. Außerdem: Das Financial Fair Play sage, dass für Sponsoren nur marktübliche Preise gezahlt werden dürfen. Warum nehme man dann als Ärmelsponsor nicht einfach das zweitbeste Angebot nach Qatar Airways? Er verstehe nicht, warum man diesen Weg nicht gehen könne.
Die Halle erhebt sich und klatscht. Minutenlang. Es ist der längste Applaus des Abends.
Es kommen nun die Wortmeldungen. Ein Mitglied beginnt mit den Worten "Also Demokratie geht anders."
Hintergrund: Michael Ott durfte nicht mehr zu seinem Katar-Antrag sprechen. Vize-Präsident Mayer rutscht der unglückliche Satz "Es geht hier nicht um Demokratie" heraus. Der Antrag sei juristisch nicht zulässig, sagt Mayer nochmal.
Hintergrund: Michael Ott durfte nicht mehr zu seinem Katar-Antrag sprechen. Vize-Präsident Mayer rutscht der unglückliche Satz "Es geht hier nicht um Demokratie" heraus. Der Antrag sei juristisch nicht zulässig, sagt Mayer nochmal.
Der nächste Antrag ist der Antrag des Mitglieds Feinauer, das Bekenntnis zu Menschenrechten und dass man sich dafür einsetzen soll. 639 Mitglieder stimmen für den Antrag, gegen den Antrag 88, damit ist er angenommen. Großer Jubel in der Halle. Auch sein Antrag, dass der Klub sich für die Umsetzung der Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen einsetzen soll, erhält knapp eine Dreiviertelmehrheit. In der Halle wird "Olé, Olé, FC Bayern" gesungen.
Es kommt erneut zu einer kontroversen Abstimmung. Das Präsidium sagt nochmal, dass es klar gegen den Antrag sei. Es gibt 473 Stimmen für den Antrag, gegen den Antrag sind 236. Weil der Antrag eine Dreiviertelmehrheit gebraucht hätte, ist er abgelehnt.
Präsident Hainer tritt nochmal ans Rednerpult und äußert sich zum Antrag von Ott, dass die Mitgliederversammlung des FC Bayern zustimmen muss, sobald die Anteile oder Stimmrechte des Vereins an der AG unter 75% fallen. Bisher liege die Grenze bei 70 Prozent.
Er argumentiert, dass der Vorstand diese fünf Prozent "Manövriermasse" brauche. Er argumentiert mit den finanziellen Belastungen in der Corona-Pandemie. Er bittet mit intensiven Worten also darum, den Antrag nicht anzunehmen. Kahn äußert sich ähnlich.
Er argumentiert, dass der Vorstand diese fünf Prozent "Manövriermasse" brauche. Er argumentiert mit den finanziellen Belastungen in der Corona-Pandemie. Er bittet mit intensiven Worten also darum, den Antrag nicht anzunehmen. Kahn äußert sich ähnlich.
Es gibt nun tatsächlich so etwas wie eine Kampfabstimmung zum Antrag des Präsidiums zur Satzungsänderung. Der Antrag wird mit 268 gegen 502 Stimmen abgelehnt.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann das letzte Mal hier ein Antrag nicht mit klarer Mehrheit an- oder abgelehnt wurde. Man kann das als Niederlage für das Präsidium interpretieren.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann das letzte Mal hier ein Antrag nicht mit klarer Mehrheit an- oder abgelehnt wurde. Man kann das als Niederlage für das Präsidium interpretieren.
Die Jahreshauptversammlung im Liveticker.

