FC Bayern in der Einzelkritik:Wie Eiswürfel in kochendem Nudelwasser

Xherdan Shaqiri rennt überall hin, muss aber feststellen, dass er nicht Franck Ribéry ist. Thomas Müller verzweifelt an diversen Körperteilen und Dante hätte sich lieber ausgeruht. Die Bayern beim 2:1 gegen Stuttgart in der Einzelkritik.

Von Benedikt Warmbrunn, Stuttgart

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FC Bayern in der Einzelkritik:Manuel Neuer

VfB Stuttgart - FC Bayern München

Quelle: dpa

Xherdan Shaqiri rennt überall hin, muss aber feststellen, dass er nicht Franck Ribéry ist. Thomas Müller verzweifelt an diversen Körperteilen und Dante hätte sich lieber ausgeruht. Die Bayern beim 2:1 gegen Stuttgart in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Hörte auf den Gladbacher Torwartkollegen Marc-André ter Stegen ("Neuer kann sich nicht ausruhen"): ruhte sich nicht aus. Drückte Löcher im Rasen zu, diskutierte mit dem Schiedsrichter, für die Innenverteidiger stets anspielbar. Beim Gegentor durch Ibisevic chancenlos. Bei allen anderen Bällen, die auf sein Tor kamen, ohne Schwierigkeiten. In der zweiten Halbzeit ein zuverlässiger Libero.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Rafinha

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Quelle: AFP

Rafinha: Konnte sich weniger ausruhen als erhofft. Der Rechtsverteidiger ermöglichte VfB-Stürmer Timo Werner durch eine Unaufmerksamkeit die erste Chance (11.). Hatte kurz danach Glück, als er den Ball im Strafraum an die Hand bekam - es aber keinen Elfmeter gab. Beim Billard-Abseits-Gegentor wie die gesamte Abwehr zu weit von den Gegenspielern weg. Half sich mit ziemlich unmodernen Befreiungsschlägen. Bereitete aber das Siegtor vor.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Jérôme Boateng

VfB Stuttgart v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Jérôme Boateng: Spielt manchmal Bälle, die erst wie ein unmoderner Befreiungsschlag aussehen, dann aber als geniale länge Pässe enden. Allerdings war da meist niemand, bei dem sie ankommen konnten. Stand oft so, dass die langen Bälle der Stuttgarter bei ihm ankamen. Stand einmal so, dass er auf der Linie retten konnte.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Dante

VfB Stuttgart - FC Bayern München

Quelle: dpa

Dante: Stand oft so, dass der VfB eine Chance bekam. Hatte große Probleme mit seinem Gegenspieler Ibisevic, war oft zu langsam oder zu weit weg. Klärte dafür zehn Minuten vor Ende, als er im Strafraum einen Querpass in letzter Zehntelsekunde weggrätschte. Hätte sich an diesem Abend dennoch besser ausruhen sollen.

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FC Bayern in der Einzelkritik:David Alaba

VfB Stuttgart v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

David Alaba: Weiß auf dem Spielfeld überhaupt nicht, was das sein soll: sich ausruhen. Unermüdlicher Läufer. Lief allerdings oft unnötig, da ihm auf der linken Seite erneut die Ideen eines Franck Ribéry fehlten. In den letzten Spielminuten auf der offensiveren Ribéry-Position. Musste feststellen, dass er nicht Franck Ribéry ist.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Philipp Lahm

VfB Stuttgart v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Dennis Grombkowski/Getty

Philipp Lahm: Hatte vor der Partie gesagt, dass der FC Bayern nur aufzuhalten sei, "wenn wir unkonzentriert und nicht aggressiv spielen". War stets konzentriert. War wie die gesamte Mannschaft zunächst nicht aggressiv.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Thomas Müller

Bayern Munich's Mueller tries to score against Stuttgart's Rausch during German first division Bundesliga soccer match in Stuttgart

Quelle: REUTERS

Thomas Müller: Aggressiver Läufer. Wechselte mit Shaqiri und Götze die Positionen, war mal rechts, mal in der Spitze, mal links. Anders als sonst konnte er mit seinen Läufen nur selten Lücken reißen oder in Lücken rennen. In der ersten Halbzeit teilweise unkonzentriert. Reihte sich später ein in die Liste der Spieler, die lange an Stuttgarts Torwart Ulreich und all seinen Körperteilen verzweifelten.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Thiago:

VfB Stuttgart v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Thiago: Spielte zunächst nicht aggressiv. War gerade zu Beginn der Partie manchmal unkonzentriert. Hatte die beste Offensivaktion der ersten Halbzeit, er scheiterte mit einem Fernschuss - weil VfB-Torwart Sven Ulreich sich nicht ausruhte. Spätestens in der zweiten Halbzeit mit vielen Ballkontakten und vielen konzentrierten Zuspielen. Hatte auch in der zweiten Halbzeit die beste Torchance, scheiterte aber an der Fußspitze von Ulreich. Bereitete den Ausgleich mit einem Freistoß vor. Traf in der letzten Minute. Dürfte jetzt erklärt bekommen, was unter dem deutschen Wort "Bayerndusel" zu verstehen ist. Bester Spieler.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Toni Kroos

VfB Stuttgart v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Toni Kroos: Der erste Spieler, der in der zweiten Halbzeit Aggressivität zeigte. Sah nach wenigen Minuten für ein Foulspiel an Rani Khedira die gelbe Karte. Ansonsten ja ein konzentrierter Zuspieler, an diesem Abend jedoch öfter als gewohnt mit Fehlpässen. In der 59. Minute durfte er auf die Bank, warf seine roten Handschuhe weg.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Xherdan Shaqiri

VfB Stuttgart v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Xherdan Shaqiri: War mal links, mal in der Mitte, mal rechts. Egal, wo er gerade war: meist so effektiv wie ein Eiswürfel in kochendem Nudelwasser. Vergab die frühe Führung. Musste 59 Minuten lang feststellen, dass er nicht Franck Ribéry ist. Danach durfte er sich auf der Bank ausruhen.

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Borussia Moenchengladbach v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Mario Götze: In der Startelf, weil Mario Mandzukic "okay" (Guardiola) trainiert hatte. Muss demnach top-top trainiert haben. Wechselte mit Shaqiri und Müller ständig die Positionen. Hatte die erste Chance der Partie. Vergab die erste Chance der Partie. Die meiste Zeit so effektiv wie ein heißer Wassertropfen im Gefrierfach. Nach 88 Minuten ausgewechselt. Spielte allenfalls okay.

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FC Bayern in der Einzelkritik:Einwechselspieler

VfB Stuttgart - FC Bayern München

Quelle: dpa

Einwechselspieler:

Mario Mandzukic: Nach 59 Minuten eingewechselt, weil der Spielstand nicht okay war. Versuchte sofort, mit aggressiver Spielweise für sich zu werben. Zu oft allerdings verursachte sein aggressiver Wille Unkonzentriertheiten.

Claudio Pizarro: Mit Mandzukic eingewechselt. Fand den Spielstand spürbar nicht okay. Bei seiner ersten Chance scheiterte auch er an Ulreich. Nutzte aggressiv die Freiheit, die er vor seinem Kopfballtor von der VfB-Abwehr geschenkt bekam.

Diego Contento: Kam in der 88. Minute. Womöglich, weil auch er okay trainiert hatte.

© Süddeutsche.de/bwa/ebc
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