FC Bayern in der EinzelkritikVidal übertreibt es

Der Chilene spielt diesmal zu aggressiv. Xabi Alonso gibt den Mahner. Und Franck Ribéry übt für den Tanz in den Mai. Der FC Bayern beim 3:1 gegen Stuttgart in der Einzelkritik.

Von Matthias Schmid, Stuttgart

Manuel Neuer

Sollte sich während der Dienstzeit dringend ein neues Hobby suchen. Wegen Unterbeschäftigung häufig an der Grenze zum Boreout-Syndrom. Könnte bei Auswärtsspielen deshalb den Vorsänger bei den Bayern-Ultras geben, Zeit dazu hätte er. Gegen Stuttgart war es aber gut, dass er auf dem Rasen stand. Musste in der elften Minute nämlich zeigen, warum er zum dritten Mal in Serie zum besten Torhüter des Planeten bestimmt worden war und die Stürmer regelmäßig in die Verzweiflung treibt. Verhinderte gegen Didavi mit einem blitzschnellen, akrobatischen Reflex den frühen Rückstand, obwohl er auf dem falschen Fuß erwischt worden war. Weltklasse. Danach wieder so unterbeschäftigt, dass ihn ein Sekundenschlaf ereilte und er kurz vor der Pause einen VfB-Spieler anspielte. Passiert? Ist aber nichts. Beim Gegentor chancenlos, regte sich aber fürchterlich auf.

Bild: dpa 9. April 2016, 17:392016-04-09 17:39:40 © SZ.de/fued/chge