FC Bayern in der Einzelkritik:Vidal macht Werbung für sich selbst

Der Chilene ist gegen Augsburg an zwei Toren beteiligt. Rafinha und Robert Lewandowski sind im Partner-Look unterwegs und Arjen Robben lässt sich abhängen. Der FC Bayern in der Einzelkritik.

Aus dem Stadion von Christopher Gerards

13 Bilder

Bayern München - FC Augsburg

Quelle: dpa

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Sven Ulreich

Hatte die Aufgabe, im Tor des FC Bayern zu stehen, was an diesem kalten Novembernachmittag nicht die dankbarste Aufgabe war. Musste erstmals nach acht Minuten eingreifen, als James einen mutigen Rückpass in seine Richtung spielte - Ulreich nahm ihn so lässig an, wie es auch Manuel Neuer nicht lässiger könnte. Sah nach einer guten halben Stunde einen gemeinem Freistoß von Gregoritsch auf sich zufliegen, das war's. Ansonsten damit befasst, irgendwie warm zu bleiben.

Bundesliga - Bayern Munich vs FC Augsburg

Quelle: REUTERS

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Joshua Kimmich

Hat erst 62 Mal in der Bundesliga gespielt, ist also noch weit entfernt vom Rekord seines Trainers Jupp Heynckes: 500 Siege (als Spieler und Trainer). Kam dieser Zahl zumindest ein bisschen näher, was nicht in der Hauptsache, aber auch an ihm selbst lag. Köpfelte einmal im eigenen Strafraum eine Flanke so lässig auf Ulreich zurück, als hätte er schon 600 Siege in der Bundesliga geholt. Bei Flanken zunächst ungewöhnlich unpräzise, dann aber halt mit der Vorlage zum 3:0.

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Niklas Süle

Wird es begrüßt haben, dass auf dem Aufstellungsbogen nicht die Namen Mbappé und/oder Martial aufgetaucht sind. Bekam es stattdessen mit Alfred Finnbogason und Michael Gregoritsch zu tun, was ihn nicht übermäßig forderte. Lief bei Standards mit nach vorne, setzte aber einen Kopfball weit übers Tor. Ansonsten unauffällig, was auf seiner Position nicht das Schlechteste ist.

Bundesliga - Bayern Munich vs FC Augsburg

Quelle: REUTERS

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Mats Hummels

Hatte schon nach 20 Minuten so viele Kopfbälle gesammelt, dass es eigentlich für drei, vier Spiele reichen würde. Lief bei Ecken und Freistößen immer wieder mit nach vorne, und kam ständig an den Ball. Hätte wahrscheinlich auch Kopfbälle gegen Javi Martinez oder gegen einen Bussard gewonnen. Am Boden ebenfalls gefährlich, vor dem 1:0 scheiterte er knapp mit der Pike.

Bayern München - FC Augsburg

Quelle: dpa

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Rafinha

Frisurtechnisch nun im Partner-Look mit Robert Lewandowski, beide tragen ein mehr oder weniger grelles Blond. Spielerisch eher nicht im Partner-Look mit Robert Lewandowski. Begann hinten links und riss permanent die Arme parallel hoch, damit ein Mitspieler ihn doch bitte anspielen möge. Bekam nicht immer den Ball. Wenn er ihn doch mal hatte, machte er das, was von ihm verlangt wird: Zweikämpfe gewinnen, Pässe spielen und nichts Wildes machen. Nach 77 Minuten dann mit neuer Erfahrung: Bekam bei Robbens Auswechslung tatsächlich die Kapitänsbinde.

FC Bayern Muenchen v FC Augsburg - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

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Javi Martínez

War gemeinsam mit Arturo Vidal für die Struktur zuständig, leitete außerdem den Fachbereich "defensive Absicherung". Ließ sich nichts zuschulden kommen. Zielte nach 37 Minuten Volley vorbei, fiel ansonsten nicht weiter auf.

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Arturo Vidal

In der beliebten Wertung "Gewinner unter Heynckes" eher nicht Spitzenreiter. Nutzte das Duell gegen Augsburg dann aber für Werbung in eigener Sache. Grätschte und warf sich in der Regel erfolgreich den gegnerischen Angriffen entgegen. Baute zudem die zuletzt raren Elemente "Tor" und "Vorlage" in sein Spiel ein. Drehte sich beim 1:0 mit guter Balance um sich selbst, passte vor Lewandowski 2:0 präzise.

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Arjen Robben

Wird bald 34 Jahre alt (also in gut zwei Monaten), zeigte das in der Anfangsphase, als er tatsächlich langsamer lossprintete als Caiuby (den er dann foulte). Nach halber Stunde mit der ersten Arjen-Robben-Aktion, er spitzelte den Ball an zwei Gegnern vorbei, am zweiten Bein blieb er dann hängen. Nicht ganz so stilprägend wie sonst, ein knapper Schuss neben das Tor in der zweiten Hälfte war seine auffälligste Aktion. Hatte nach 77 Minuten Feierabend.

FC Bayern Muenchen v FC Augsburg - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

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James

Gehört zu den Fußballern, von denen nicht immer klar ist, was gleich kommt. Schaffte es gegen Augsburg innerhalb von zwei Minuten einen Einwurf zum Gegner zu werfen, dann einen Fehlpass zu spielen und anschließend einen Ball so präzise in den Lauf von Vidal zu lupfen, dass dieser eigentlich hätte treffen müssen (er traf dann die Latte). Führte ansonsten so ziemlich alles aus, was sich Freistoß oder Ecke nennt. Fand auffallend oft einen Mitspieler.

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Quelle: AP

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Juan Bernat

Nach drei Monaten Pause (Syndesmosebanriss) wieder im Kader. Trat an auf der Position, die eigentlich in den Fachbereich von Franck Ribéry fällt. Ist nachweislich nicht Ribéry, spielte, wie ein Linksverteidiger auf Linksaußen halt spielt: ganz ordentliche. Sein erstes ernstes Dribbling endete mit einer gelben Karte für seinen Gegner. Vor Lewandowskis Chance nach 13 Minuten kam die Flanke von Bernat. Traf fast mit einer verunglückten Flanke selbst. Spielte in der zweiten Hälfte einen Konter zu zaghaft zu Ende, bekam bei der Auswechslung nach 73 Minuten dennoch warmen Applaus.

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Quelle: AFP

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Robert Lewandowski

Hat unter der Woche via Sport Bild reichlich bescheiden gesagt, dass es "schwer wird, ein gutes Back-up für mich zu finden". Am nächsten Tag konnte man dann lesen, dass der FC Bayern offenbar Sandro Wagner als Back-up gefunden hat. Steckte anfangs dauernd im Stau vor Augsburgs Strafraum, nutzte aber nach 38 Minuten die freie Spur und traf zum 2:0. Wobei jeder gute Back-up (inklusive Sandro Wagner) diesen Ball verwandelt hätte. Beim Volley zum 3:0 dann auch mit guten Haltungsnoten.

Bundesliga - Bayern Munich vs FC Augsburg

Quelle: REUTERS

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David Alaba

Hatte jüngst Probleme im linken Oberschenkel, sah deshalb mehrheitlich zu. Durfte dann noch eine gute Viertelstunde als Linksaußen wirken, ohne größer aufzufallen.

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Quelle: AFP

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Corentin Tolisso und Sebastian Rudy

In der Schlussphase eingewechselt. Können nun von sich sagen, dabei gewesen zu sein, als der FC Bayern den FC Augsburg 3:0 besiegte.

© SZ.de/tbr/sonn
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