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FC Bayern in der Einzelkritik:Robben mit einem klassischen Robben

Der Niederländer netzt erneut gegen Dortmund, Robert Lewandowski verdaddelt erst alles und trifft dann per Hacke und Joshua Kimmich liefert die Ente des Tages. Der FC Bayern in der Einzelkritik.

Von Carsten Scheele, Dortmund

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Sven Ulreich

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Genannt "Zunullreich". Kämpfte um seine Quote, rettete mit sehr beherztem Einsatz gegen Andrej Yarmolenko, den Dortmunder Hünen, dem sich Ulreich im Eins-gegen-eins mutig entgegen warf. Auch im Megasuperspitzenspiel ein sicherer Rückhalt, lange auf bestem Weg zum nächsten Zunull, bis Bartra kurz vor dem Ende seine Quote zerstörte. Ist seinen Spitznamen zumindest für die nächste Woche los. Wird das verkraften können.

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Joshua Kimmich

-

Quelle: AFP

War's eine wohl platzierte Ente? Oder halfen doch die Kohletabletten, wahlweise auch ein Rennie? Noch am Freitag hieß es, Kimmich würde die Partie mit Magenproblemen verpassen. Tauchte im Superdupersamstagabendkracher plötzlich doch in der Startelf auf. Und zwar munter, offensichtlich im Vollbesitz seiner Kräfte. Legte Lewandowski sogar das 2:0 auf. Wir legen uns fest: Ein medizinisches Wunder.

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Niklas Süle

-

Quelle: AFP

Musste spielen, um eine weitere, dreiste Bayern-Ente zu kaschieren: Denn Boateng, der eigentlich ebenfalls malad gemeldet wurde, stand ebenfalls im Kader. Der musste allerdings nicht eingreifen, da Süle seine Sache gut machte. Beste Aktion: seine Flex-dich-weg-Grätsche gegen Aubameyang.

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Mats Hummels

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Kennt jeden Grashalm in Dortmund, konnte vielleicht auch deshalb einen Pass schlagen, der das Zeug zur Vorarbeit des Jahres gehabt hätte - wenn Lewandowski nur herangekommen wäre. Half dann mit überzeugendem Abwehrhandwerk auf seine Weise mit, dass aus dem Hypermegakracher nur ein Spitzenspielchen wurde.

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David Alaba

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Quelle: AP

War das David Alaba, der da spielte, oder das nächste Täuschungsmanöver? Ließ sich jedenfalls völlig unalabahaft von Kagawa auf fürchterliche Weise vernaschen. Dankte anschließend dem Pfosten, der einzig und allein Kagawa vom Torerfolg abhielt. Rettete in der zweiten Halbzeit dann aber sehr alabahaft per Grätsche gegen Aubameyang. Und dann wurde ihm sogar das 3:0 zugesprochen, obwohl Lewandowski vielleicht auch noch am Ball war.

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Javi Martinez

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Noch eine offensichtliche Bayern-Ente: Der Spanier wurde als passionierter Stürmer ins defensive Mittelfeld verschoben. Versuchte dort, die Dortmunder mit mannhaft geführten Triple-Gewinner-Zweikämpfen zu verunsichern. Was ihm gelang. Griff später doch ins Sturmgeschehen ein, allerdings in das des BVB, als er Jarmolenko unfreiwillig einen Sololauf Richtung Bayern-Tor ermöglichte. War nur ein Versehen.

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James Rodriguez

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Quelle: AP

War ja eigentlich der Wunschspieler von Ancelotti. Nun auf dem besten Wege, ein Heynckes-Spieler zu werden. Immer wieder gefährlich, spielte vor dem 1:0 den exakt richtigen Pass auf Robben. Warum stand er zu Saisonbeginn eigentlich in der Kritik?

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Thiago

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Weiß natürlich, wie er besonders hell auf den Fußballplätzen dieser Welt scheinen kann. Beschränkte sich im Spitzenmegagigantentreffen allerdings generös damit, seine Kollegen glänzen zu lassen. Hier ein kleiner Haken, dort ein feines Zuspiel. Gönnte sich auch einen Schuss, doch der rauschte knapp am Kreuzeck vorbei.

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Arjen Robben

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Hat gerade in der SZ gesagt, dass er noch gar nicht wisse, ob er in der kommenden Saison noch auf dem Platz stehe. Zeigte gegen Dortmund aber, dass dies vielleicht eine Ente war. Schoss ein typisches Robben-Tor, das er vielleicht schon mit acht Jahren drauf hatte und sicher auch mit 48 noch im Repertoire haben wird. Gedanken an ein Karriereende scheinen jedenfalls völlig abwegig. Was der Niederländer allerdings mit seinem Torjubel (er schob die Hüfte vor) sagen wollte, wird sein Geheimnis bleiben.

10 / 13

Kingsley Coman

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Wäre vermutlich auch ein guter Spion. Taucht manchmal minutenlang ab, ohne dass er für Zuschauer oder Mitspieler ersichtlich wäre, spurtet dann plötzlich in den goldrichtigen Raum, den halt nur Spione erahnen können. Oder Thomas Müller. Dortmunds Aushilfs-Rechtsverteidiger Marc Bartra sah häufig nur die Hacken des Franzosen.

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Robert Lewandowski

Borussia Dortmund - Bayern München

Quelle: dpa

Seit seinem vöööölllig lautlosen Wechsel nach München ein Feindbild für alle Dortmunder. Sorgte höchst persönlich dafür, dass Stimmung aufkam, als er nach einem Foul an Castro den Schiedsrichter berohrspatzte und wütend mit dem Fuß aufstampfte, als sei er Arjen Robben. Vergab anschließend ein paar hübsche Chancen, doch das kratzte ihn wenig. Dann Flanke Kimmich, Hacke Lewandowski - Tor. Bejubelte seinen Treffer wie in alten Zeiten vor der Dortmunder Süd.

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Rafinha

Bundesliga - Borussia Dortmund vs Bayern Munich

Quelle: REUTERS

Kam für Alaba. Nicht etwa für Kimmich, der munter weiterrannte, von flauem Magen keine Spur. Ein klein wenig hat sich Rafinha vielleicht auch über die Gesundheit des Kollegen gewundert.

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Sebastian Rudy und Arturo Vidal

Champions League - Celtic vs Bayern Munich

Quelle: Action Images via Reuters

Wurden ordnungsgemäß eingewechselt. Die Gerüchte, dass es sich hierbei von Heynckes nur um Alibiwechsel handelte, um zwei weitere Spieler bei Laune zu halten, könnten allerdings auch eine Ente sein.

© SZ.de/chge
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