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FC Bayern in der Einzelkritik:Fuchs Lahm entscheidet das Spiel

Der Kapitän tritt als Fuchs auf, Mats Hummels strahlt mit neuer Frisur und Xabi Alonso braucht noch lange keinen Stuhl. Der FC Bayern beim 3:0 gegen Leipzig in der Einzelkritik.

Aus dem Stadion von Sebastian Fischer

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Manuel Neuer

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Quelle: AFP

Nach dem Spiel gegen Darmstadt hatte der Torhüter der Bayern so getan, als sei er Vorstand für Lizenzspielerangelegenheiten. Er hatte nämlich wie einst Matthias Sammer gemahnt, diese Mannschaft, die nur 1:0 gewonnen hatte, sei "nicht der FC Bayern". Rasierte sich dann aber den roten Sammer-Bart ab, verpasste somit den Preis für die schönste Frisur knapp und hielt, wenn es ganz selten mal was zu halten gab, fehlerfrei.

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David Alaba

Bayern Muenchen v RB Leipzig - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Lief ins Stadion mit großen Kopfhörern - über der Kapuze auf seinem Kopf. Zog dann aber weder die Stutzen über die Schuhe, noch seine Handschuhe über die Ohren. Man muss sich also keine Sorgen machen, über sein Können ja schon mal gar nicht. Drängte über links nach vorne, spielte keinen Fehlpass und durfte nach einer Stunde wieder unter seine Kapuze zu seinen Kopfhörern.

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Mats Hummels

Bayern München - RB Leipzig

Quelle: dpa

Der Münchner Verteidiger spielte überraschend nicht mit. An seiner Stelle lief ein Mann ins Stadion, der zwar die Rückennummer fünf trug, dem auch eine täuschend echte Kopie des hummelschen d'Artagnan-Dreitagebartes gelungen war und der mit dem Ball stolzierte, wie nur Mats Hummels mit dem Ball stolziert. Allerdings war dieser Mann: blond. Der Unbekannte war weder der frühere deutsche Mittelstreckenläufer Nils Schumann (dafür war er zu langsam) noch Weltfußballer Lionel Messi (er spielte einen Fehlpass), gewann aber den inoffiziellen Preis für die schönste Frisur. Die Auflösung des Rätsels übrigens: Mats Hummels hat eine Wette auf dem Oktoberfest verloren. Beim Dosenwerfen.

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Javi Martinez

FC Bayern Muenchen v FC Rostov - UEFA Champions League

Quelle: Bongarts/Getty Images

Wählte für das Stadionmagazin Franz Beckenbauer in seine Traum-Elf. Der Spanier kann sich also, nach gut vier Jahren in München, inzwischen nach allen Regeln der Kunst bei Fans des FC Bayern einschleimen. Denn natürlich weiß auch Martinez, dass man mit Libero im modernen Fußball keine Brausedose mehr gewinnt. Wobei: "gegen den modernen Fußball" waren die Bayern-Fans ja am Mittwoch ausnahmsweise auch, wie sie auf ein großes Banner schrieben. Martinez, der Schleimer, hatte im Spiel nichts zu tun. Die Leipziger Stürmer trauten sich nicht an ihn heran. Was allerdings auch an der schönen Frisur seines unbekannten Kollegen gelegen haben könnte. (Archivbild)

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Philipp Lahm

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Quelle: AFP

Kann ein Fuchs sein und als solcher manchmal tun, was ein Fuchs tun muss. Es stand schon 2:0 für Bayern, das Spiel war also eigentlich schon so gut wie entschieden, da entschied Lahm es endgültig, als er nach einem Foul von Emil Forsberg so lange liegen blieb, bis Schiedsrichter Felix Zwayer die gelbe Karte in seiner Hand gegen eine rote tauschte.

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Xabi Alonso

Bayern Muenchen v RB Leipzig - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Erstaunlich, dass er noch die Luft zum Laufen fand. Dozierte so viel und vor seinen Nebenleuten Vidal und Thiago über das richtige Positionsspiel, dass man ihm einen Stuhl an sein Pult reichen wollte. Doch Alonso, 35, brauchte keinen Stuhl. Er war auch so mit seinen Anleitungen, seinen Signalen zum frühen Stören der verunsicherten Leipziger und seinen mal beruhigenden, mal beschleunigenden Pässen der entscheidende Spieler auf dem Platz.

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Arturo Vidal

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Quelle: AP

Tauschte nach fünf Minuten unter wildem Gestikulieren seines Trainers die Position mit seinem defensiven Mittelfeld-Nebenmann Xabi Alonso, hatte vielleicht während der Ansprache Alabas Kopfhörer getragen. Vidal war dann aber schnell im Spiel - und setzte die taktischen Kniffe seines Trainers genauso um, wie der sich das vorgestellt hatte. Ließ den hochgelobten Leipziger Mittelfeldspielern keinen Raum, den sie an diesem Abend aber wohl eh nicht genutzt hätten.

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Thiago

Bayern Muenchen v RB Leipzig - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Weil Alonso organisierte, konnte der zweite Spanier ganz in Ruhe zaubern, die Bälle verteilen, zum 1:0 abschließen und Alonsos 2:0 vorbereiten. Hatte viel Spaß.

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Douglas Costa

Bayern München - RB Leipzig

Quelle: dpa

Bernardo, der Leipziger Außenverteidiger, war am Mittwoch so chancenlos wie sonst nur sein alter Verein RB Salzburg in der Qualifikation zur Champions League. Ließ sich von seinem Landsmann Douglas Costa nach allen Regeln der Fußballkunst austricksen und überlaufen. Costa war Symbol der Überlegenheit des FC Bayern.

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Arjen Robben

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Quelle: AFP

Begann mit zwei gescheiterten Dribblings und einer Flanke ins Toraus. Hatten diese unglaublich frechen, jungen Leipziger etwa als weltweit erste Mannschaft einen Plan, wie man den alten Holländer stoppt? Nein. Robben spielte vor dem 1:0 einen Pass aus Sahne auf Lahm und ließ sich dann zur Pause auswechseln. Das Spiel war halt doch nicht so wichtig.

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Robert Lewandowski

Bayern Muenchen v RB Leipzig - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Wirkte ein bisschen beleidigt, dass sein Schuss vor dem 1:0 nur an den Pfosten prallte. Ein Robert Lewandowski ist eher ungern Nebendarsteller. Schoss deshalb den Elfmeter zum 3:0 nicht ins Tor, ohne beim Anlauf einmal abzustoppen. Spätestens jetzt hatte ihn jeder im Stadion gesehen.

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Franck Ribéry

SV Darmstadt 98 v Bayern Muenchen - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Kam zur Pause für Robben. Griff über links an und war gnädig mit Leipzigs Bernardo. Der hatte in der ersten Halbzeit ja schon genug erlebt. (Archivbild)

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Juan Bernat

FC Bayern Muenchen v Club Atletico de Madrid - UEFA Champions League

Quelle: Bongarts/Getty Images

Kam nach gut einer Stunde für David Alaba. Was daran gut war: Er durfte den Münchner Fans beim Singen zuhören. Was daran schlecht war: Er fror. Genau wie der später eingewechselte Joshua Kimmich. (Archivbild)

© SZ.de/ska
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