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FC Bayern:Heynckes macht sich für Flick stark

Der Altmeister hält ein Plädoyer für den Übergangstrainer in München. In der NBA glänzen deutsche Basketballer. Lewis Hamilton schließt Teamwechsel nicht aus.

Jupp Heynckes, FC Bayern: Der frühere Bayern-Coach setzt sich vehement für einen Verbleib von Hansi Flick als Trainer in München ein. "Es geht nicht um Momentaufnahmen, sondern um das grundsätzliche Know-how eines Trainers, seine Fachkompetenz und menschliche Note, seine Philosophie. Unter diesen Aspekten und Anforderungen ist Hansi Flick für mich prädestiniert für die Aufgabe als Cheftrainer des FC Bayern und der ideale Mann für diese Position - und zwar über diese Saison 2019/20 hinaus", schrieb Heynckes (74) in einer kicker-Kolumne. Der 54 Jahre alte Flick sei "als Trainer ein Juwel. Solche Talente müssen erkannt und gefördert werden. Der FC Bayern München besitzt nun die große Chance, über einen längeren Zeitraum einen Trainer zu haben, der eine Epoche prägen kann", führte Heynckes weiter aus.

Flick übernahm den Rekordmeister als Nachfolger von Niko Kovac. In seinen bisherigen fünf Spielen gab es vier souveräne Siege und am Samstag ein 1:2 gegen Leverkusen. Danach deutete Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits an, mit Flick zumindest über Weihnachten hinaus weitermachen zu wollen. Flick vermittle "jedem seiner Profis, dass er wichtig ist. Und wenn sich die Bayern-Spieler derzeit so anerkennend über ihren neuen Trainer äußern, halte ich diese Komplimente für zweifellos ehrlich. Auch Superstars verlangen nach menschlicher Wärme, dazu braucht ein Trainer hohes Einfühlungsvermögen, das Flick ausströmt", betonte Heynckes. Er sei "ein Chef nicht aufgrund seiner Position, sondern aufgrund seiner Persönlichkeit".

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks mit Maxi Kleber haben die eindrucksvolle Serie der Los Angeles Lakers um LeBron James gestoppt. Die Mavs setzten sich gegen das Spitzenteam aus Kalifornien, das zuletzt zehn Spiele in Folge gewonnen hatte, 114:100 durch. Mavericks-Topscorer Luka Doncic war mit 27 Punkten, zehn Assists und neun Rebounds der überragende Akteur. "Das war ein großer Sieg für uns. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auch gegen große Teams bestehen können", sagte der Slowene. Der deutsche Nationalspieler Kleber steuerte sechs Punkte, neun Rebounds und zwei Assists zum 13. Saisonerfolg von Dallas bei. Spielmacher Dennis Schröder gelangen 17 Punkte (drei Rebounds, zwei Assists) beim 107:104 seiner Oklahoma City Thunder gegen die New Orleans Pelicans.

Formel 1, Ferrari: Weltmeister Lewis Hamilton hat einen Wechsel 2021 zu Ferrari nicht ausgeschlossen. "Ich liebe es, da wo ich bin, und deshalb wird es auch bestimmt keine schnelle Entscheidung geben, etwas anderes zu tun", sagte der Mercedes-Pilot nach dem letzten Grand Prix der Saison in Abu Dhabi. "Natürlich ist es aber nur klug und vernünftig für mich, sich hinzusetzen und darüber nachzudenken, was ich will." Hamiltons Vertrag läuft wie auch der vieler anderer Fahrer Ende 2020 aus. Vorausgegangen waren Spekulationen über angeblich zwei Treffen mit Fiat-Boss John Elkann in diesem Jahr. "Alles, was hinter geschlossenen Türen passiert, ist natürlich immer privat, egal mit wem man sich hinsetzt", sagte Hamilton, der seit 2013 bei Mercedes fährt und sich dem Rennstall auch stark verbunden fühlt. Ferrari setzt auch 2020 auf das Duo Sebastian Vettel und Charles Leclerc.

2. Liga, Mario Gomez: Ex-Nationalspieler Mario Gomez hat nach der 1:2-Niederlage des VfB Stuttgart beim SV Sandhausen massive Kritik am Videobeweis geübt. "Ich war schon ein Freund davon, weil ich dachte, es wird gerecht. Aber für uns Stürmer ist es eine Katastrophe", sagte Gomez am Sonntag bei Sky. Er hatte in Sandhausen drei Tore erzielt, wegen knapper Abseitsstellungen zählte keines davon. "Das System wie es ist, ist einfach scheiße", monierte Gomez.

Jedes Mal habe ihm der Schiedsrichter auf dem Platz gesagt, es seien nur wenige Zentimeter seines Körpers im Abseits gewesen. Er stellte infrage, ob so knappe Entscheidungen mit den vorhandenen Kameras und insbesondere in kleinen Stadien wie dem in Sandhausen wirklich zweifelsfrei getroffen werden könnten. Der Schiedsrichter auf dem Platz könne nichts dafür, meinte Gomez. Er sei aber froh, dass der größte Teil seiner Karriere vorbei sei "und ich nicht mehr zehn Jahre damit spielen muss".

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