FC Bayern:Goretzkas Verletzung weiter problematisch

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FC Bayern: Leon Goretzka fehlt den Bayern weiterhin.

Leon Goretzka fehlt den Bayern weiterhin.

(Foto: AFP)

Der Münchner Profi erleidet einen Rückschlag. Ohne Alphonso Davies ist Kanada auf dem Weg zur WM. Celtic gelingt ein von 60.000 Zuschauern bejubelter Sieg im "Old Firm".

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FC Bayern, Leon Goretzka: Trainer Julian Nagelsmann kann beim FC Bayern München keinen Termin für ein Comeback von Leon Goretzka benennen. "Bei Leon gibt es keinen Zeitplan", sagte Nagelsmann am Donnerstag zu dem 26 Jahre alten Mittelfeldspieler, der auch nach der zweiwöchigen Bundesliga-Pause am Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Topspiel gegen RB Leipzig wegen Knieproblemen fehlen wird. Auch Außenverteidiger Alphonso Davies fällt weiterhin aus. Der Kanadier muss wegen einer leichten Herzmuskelentzündung komplett pausieren und wird dem Tabellenführer der Fußball-Bundesliga noch einige Wochen fehlen. Goretzka habe zuletzt wieder einen Rückschritt erlitten. Er spüre im Kniegelenk "ein Gefühl von Unwohlsein", wie es Nagelsmann ausdrückte: "Es kann sein, dass er extrem kurzfristig zurückkommt in zwei Wochen. Es kann aber auch sein, dass es Ewigkeiten dauert."

In der Winterpause stand zeitweise auch die Überlegung einer Operation am linken Knie im Raume. Goretzka kam für die Bayern zuletzt Anfang Dezember beim 3:2 im Spitzenspiel bei Borussia Dormund zum Einsatz. Gegen Leipzig kann Nagelsmann dafür mit Lucas Hernández planen. Der Abwehrspieler hatte am Mittwoch "einen kleinen Schlag" beim Training abbekommen: "Das war nichts Dramatisches." Am Donnerstag trainierte der Franzose wieder. Nagelsmann freut sich auf das Duell mit Leipzig: "Klar, es ist immer spannend, gegen seinen Ex-Club zu spielen." Es kommt auch zum Duell mit RB-Trainer Domenico Tedesco, mit dem er zu gemeinsamen Hoffenheimer Zeiten den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert hatte. Teilweise bildeten sie eine Fahrgemeinschaft. "Wir kennen uns gut. Ich freue mich, ihn wiederzusehen", sagte Nagelsmann.

Fußball-WM, Kanada: Die Nationalmannschaft von Kanada hat ihre Tabellenführung in der Qualifikation von Nord- und Mittelamerika gewahrt und steht unmittelbar vor der zweiten WM-Teilnahme. Am Mittwochabend (Ortszeit) gewann das Team des derzeit fehlenden Bayern-Profis Alphonso Davies zum Abschluss des aktuellen Qualifikationsfensters mit 2:0 (0:0) bei El Salvador. Die Tore erzielten Atiba Hutchinson (66. Minute) und Jonathan David (90.+3). Nach dem perfekten Jahresstart mit drei Siegen aus drei Spielen und insgesamt 25 Punkten fehlt Tabellenführer Kanada nur noch ein weiterer Erfolg, um Ende 2022 (21. November bis 18. Dezember) sicher in Katar dabei zu sein. Bisher war 1986 die einzige Teilnahme des Landes. In der laufenden Quali war es der sechste Sieg in Serie.

Auch für die WM-Stammgäste Mexiko und USA mit jeweils 21 Punkten sieht es gut aus. Mexiko siegte zuhause mit 1:0 (0:0) gegen Panama. Die USA meisterten beim 3:0 (2:0) gegen Hondruas ihre Pflichtaufgabe souverän. Bei der Partie in Minnesota waren Temperaturen von minus 20 Grad eine zusätzliche Herausforderung. 2026 richten die USA, Mexiko und Kanada die WM, die dann mit 48 Teams steigt, gemeinsam aus. Für den vierten Platz und damit die Teilnahme an den Playoffs sind Panama und Costa Rica, das mit 1:0 (0:0) auf Jamaika gewann, die größten Anwärter. Der Vierte bekommt es nach Ende der Gruppenphase im Juni mit dem besten Team aus Ozeanien zu tun.

Basketball, FC Bayern: Die Münchner setzen weiter auf die Dienste seines langjährigen Geschäftsführers Marko Pesic. Der Pokalsieger verlängerte den in diesem Sommer auslaufenden Vertrag mit dem früheren Nationalspieler um weitere drei Jahre bis 2025. Das gab der Klub am Donnerstag bekannt. Pesic hatte nach dem Bundesliga-Aufstieg des FC Bayern 2011 als Sportdirektor begonnen. 2013 übernahm der 45-Jährige das Amt des Geschäftsführers. "Es ist unbestritten, dass Marko mit seinem engagierten Office-Team selbst in der sehr schwierigen Phase der Corona-Pandemie dafür gesorgt hat, den Basketball als wichtigen Teil des FC Bayern zu entwickeln und ihn inzwischen auch international auf hohem Level zu etablieren", sagte Klub-Präsident Herbert Hainer. In Pesics Amtszeit holten die Münchner drei Meistertitel und zwei Pokalsiege. Zudem gelang die erstmalige Play-off-Teilnahme eines deutschen Teams in der EuroLeague (2020/21). Seit der laufenden Saison hat der FC Bayern in die Königsklasse als A-Lizenz-Inhaber und Shareholder ein festes Startrecht.

Fußball, Schottland: Mit einem Derby-Sieg an die Spitze: Der 51-malige schottische Fußballmeister Celtic Glasgow hat am 24. Spieltag der Premiership erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernommen. Durch ein überraschend ungefährdetes 3:0 (3:0) in der 427. Auflage des Old Firm Derbys über den Stadtrivalen Rangers liegt Celtic nun mit 57 Punkten einen Zähler vor den Rangers ganz vorne. Der japanische Neuzugang Reo Hatate (5. und 41.) mit einem Doppelpack und Liel Abada (44.) sorgten für den insgesamt 160. Erfolg Celtics im Glasgower Stadtderby. Vor 60.411 Zuschauern im ausverkauften Celtic Park dominierten die Gastgeber die Anfangsphase. Nach der frühen Führung drängte Celtic auf den zweiten Treffer, aber Rangers-Keeper Allan McGregor verhinderte mit starken Paraden zunächst weitere Gegentore. Mit einem Doppelschlag kurz vor dem Pausenpfiff zog Celtic davon.

Basketball, Euroleague: Alba Berlin hat in der Euroleague seinen Negativlauf gestoppt. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie in der Königsklasse gewann der Basketball-Bundesligist am Mittwoch daheim gegen das russische Spitzenteam Unics Kasan deutlich mit 81:53 (36:26). Für Alba war es der siebte Sieg im 22. Spiel. Beste Berliner Werfer vor 1600 Zuschauern waren Maodo Lo mit 16 und Jaleen Smith mit 14 Punkten.

Fußball, Bundesliga: Anders als bei Manuel Neuer oder Robert Lewandowski haben die Verantwortlichen von Rekordmeister Bayern München bei Thomas Müller wegen einer Vertragsverlängerung offenbar noch nicht vorgefühlt. "Vom Verein ist noch niemand auf mich zugekommen", sagte der Nationalspieler der Sport Bild: "Was die Zukunft bringt, muss man also sehen." Die Verträge von Neuer, Lewandowski und Müller laufen alle im Sommer 2023 aus. Mit Torhüter Neuer soll sich der Klub bereits weitgehend auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt haben, auch der polnische Starstürmer Lewandowski soll möglichst noch in dieser Saison verlängern.

Angesprochen auf eine Aussage von Ehrenpräsident Uli Hoeneß ("Derzeit kann ich mir die Jahre 2024 und 2025 ohne dieses Trio nicht vorstellen") antwortete Müller ausweichend: "Ich teile natürlich seine Meinung, dass wir als Trio schon lange erfolgreich zusammenspielen und die Mannschaft in den letzten Jahren auf jeden Fall geprägt haben. Der Rest wird sich zeigen." Der 32-Jährige ließ außerdem offen, ob er sich zum Ende seiner Spielerkarriere ein Abenteuer im Ausland vorstellen könnte: "Was mich am meisten reizt, sind sportliche Erfolge und Fußball auf höchstem Niveau." Müller ist seit 22 Jahren bei den Bayern und die größte Identifikationsfigur für die Fans. Dass das so erfolgreiche Sturm-Duo Müller/Lewandowski ab der kommenden Saison nicht mehr gemeinsam auf Torejagd geht, "wäre aber sicherlich überraschend", meinte Müller, "wenn man bedenkt, wie gut es für alle Beteiligten derzeit läuft." Im Fußball sei jedoch "alles möglich".

American Football, Washington: Das Washington Football Team um den Münchner David Bada wird ab der kommenden Saison als Washington Commanders in der nordamerikanischen NFL auflaufen. Dieser Name sei das Ergebnis eines 18-monatigen Prozesses, teilte der Klub am Mittwoch mit. Bereits zuvor hatte die Drohne eines TV-Senders den neuen Schriftzug am Stadion eingefangen. "Als Organisation freuen wir uns darauf, uns unter unserer neuen Identität zusammenzuschließen und gemeinsam Erfolge zu feiern", sagte Miteigentümer Dan Snyder in einer Mitteilung des Vereins. "Gleichzeitig zollen wir aber auch unseren lokalen Wurzeln und dem, was es bedeutet, die Hauptstadt der Nation zu repräsentieren, Tribut."

Bis 2020 trat die Organisation 87 Jahre lang als Washington Redskins an. Diese Bezeichnung war jedoch als rassistisch empfunden worden. Neben Commanders standen auch die Namenszusätze Admirals, Armada, Brigade, Sentinels, Defenders, Red Hogs und Presidents sowie der bisherige Titel Washington Football Team zur Auswahl. Die Playoffs hatte Washington in dieser Saison verpasst. Mit sieben Siegen aus 17 Spielen landete das Team auf dem dritten Rang in der NFC-East-Division.

Joshua Kimmich, Impfung: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach würde Bayerns Fußballer Joshua Kimmich sogar persönlich gegen das Coronavirus impfen. "Ich biete ihm an, dass ich ihn selbst impfe und über alle Risiken aufkläre", sagte Lauterbach der Zeitschrift Bunte. Kimmich hatte lange Bedenken geäußert. Nachdem er wegen Quarantäne und einer Corona-Infektion lange Zeit beim Rekordmeister ausgefallen war, rang er sich im Dezember dann doch zu einer Impfung durch. Das sei "großartig", sagte SPD-Politiker Lauterbach, "ich habe ihn nie verurteilt. Der Körper ist sein Kapital, da hatte er Ängste."

Fußball, Bundesliga: Trainer Steffen Baumgart ist an Covid-19 erkrankt und steht dem Bundesligisten 1. FC Köln daher am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg nicht zur Verfügung. Wie der FC am Mittwoch mitteilte, sei Baumgart am Morgen positiv getestet worden und habe sich unverzüglich in Quarantäne begeben. "Ich habe mich nicht so gut gefühlt und zu Hause direkt einen Schnelltest gemacht. Der ist positiv ausgefallen", sagte der 50-Jährige, der "vollständigen Impfschutz und bisher ansonsten keine Symptome" hat. Noch am Dienstag war Baumgart negativ getestet worden. Im Laufe des Mittwochs wird die Bestätigung durch den PCR-Test erwartet.

Sollte sich der Befund bestätigen, wird Andre Pawlak den Cheftrainer vertreten. "Jeder weiß, wie sehr ich mich auf jedes Spiel freue. Deshalb ist es sehr schade, dass ich das Spiel gegen Freiburg verpasse", sagte Baumgart. "Aber unsere Mannschaft ist bei Andre und meinem Trainerteam in besten Händen."

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