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FC Bayern:Im September spielen die Bayern bereits um zwei Titel

Fraglich ist vor allem, wie die Mannschaft nach dem 5. Oktober aussehen wird, wenn das Transferfenster schließt (vgl. Wechselgerüchte um Thiago). Über eine optimale Größe des Kaders hat Goretzka sich noch keine Gedanken gemacht. "Wir haben auch einen Top-Kader zusammen", sagte er, "ich glaube aber schon, dass man mal mindestens jede Position doppelt besetzt haben sollte."

Goretzka deutete zudem an, dass der volle Terminplan auch Folgen für die Münchner Spielweise haben könnte. "Worüber man mit Sicherheit auch nachdenken kann - Schrägstrich - muss, ist, ob wir unsere Spielweise ein Stück weit ändern müssen", sagte Goretzka. Das in den vergangenen Monaten praktizierte Pressing in einer Saison mit derart vielen Spielen anzuwenden, werde schwierig bis anstrengend. Es brauche "eine Schublade in unserem Repertoire mehr, um auf solche Situationen reagieren zu können". Dies werde ein Thema im Training sein und sei es auch schon gewesen.

Pizarro wird Botschafter

Fußball-Profi Claudio Pizarro wird nach seinem Karriereende Botschafter des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Neben dem 41 Jahre alten Peruaner sind bereits Giovane Elber, Lothar Matthäus und Bixente Lizarazu in dieser Rolle für den Triple-Gewinner tätig. "Es ist ein Traum, wieder in München zu sein. Der FC Bayern wird immer als eine Familie bezeichnet, und genau so fühlt es sich an", sagte Pizarro, der im Sommer seine Karriere bei Werder Bremen beendet hatte. "Eine Legende kehrt zurück", schrieben die Bayern in den Sozialen Medien. Für die Münchner stürmte Pizarro insgesamt neun Jahre, in 327 Einsätzen erzielte er 125 Tore und gehörte unter anderem zum Triple-Team 2013. sid

Darüber hinaus wird interessant sein zu sehen, wie es den Spielern des FC Bayern gelingt, sich nicht mal einen Monat nach einem der größten Erfolge ihrer Karriere für die neue Saison zu motivieren. Goretzka hatte da jedoch eine durchaus schlechte Nachricht für die Konkurrenz mitgebracht: "Wir sind weiter total hungrig", sagte er, "das merkt man jetzt auch in der Trainingswoche, da wird kein Prozent weniger gemacht. Ich glaube, das ist auch der Schlüssel, wie man dann zu weiteren Titeln kommen kann."

Um die ersten Titel spielen die Bayern schon in diesem Monat: erst im europäischen Supercup gegen Sevilla, dann im deutschen Supercup gegen Dortmund.

© SZ vom 16.09.2020
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