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FC Bayern gewinnt in Bremen:Münchner Doppelschlag innerhalb 60 Sekunden

Eine Minute genügt den Bayern für den Erfolg in Bremen: Erst in der Schlussphase gelingt es dem Team von Jupp Heynckes, die Bremer Abwehr zu überwinden. Der Nordklub kämpfte lange tapfer mit, kann gegen die späten Tore von Gustavo und Mandzukic aber nichts mehr ausrichten.

Werder Bremen -  Bayern München

Tiefschlag Nummer zwei für Werder Bremen: Mario Mandzukic jubelt über seinen Treffer.

(Foto: dpa)

Dem FC Bayern fehlt nur noch ein Sieg, um den eigenen Startrekord aus der Spielzeit 1995/96 einzustellen. Der souveräne Spitzenreiter gewann am Samstag im 93. Nord-Süd-Klassiker bei Werder Bremen trotz einiger Probleme 2:0 (0:0) und festigte damit seine Tabellenführung. Beim sechsten Sieg im sechsten Punktspiel schoss Luiz Gustavo vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion das erlösende Tor für die Münchener in der 81. Minute, ehe Mario Mandzukic (83.) mit seinem sechsten Saisontor erhöhte.

Die Bayern hatten deutlich mehr Probleme als zuletzt gegen Wolfsburg. Die Bremer stellten sich nicht hinten rein und warteten auf Konter, sondern versuchten die Bayern zu beschäftigen - und das lange Zeit mit Erfolg. Mit eigenen Offensiv-Aktionen und schnellem Passspiel gelang das in der frühen Phase des Spiels am besten. Das sah teilweise gut aus, wirklich gefährlich in den Strafraum kamen die Bremer dabei aber nur selten. Eine der besseren Möglichkeiten vergab Marko Arnautovic (70.).

Die meiste Mühe hatten die Münchener auf der rechten Seite. Werders Linksaußen Eljero Elia narrte Philipp Lahm einige Male. Der Nationalspieler sah dabei nicht gut aus, seine Mitspieler im Zentrum klärten allerdings. Mit Thomas Müller für den angeschlagenen Arjen Robben in der Startelf hatten die Gäste trotz der Bremer Bemühungen deutlich mehr Ballbesitz. Hochkarätige Torchancen blieben bis zu den Treffern aber selten.

FC Bayern in der Einzelkritik

Liebesschwüre für Pizarro

Die erste richtig gute Möglichkeit gab es erst zwei Minuten vor der Halbzeit, als Claudio Pizarros Kopfball knapp über das Tor strich. Dass die Bayern nicht mehr Gefahr entwickeln konnten, lag auch an der Schwäche im Spielaufbau. Gegen die zweikampfstarken und hartnäckigen Bremer konnte sich Toni Kroos fast nie durchsetzen, und auch der nachrückende Bastian Schweinsteiger entwickelte wenig Effektivität.

Mit dem eingewechselten Xherdan Shaqiri wurde es in der letzten halben Stunde besser. Erst nach dem Tor von Gustavo, der eine Müller-Vorlage überlegt einschoss, hatten die Bayern mehr Platz. Nach einem Konter über Shaqiri nutzte der eingewechselte Mandzukic freistehend seine erste Chance.

Die meiste Gefahr war bis dahin von Franck Ribéry ausgegangen. Der Franzose zeigte ein paar schöne Dribblings gegen Werders Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie und knallte den Ball vier Minuten nach dem Wechsel gegen den Pfosten.