FC Bayern gegen Darmstadt 98 Bayern zeigt wenig Erbarmen

Eine erste Gelegenheit ergab sich, als Coman und Vidal den Weg in den Sechzehner fanden, wo der Chilene knapp vorbeischoss (10.). Vidal war ja auch noch nie in Darmstadt, weshalb er sich beim Publikum gleich noch einmal vorstellte: Einen Querpass von Costa stoppte er zentral vor dem Strafraum mit Links, dann folgte ein Hieb mit Rechts, der sich vom Pfosten ins Tor hineinquirlte (20.). Darmstädter waren bei der Szene auch anwesend - sie standen nur leider alle bei Costa und schauten zu. Die Münchner Führung kam so überraschend wie der Bieranstich auf der Wiesn: Sie war ob der Dominanz der Bayern nur eine Frage der Zeit gewesen.

Das 0:1 besiegelte dann auch das Ende einer Darmstädter Serie: Bis zu diesem Zeitpunkt waren die "Lilien" das einzige Bundesligateam gewesen, das in dieser Saison noch keinen Rückstand erlebt hatte. Dass die Partie trotzdem interessant anzuschauen blieb, lag daran, dass die Darmstädter die von 98-Coach Dirk Schuster ausgerufene "Kampfzone" auf dem Feld durchaus erfolgreich installierten.

FC Bayern in der Einzelkritik

Vergnügt im Hopserlauf

Weil ihnen bei ihren seltenen Ballgewinnen nur wenig Zeit blieb, ging es rasant nach vorne. Zwei Konterchancen waren das Resultat dieser Taktik - einmal prüfte Dominik Stroh-Engel Bayern-Torwart Manuel Neuer mit einem Dropkick (24.), danach knallte Marcel Heller einen Volleyschuss ans Außennetz (32.).

Recht viel mehr brachte der Aufsteiger in dieser einseitigen Begegnung aber nicht zustande. Die Bayern zelebrierten nach dem Wechsel ihren Einschnürfußball, sie hatten wenig Erbarmen. Über rechts flitzte plötzlich Rode los, seine Hereingabe erreichte Coman - und der Franzose schloss mit seinem ersten Bundesligator zum 2:0 ab (62.). Nur eine Minute später nutzte erneut Rode ein Riesenloch in der 98-Defensive zu einem weiten Lauf. Erst traf er den Pfosten, im Nachschuss erzielte er schließlich das 3:0 - ausgerechnet Rode, der im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufwuchs, entschied die Sache.

Pep Guardiola hatte sich derweil von seinem Platz erhoben, er kommandierte noch Javi Martinez auf den Platz und verhalf dem Spanier zu einem weiteren Comeback nach seinen zahlreichen Verletzungen. Auch Müller und Alonso durften am Ende an diesem entspannten Kick teilnehmen, ihre Einwechslungen hatten vor allem einen Effekt: Sie werden ihren Enkeln eines Tages Großes erzählen können von diesem Stadion, in dem sie durch ein Kieselbett wieder Richtung Kabine stapften.


Quelle: Opta Sportdaten

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