FC Bayern Franck Ribéry unterschreibt bis 2017

Bayern-Profi unterzeichnet einen langfristigen Kontrakt. Roque Santa Cruz erbittet sich Bedenkzeit vor einem möglichen Wechsel zum HSV. Regen stört das erste freie Formel-1-Training in Silverstone. Springreiter Andreas Kreuzer stürzt beim CHIO in Aachen schwer.

FC Bayern, Franck Ribéry: Jetzt ist es auch schriftlich fixiert: Franck Ribéry bleibt Triple-Sieger Bayern München bis zum 30. Juni 2017 und damit wohl bis zu seinem Karriereende erhalten. Der 30 Jahre alte Franzose unterschrieb am Freitag seinen neuen langfristigen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister, nachdem er sich bereits vor drei Wochen mit den Bayern auf eine Verlängerung geeinigt hatte. "Ich bin sehr glücklich. Ich habe immer gesagt, ich fühle mich beim FC Bayern heimisch. Ich habe ein gutes Gefühl für mich und meine Familie und hoffe, es geht so weiter wie im letzten Jahr", sagte Ribéry nach seiner Unterschrift, die er im Beisein von Finanz-Vorstand Jan-Christian Dreesen zwischen den beiden Trainingseinheiten am Freitag an der Säbener Straße leistete. Ribéry ist bereits seit 2007 beim FC Bayern.

Bundesliga, HSV: Roque Santa Cruz hat noch keine Entscheidung über einen Wechsel zum Fußball-Bundesligisten Hamburger SV getroffen. "Er braucht noch ein bisschen Bedenkzeit", sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer der Bild-Zeitung. Zunächst möchte der ablösefreie Paraguayer ein Gespräch mit HSV-Trainer Thorsten Fink führen, heißt es. Santa Cruz war zuletzt an den FC Malaga ausgeliehen. Die Spanier würden ihn gern behalten, auch der englische Premier-League-Verein Stoke City buhlt um ihn. Dagegen wird am Montag Abwehrspieler Johan Djourou in Hamburg erwartet. Der Schweizer mit ivorischen Wurzeln absolviert in der Hansestadt den Gesundheitscheck, bevor er seinen Vertrag unterschreibt. Djourou wird für rund 750 000 Euro für ein Jahr ausgeliehen. Danach hat der HSV eine Kaufoption.

Bundesliga, Werder Bremen: Die zuletzt suspendierten Eljero Elia und Marko Arnautovic sollen beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen eine neue Chance bekommen. "Wir wünschen uns alle, dass sie ihre Qualität abrufen", sagte Werder-Kapitän Clemens Fritz am Freitag in Bremen: "Es geht bei null los." Er habe sich während des Urlaubs mit ihnen getroffen. "Beide müssen einsehen, dass sie Fehler gemacht haben - und danach sieht es aus", erklärte Fritz. Elia und Arnautovic durften nach einer nächtlichen Autobahnfahrt in der Schlussphase der abgelaufenen Saison nicht spielen und nicht mit der Mannschaft trainieren. Die beiden Profis sollen auch auf Wunsch des neuen Trainers Robin Dutt eine neue Bewährungsprobe erhalten.

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Fußball in Frankreich: Der französische Erstliga-Aufsteiger AS Monaco startet die kommende Saison mit zwei Minuspunkten. Der Ligaverband LFP verhängte wegen Ausschreitungen am vorletzten Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison zudem ein Geisterspiel gegen die Monegassen. Monaco-Fans hatten am 17. Mai nach Schlusspfiff des Heimspiels gegen Le Mans bengalische Feuer gezündet und den Platz gestürmt, ein Anhänger griff zudem den Schiedsrichter an. Die vom russischen Milliardär Dimitri Rybolowlew finanzierten Monegassen um den deutschen Kapitän Andreas Wolf haben bislang in der Sommerpause rund 130 Millionen Euro allein an Ablösesummen investiert. Unter anderem mit Stürmerstar Radamel Falcao will Monaco auch den Meister Paris St. Germain angreifen.

Formel 1: Im Regen von Silverstone haben die Formel-1-Teams im ersten Freitagstraining weitgehend die Arbeit verweigert. Bis kurz vor Ende der 90-minütigen Übungseinheit fuhr keiner der 22 Piloten eine gezeitete Runde auf der pitschnassen Traditionsstrecke. Erst in der Schlussphase kam zur Freude der tausenden Zuschauer doch noch etwas Leben auf den Asphalt. Die Bestzeit gelang Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo. Der Australier benötigte für den 5,891 Kilometer langen Kurs 1:54,249 Minuten. Zweiter wurde der Rheinländer Nico Hülkenberg im Sauber mit 0,784 Sekunden Rückstand. Auf Rang drei fuhr Pastor Maldonado aus Venezuela im Williams vor dem britischen Mercedes-Piloten Lewis Hamilton. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel setzte ebenso keine Zeit wie seine Landsleute Nico Rosberg und Adrian Sutil. Vor dem achten Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) führt Titelverteidiger Vettel die WM mit 36 Punkten Vorsprung auf Ferrari-Fahrer Fernando Alonso an. Für das Wochenende wird beim Großen Preis von Großbritannien wieder besseres Wetter erwartet.

Reitsport: Springreiter Andreas Kreuzer ist beim CHIO in Aachen im Preis von Nordrhein-Westfalen schwer gestürzt. Sein Wallach Balounito war am Freitag am Aussprung einer zweifachen Kombination ins Straucheln geraten. Kreuzer fiel kopfüber auf den Boden. Der 22-Jährige aus Sendenhorst wurde sofort ärztlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gefahren. Das Pferd blieb dem ersten Anschein nach unversehrt. Die Prüfung wurde zwischenzeitlich unterbrochen. Nach Angaben der Ärzte im Parcours war Kreuzer bei Bewusstsein und ansprechbar. Er sei nicht lebensbedrohlich verletzt, hieß es weiter. "Er kann alles bewegen. Seine Erinnerung an den Sturz ist weg. Er wird jetzt zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht", sagte Bundestrainer Otto Becker. Kreuzer ist Bereiter auf Beckers Hof in Sendenhorst. "Ich verstehe nicht, warum er den Sprung noch gemacht hat. Vielleicht war das ein Stück weit falscher Ehrgeiz", meinte Becker. Ursprünglich sei sogar ein Hubschrauber bestellt worden. "Wir haben schon das Schlimmste befürchtet."

Ludger Beerbaum gewann dann den Preis von Nordrhein-Westfalen beim CHIO in Aachen gewonnen. Der Springreiter aus Riesenbeck setzte sich im Stechen der mit 130.000 Euro dotierten Prüfung auf Chaman durch. Der viermalige Olympiasieger blieb fehlerfrei und war in 38,12 Sekunden der Schnellste. Zweite wurde die US-Amerikanerin Laura Kraut auf Cedric (0 Strafpunkte/39,77 Sekunden) vor Marcus Ehning aus Borken mit Plot Blue (0/40,45). 18 Reiter hatten das Stechen erreicht. Für Beerbaum war es der dritte Sieg in dem Springen nach 1995 und 2002.

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter übernahmen nach der Dressur die Führung in der Teamwertung. Nach der ersten Teildisziplin am Freitag lagen Doppel-Olympiasieger Michael Jung (Horb) mit Halunke, Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Hop and Skip, Andreas Dibowski (Döhle) mit Butts Leon und Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo mit 109,4 Strafpunkten klar vor Australien (120,20) und Schweden (123,60). "Unser Konzept ist voll aufgegangen", stellte Bundestrainer Hans Melzer zufrieden fest. "Alle haben ihre Leistung gebracht." Mannschafts-Olympiasiegerin Auffarth ging mit 31,80 Strafpunkten auch im Einzelklassement in Front. Hinter dem Australier Andrew Hoy auf Cheeky Calimbo (32,60) rangierte der nur im Einzel startende Andreas Ostholt (Warendorf) auf So is et (33,80) an dritter Stelle. Ingrid Klimke (Münster) auf Tabasco (34,80) und Jung mit seinem Top-Pferd Sam (36,40) belegten vorerst die Plätze vier und sechs. Noch am Freitagabend stand das Springen auf dem Programm. Den Abschluss der Drei-Sterne-Kurzprüfung bildet am Samstag der Geländeritt.