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Bundesliga:Bayern marschiert und zaubert

FC Bayern München - Fortuna Düsseldorf

Feierten so einige Tore: Die Bayern-Spieler

(Foto: dpa)

Der FC Bayern lässt nicht nach: Gegen Fortuna Düsseldorf treffen die Münchner fünf Mal - und das äußerst sehenswert.

Bayern München eilt weiter unbeirrt der 30. deutschen Fußball-Meisterschaft entgegen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick spielte sich bei ihrer 5:0 (3:0)-Gala gegen ein bedauernswertes Fortuna Düsseldorf phasenweise in einen Rausch und gewann auch das vierte Spiel seit dem Liga-Restart. Damit trennen den Rekordmeister nur noch höchstens drei Erfolge aus fünf Partien vom nächsten Titel. Ein Eigentor von Mathias Jörgensen (15.), Benjamin Pavard (29.), Toptorjäger Robert Lewandowski (43., 50.) und Alphonso Davies (52.) ebneten den gierigen Bayern den Weg. Lewandowski beseitigte mit seinen Saisontreffern Nummer 28 und 29 einen kleinen Makel: Er hat jetzt gegen alle 18 aktuellen Bundesligisten getroffen. Gegen Düsseldorf benötigte er dafür ungewöhnlich lange 423 Ligaminuten Anlauf. Mit 86 Toren nach 29 Runden stellten die Bayern einen Ligarekord auf. Die eigene Bestmarke von 101 Treffern (1971/72) scheint möglich. Düsseldorf kassierte im letzten Pflichtspiel unter Sportvorstand Lutz Pfannenstiel nach sechs Begegnungen ohne Niederlage und wie zuvor in Dortmund die höchste Saisonpleite. Die Fortuna gerät auf Relegationsplatz 16 immer stärker unter Druck.

"Wir wollen die Bayern anlaufen, mutig sein", hatte Gäste-Coach Uwe Rösler vor der Begegnung bei Sky gesagt. Doch seine Mannschaft verteidigte nur zu Beginn geschickt, viel Risiko ging sie nie ein. Stattdessen versuchte sie die Münchner in einen Abnutzungskampf zu zwingen. Rösler, dem Abwehrchef Kaan Ayhan wegen muskulärer Probleme fehlte, hatte auch deshalb fünf Wechsel vorgenommen. Seine Elf werde "unheimlich viel laufen" müssen, prophezeite er. Das stimmte - Düsseldorf lief gegen gewohnt dominante Bayern aber fast durchweg hinterher. Zur Führung verhalf dem Rekordmeister zwar noch etwas Fortune, als Jörgensen den Ball nach einem harmlosen Schuss von Pavard mit der linken Hand ins eigene Tor lenkte. Doch schon Pavards Kopfball-Aufsetzer nach einer Ecke von Joshua Kimmich brachte die Vorentscheidung; Gegenspieler Niko Gießelmann griff nicht beherzt genug ein.

Die Bayern-Abwehr um Lucas Hernandez, der für den zuletzt leicht angeschlagenen Jerome Boateng erstmals seit dem Restart von Beginn an ran durfte und überzeugte, wurde nur sehr selten gefordert. Dass der französische Weltmeister zur Pause vom Platz musste, war der einzige echte Wermutstropfen im Münchner Siegerkelch.

Wie sehr die Bayern den anderen Klubs aktuell überlegen sind, zeigte exemplarisch das 3:0. Düsseldorfs neuformierte Viererkette kam beim schnellen Angriff über Joshua Kimmich und Müller schlicht nicht hinterher, Lewandowski musste aus sechs Metern nur noch einschieben. Seinen zweiten Treffer erzielte der Pole nach einem nicht minder sehenswerten Vorstoß traumhaft per Hacke.

© SZ.de/sid/dpa/sonn
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