FC Bayern: Einzelkritik:Einfach abgetaucht

Butt hält herausragend, aber ein anderer Münchner hat einen noch größeren Anteil am Remis gegen Bremen. Kroos bewirbt sich für die Startelf. Klose irritiert Schweinsteiger. Die Bayern in der Einzelkritik.

Michael Neudecker, Fröttmaning

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FC Bayern München - Werder Bremen

Quelle: dpa

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Jörg Butt: Zusammen mit seinem Gegenüber Tim Wiese schuld daran, dass die Null stand. Rettete öfter, einmal (5.) sogar mit Hilfe des Innenpfostens und der Latte. In der 32. Minute bravouröser Hechtsprung nach Marin-Schuss. Wichtigster Münchner an diesem Abend.

FC Bayern Muenchen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

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Philipp Lahm: Nationalspieler, Führungsspieler, deshalb Dauerspieler. Trainer van Gaal hatte am Freitag noch davon gesprochen, Thomas Müller sei müde, aber er hätte eher Philipp Lahm nennen sollen. Allerdings: Ein müder Lahm ist immer noch ein sehr, sehr solider Bundesligaverteidiger. Unauffällig, aber fehlerlos.

Werder Bremen's Marin is tackled by Bayern Munich's van Buyten during their German first division Bundesliga soccer match in Munich

Quelle: REUTERS

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Daniel van Buyten: Auch Nationalspieler, auch ein bisschen Führungsspieler, aber Belgier und deshalb ohne WM in den Beinen. Wirkte nicht müde, aber auch nicht immer hellwach. Wurde in der 73. Minute für Martin Demichelis ausgewechselt.

FC Bayern Muenchen v SV Werder Bremen - Bundesliga

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Holger Badstuber: Neuer Lieblings-Innenverteidiger von van Gaal, rechtfertigte diesen Status nur teilweise. Wie immer kluges Stellungsspiel, sah aber nicht schön aus, als er von Arnautovic in der 64. Minute mühelos ausgespielt wurde. Gut, dass da noch Butt im Tor stand.

FC Bayern München - Werder Bremen

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Diego Contento: Neben Olic einer von nur zwei Spielern der Startelf, die in der kompletten Vorbereitung dabei waren. Ist mangels Alternativen auf links hinten vorerst gesetzt. Spielte, nun: war dabei.

Bremen's Hunt is tackled by Bayern's van Bommel during their German first division Bundesliga soccer match in Munich

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Mark van Bommel: Neuerdings auch Kapitän der holländischen Nationalelf. Wie immer lautstarker Dirigent, der durch Flip-Pässe auffiel. Hielt den Laden weitgehend zusammen, mit zunehmender Spielzeit aber schwand seine Präsenz.

FC Bayern Muenchen v SV Werder Bremen - Bundesliga

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Bastian Schweinsteiger: Fiel erstmals in der dritten Minute auf: Nach einem verunglückten Rückgabe-Versuch auf Butt kam Arnautovic frei zum Schuss. War sein bester Pass im gesamten Spiel. Kann mehr, deutlich mehr, nach langer Zeit mal wieder ein schwaches Spiel. Müde? Möglicherweise.

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Thomas Müller: Müde? Pah! Wo Müller ist, ist Action. Zumindest in der ersten Halbzeit war das so. Hatte Bayerns beste Chance der ersten 45 Minuten, als er in der elften Minute nach schöner Kombination zwischen Badstuber und van Bommel frei zum Kopfball kam, das Tor aber verpasste. Tauchte in der zweiten Halbzeit zunehmend ab, konnte die Null am Ende nicht verhindern.

FC Bayern München - Werder Bremen

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Franck Ribéry: Neue Frisur (militante Kurzhaarrasur), neue Schuhe (neongelb), neuer Elan. Hatte einige typische Ribéry-Szenen, zum Beispiel in der 63. Minute, als er im Strafraum mehrere Bremer umdribbelte, dann aber an Wiese scheiterte. Ständiger Unruheherd, letztlich aber ohne entscheidende Wirkung.

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Quelle: AFP

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Miroslav Klose: Überall, aber doch nirgendwo. Sollte das Loch zwischen Sturm und defensivem Mittelfeld füllen, stand aber manchmal sogar hinter van Bommel und Schweinsteiger, die dies irritiert zur Kenntnis nahmen. Verschwand irgendwann auf unerklärliche Weise im Mittelfeldloch, wurde erst wieder gefunden, als er zur Halbzeitpause im Trainingsanzug aus der Kabine kam und auf der Bank Platz nahm.

Bayern Munich's Olic is challenged by Werder Bremen's Proedl during German Bundesliga soccer match in Munich

Quelle: REUTERS

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Ivica Olic: Lieblingsstürmer von van Gaal, deshalb erwartungsgemäß statt Klose alleiniges Angriffszentrum. Bereitete in der 24. Minute per elegantem Hackenpass eine Großchance von Ribéry vor. Rannte, rannte, rannte, wurde deshalb in der 78. Minute gegen den mutmaßlich wachen Mario Gomez ausgewechselt.

FC Bayern Muenchen v SV Werder Bremen - Bundesliga

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Toni Kroos: Füllte das von Klose hinterlassene Mittelfeldloch, was er als geborener Zehner natürlich besser kann als der geborene Stürmer. War aber auch vor dem Tor präsent: Hatte in der 53. und 54. Minute zwei Großchancen, als er zunächst frei nach einer Ribéry-Flanke das Tor verpasste und sich dann nach wunderbarem Haken selbst freispielte, aber aus 18 Metern an Wiese scheiterte. Gelungener Bewerbungsauftritt für die Startelf, allein: Darf ruhig auch mal ins Tor treffen.

Martin Demichelis: Ersetzte van Buyten. Keine nennenswerte Aktion, was für einen Innenverteidiger keine Kritik sein muss.

Mario Gomez: Kam in der 78. Minute für Olic, setzte sich gleich im Strafraum gegen Silvestre durch, hob den Ball aber dann freistehend kläglich über das Tor - sein Beitrag zur Null.

FC Bayern München - Werder Bremen

Quelle: dpa

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Franz Beckenbauer: Bekam vor dem Spiel Blumen, anlässlich 65-jähriger Regentschaft als Kaiser, als welcher er ja schon geboren wurde. Grüßte souverän ins Volk. An seinem Geburtstag verlor Bayern noch nie, war deshalb natürlich in Wahrheit noch wichtiger an diesem Abend als Butt. Schuldlos.

© sueddeutsche.de/aum
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