FC-Bayern-Chef Rummenigge Lieber Mandzukic halten als Draxler holen

Julian Draxler

(Foto: REUTERS)

Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern gibt Einblicke in die Zukunftspläne, Skiflug-Weltmeister Severin Freund belegt beim letzten Weltcupspringen der Saison den zweiten Platz, Fußballer Sebastian Kehl wird seine Karriere 2015 bei Borussia Dortmund beenden.

Bundesliga, FC Bayern: Der FC Bayern München will sich nicht um eine Verpflichtung des Schalker Nationalspielers Julian Draxler nach Ende der Saison bemühen. Dies bestätigte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge der Welt am Sonntag. "Ich kann ausschließen, dass wir Julian Draxler im Sommer verpflichten werden", betonte Rummenigge. Draxler gilt als eines der größten deutschen Fußballtalente und ist auch international begehrt. Über eine Ausstiegsklausel kann er Schalke im Sommer verlassen. Der FC Bayern versucht laut Rummenigge vielmehr, seine Leistungsträger zu binden. Zuletzt wurde der Vertrag von Arjen Robben bis 2017 verlängert, und der Vorstandschef ist guter Dinge, dass auch Mario Mandzukic trotz des Kaufs von Robert Lewandowski dem Verein erhalten bleibt: "Mir ist bekannt, dass viele Clubs Interesse an ihm haben. Aber ich glaube, dass er über das Saisonende hinaus bleibt."

Skispringen, Weltcupfinale: Severin Freund hat beim letzten Skisprung-Weltcup der Saison in Planica den zweiten Platz belegt. Der Skiflug-Weltmeister segelte am Sonntag auf 136 und 141 Meter. Den Sieg sicherte sich der Slowene Peter Prevc, der im Finale mit 142 Metern einen Schanzenrekord aufstellte und sich an Freund vorbei auf Rang zwei der Gesamtwertung schob. Dritter wurde der Norweger Anders Bardal. Die anderen deutschen Springer konnten sich nicht im Vorderfeld platzieren. Richard Freitag wurde 21., Markus Eisenbichler 22. und Andreas Wellinger 28. Oldie Michael Neumayer sowie die Team-Olympiasieger Marinus Kraus und Andreas Wank schieden aus.

Bundesliga, Sebastian Kehl: Fußballprofi Sebastian Kehl wird seine lange Karriere im kommenden Jahr beim Bundesligisten Borussia Dortmund beenden. Das erklärte der 34-Jährige anlässlich seiner Vertragsverlängerung mit dem BVB bis zum 30. Juni 2015. Dann wird er auf 13 Jahre im BVB-Trikot zurückblicken können. "Borussia Dortmund, unser wunderbares Team, die Fans und die Stadt Dortmund sind seit vielen Jahren meine Heimat. Deswegen habe ich mich entschlossen, diese Verbindung fortzuführen! In mir ist jedoch die Entscheidung gereift, meine aktive Karriere 2015 zu beenden", sagte er.

Tennis in Miami: Benjamin Becker hat beim ATP-Masters-Turnier in Miami die dritte Runde erreicht. Der Orscholzer bezwang den Amerikaner Ryan Harrison 7:5, 3:6, 7:6 (7:2) und trifft nun auf Aljaz Bedene aus Slowenien. In der Qualifikation zu den Australian Open war Becker noch an Harrison gescheitert. Nicht mehr dabei ist dagegen Florian Mayer. Der Davis-Cup-Spieler musste wegen einer Leistenverletzung auf die Drittrunden-Partie gegen den von Boris Becker trainierten Serben Novak Djokovic verzichten. Mayer hatte schon vor zwei Wochen in Indian Wells sein Match gegen den Finnen Jarkko Nieminen im zweiten Satz aufgeben müssen. Tommy Haas hatte kurzfristig auf seine Turnier-Teilnahme verzichtet. Der 35 Jahre alte Wahl-Amerikaner laboriert offenbar erneut an Schulterproblemen. Den Platz des Routiniers im offiziellen Tableau nimmt ein noch nicht ermittelter "Lucky loser" ein.

Die Wege der beiden besten deutschen Spielerinnen haben sich in Miami getrennt. Während Angelique Kerber (Kiel) mit dem 6:0, 6:2 gegen die Bulgarin Swetana Pironkowa in nur 67 Minuten das Achtelfinale erreichte, sagte Sabine Lisicki (Berlin) ihr Drittrunden-Match gegen die Belgierin Kirsten Flipkens wegen einer Erkältung ab. Kerber, in Miami an Nummer fünf gesetzt, trifft in der Runde der letzten 16 auf die Russin Jekaterina Makarowa.

Bundesliga, Hertha BSC: Manager Michael Preetz hat bekräftigt, dass ein Abschied des Stürmers Adrian Ramos von Hertha BSC noch nicht perfekt sei. "Die Situation ist bekannt: Adrian hat Vertrag bis 2015, wir würden gerne verlängern. Das ist noch nicht passiert, genauso wie es noch keinen Wechsel gibt", sagte Preetz am Samstag dem TV-Sender Sky. Der Berliner Fußball-Hauptstadtclub versuche alles, seinen Toptorjäger zu halten, versicherte der Hertha-Manager. Ramos gilt seit Wochen bei Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund als heißer Nachfolge-Kandidat für Angreifer Robert Lewandowski, der im Sommer zum FC Bayern München wechselt.

Basketball, BBL: Brose Baskets Bamberg hat sich in der Basketball-Bundesliga für die Pleite in der Vorwoche bei Alba Berlin rehabilitiert. Gegen die MHP Riesen Ludwigsburg kamen die Franken am 27. Spieltag zu einem nie gefährdeten 96:65 (59:25) und schraubten ihr Konto auf 42:8 Punkte. Tabellenführer Bayern München (44:8) ist erst am Sonntag gegen die Würzburg an der Reihe. Bamberg verwandelte von der Dreipunktelinie überragende elf seiner 18 Versuche. Matchwinner für das Team von Chris Flemming war Rakim Sanders mit 22 Punkten. Der Tabellendritte Alba Berlin wendete beim Elften Eisbären Bremerhaven eine peinliche Niederlage erst in den letzten drei Minuten ab, indem die Mannschaft von Sasa Obradovic ein 55:59 noch in ein 62:59 (32:32) umwandelte. Alba agierte besonders bei den Würfen von draußen desolat und brachte keinen einzigen seiner 15 Dreierversuche im Korb unter. Auf Tuchfühlung zu den Berlinern (38:14 Punkte) blieben die EWE Baskets Oldenburg durch das 82:76 (46:35) beim abstiegsbedrohten Aufsteiger Rasta Vechta. Der Vizemeister hat nun 38:16 Punkte. Die Artland Dragons hielten nach dem souveränen 88:68 (45:35) gegen Phoenix Hagen mit 34:20 Punkten mit 34:20 Zähler Kurs auf einen Play-off-Platz. Die Telekom Baskets Bonn feierten bei medi Bayreuth einen dramatischen 106:98 (47:38)-Sieg nach zweifacher Verlängerung und blieben an den punktgleichen Dragons dran. Schlusslicht Walter Tigers Tübingen schöpft nach dem 74:67 (33:34) über TBB Trier wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Mit nunmehr 10:42 Punkten ist das rettende Ufer aber immer noch vier Zähler entfernt.

Handball, EHF-Pokal: Die Berliner Handball-Füchse haben den Traum vom Finalturnier im EHF-Pokal wahr gemacht. Der Hauptstadtclub erkämpfte am Samstag bei Chambéry Savoie beim 25:25 (12:10) einen Punkt, der einen Spieltag vor Schluss der Gruppenphase für den direkten Einzug ins Final Four am 17. und 18. Mai in der eigenen Halle reicht. In einer am Ende dramatischen Partie verwandelte der erfolgreichste Füchse-Werfer Frederik Petersen drei Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter zum Remis. Neben Petersen, der sechsmal traf, war Kapitän Iker Romero mit fünf Treffern erfolgreichster Füchse-Werfer. Kommenden Sonntag empfangen die Füchse als Gruppenerster im letzten Spiel das Schlusslicht Hlohovec.

Für TSV Hannover-Burgdorf ist der EHF-Pokal nach der Vorrunde hingegen beendet. Nach der 28:32 (15:15)-Niederlage bei Lugi HF Lund (Schweden) hat das Team von Trainer Christopher Nordmeyer keine Chance mehr, ins Viertelfinale einzuziehen. Nach einem 4:8- und 6:10-Rückstand kämpften sich die TSVer zwar bis zur Pause wieder heran und glichen nach 30 Minuten zum 15:15 aus. Nach dem Wechsel setzten sich die Schweden, die bereits das Hinspiel mit demselben Ergebnis in Hannover gewonnen hatten, aber langsam ab und gingen mit 27:23 in Führung.

Handball, Champions League: Die Rhein-Neckar Löwen können weiter auf den Einzug ins Viertelfinale der Handball-Champions-League hoffen. Nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand hielt der Bundesligist am Samstag im Achtelfinal-Hinspiel bei KS Vive Kielce die Niederlage dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 28:32 (13:17) noch in Grenzen. Damit bleibt dem EHF-Pokalsieger im Rückspiel gegen den polnischen Meister am 31. März in Mannheim die Chance auf das Weiterkommen. Bester Werfer in der Hala Legionów war Kielces Krzysztof Lijewski mit neun Treffern, bei den Löwen traf Nationalspieler Patrick Groetzki mit sieben Toren am häufigsten.

Die Handballer des HSV Hamburg haben zumindest einen kleinen Schritt in Richtung Viertelfinale der Champions League getan. Beim mazedonischen Meister Vardar Skopje erreichte der Titelverteidiger am Samstag im Achtelfinal-Hinspiel ein 28:28 (16:14) und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 30. März in der Hansestadt. Bester Werfer der Hamburger war Stefan Schröder (9). Pascal Hens sah nach einem Foul an Skopjes erfolgreichstem Torschützen Timur Dibirow (9/2) die Rote Karte.