FC BayernFans gegen Hospitanz von Boateng: „Verpiss dich!“

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„Wer dem Täter Raum gibt, trägt seine Schuld mit“: Transparent mit Botschaft gegen Boateng beim Spiel gegen den BVB.
„Wer dem Täter Raum gibt, trägt seine Schuld mit“: Transparent mit Botschaft gegen Boateng beim Spiel gegen den BVB.
Sven Hoppe/dpa
  • Bayern-Fans protestieren mit Transparenten gegen eine Rückkehr von Jérôme Boateng als Trainer-Hospitant beim FC Bayern.
  • Sportvorstand Max Eberl betont, dass es um keine Anstellung geht, sondern nur um das Zuschauen bei Trainingseinheiten.
  • Boateng wurde 2024 wegen vorsätzlicher Körperverletzung an einer Ex-Freundin vom Landgericht München I schuldig gesprochen und verwarnt.
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Beim Sieg des FC Bayern gegen Dortmund protestieren die Münchner Fans gegen eine Rückkehr von Jérôme Boateng. Die Verantwortlichen betonen, dass es „um keine Anstellung“ gehe.

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Mit deutlichen Transparenten haben sich Fans des FC Bayern gegen eine Rückkehr des ehemaligen Fußballprofis Jérôme Boateng als Trainer-Hospitant ausgesprochen. Während des Bundesliga-Spitzenspiels gegen Borussia Dortmund (2:1) zeigten die Anhänger in der Südkurve drei Banner, auf denen zu lesen war: „Wer dem Täter Raum gibt, trägt seine Schuld mit – Boateng, verpiss dich!“, „Kein Platz für Charakterschweine in unserem Verein – Kein Platz mehr für Boateng!“ und „Keine Bühne für Täter. Verpiss dich Boateng!“Der 2014er-Weltmeister hatte jüngst seine aktive Karriere beendet und will künftig als Trainer arbeiten. Bayern-Coach Vincent Kompany stellte ihm zuletzt in Aussicht, dass er dabei als Hospitant oder Trainingsgast an der Säbener Straße vorbeikommen könne. „Wir würden das billigen“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem Dortmund-Spiel angesprochen auf die Idee mit Boateng.

„Es geht um keine Anstellung, nicht um eine feste Position beim FC Bayern“, stelle Eberl klar. „Es geht darum, bei Trainingseinheiten zuzuschauen und zu entscheiden, ob das in Zukunft für ihn ein Weg sein kann.“ Angesprochen auf die Proteste der Fans wollte Eberl sich „in der Tiefe gar nicht dazu äußern“.

Boateng, jahrelang einer der besten Abwehrspieler der Welt, wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister, bei den Bayern war er von 2011 bis 2021 aktiv und gewann in jener Zeit unter anderem zweimal die Champions League sowie neun Meistertitel. Seit vergangenen August war er vereinslos – im September erklärte der gebürtige Berliner im Alter von 37 Jahren sein Karriereende.

Die Bayern-Fans beziehen sich mit ihrem Protest augenscheinlich darauf, dass Boateng 2024 vom Landgericht München I wegen vorsätzlicher Körperverletzung an einer Ex-Freundin schuldig gesprochen und verwarnt worden war. Boateng bestreitet, jemals eine Frau geschlagen zu haben.

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Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Fußballer in einem Karibikurlaub seine Ex-Freundin angegriffen hat. Eine Geldstrafe muss er aber nur unter Vorbehalt zahlen.

Von Jana Stegemann, Ann-Marlen Hoolt

„Es ist ein komplizierter Fall. Ich glaube auch, dass jedem Menschen auch eine Resozialisierung zusteht“, sagte Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen angesprochen auf die Plakate im Stadion. „Es gab jetzt eine Vereinbarung, dass Jérôme einfach einige Trainings mit betrachtet und zuschaut und das ist es dann auch schon. Und dann werden wir weiter sehen.“

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