BasketballAlba Berlin gleicht in der Finalserie bei den Bayern aus

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„In der Max-Schmeling-Halle haben wir gezeigt, dass wir mit sehr viel Energie und Selbstbewusstsein spielen“: Berlins bester Werfer Jack Kayil (rechts), hier gegen Andreas Obst.
„In der Max-Schmeling-Halle haben wir gezeigt, dass wir mit sehr viel Energie und Selbstbewusstsein spielen“: Berlins bester Werfer Jack Kayil (rechts), hier gegen Andreas Obst.
Jenni Maul/Eibner/Imago

Der Herausforderer siegt im zweiten Finalspiel der BBL und nimmt dem Favoriten überraschend den Heimvorteil. Die Berliner haben Münchens Topscorer Andreas Obst diesmal deutlich besser im Griff.

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Herausforderer Alba Berlin hat das zweite Finalspiel der Basketball Bundesliga (BBL) gewonnen und dem Favoriten Bayern München überraschend den Heimvorteil abgenommen. Das Team aus der Hauptstadt drehte einen Pausenrückstand und gewann beim Meister der vergangenen zwei Spielzeiten 86:79 (40:45). Alba kann nun seinerseits mit Siegen in den Finalspielen drei (Mittwoch) und vier (Freitag) in eigener Halle seinen zwölften Meistertitel perfekt machen.

In Spiel eins am Freitag hatten sich die Münchner 102:94 durchgesetzt, Bayern-Trainer Svetislav Pesic sprach danach von einem „Festival des Basketballs“ und „einem der besten Spiele in der Bundesliga aller Zeiten“. Allerdings war der Serbe auch unzufrieden mit dem Umschalten auf Defensive bei seinem Team. Die Umstellung auf das Spiel gegen den Ball war auch am Sonntag nach der Pause das Problem, Alba um seinen besten Werfer Jack Kayil (16 Punkte) nutzte das aus und darf auf der Zielgeraden einer wettbewerbsübergreifend schwierigen Saison von der Krönung träumen.

Pesic, 76, muss nun um einen Meilenstein bangen

„In der Max-Schmeling-Halle haben wir gezeigt, dass wir mit sehr viel Energie und Selbstbewusstsein spielen“, blickte der erst 20 Jahre alte Kayil von Alba beim Sender Dyn auf die weiteren Finalspiele. Der Berliner, der bereits mit einem Wechsel in die NBA in Verbindung gebracht wird, zeigte sich erleichtert, „Leistungsträger“ Andreas Obst bei den Münchnern diesmal gestoppt zu haben. Nach dessen 33 Punkten im Spiel eins hätten sie sich bei Alba „ein, zwei Clips mehr“ von Obst angeschaut, verriet Kayil. Mit 12 Punkten machte Obst diesmal nicht den Unterschied. Teamkollege Neno Dimitrijevic war mit 17 Punkten immerhin Topscorer.

Pesic, 76, muss vor dem Abschied von der Trainerbank nun um einen Meilenstein bangen. Er könnte als erster Coach in vier verschiedenen Jahrzehnten den deutschen Meistertitel holen: 1997, 1998, 1999 und 2000 triumphierte Pesic mit Berlin, 2014 mit München.

Zum insgesamt zehnten Mal stehen sich die Rivalen aus München und Berlin in einer Playoff-Serie gegenüber, zum siebten Mal im Finale – Rekord, kein Duell gab es in der Bundesliga häufiger. Die Bayern hatten die Hauptrunde vor Berlin für sich entschieden und waren auch mühelos bis in die „Best-of-Five“-Finalserie vorgedrungen.

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