Basketball-FinaleDie Bayern vergeben in Berlin einen Matchball

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Jack Kayil (rechts) und Alba Berlin drehten gegen Justus Hollatz und seine Bayern im dritten Viertel plötzlich auf.
Jack Kayil (rechts) und Alba Berlin drehten gegen Justus Hollatz und seine Bayern im dritten Viertel plötzlich auf.
Andreas Gora/dpa

Alba Berlin gewinnt Spiel vier der BBL-Finalserie und zwingt den FC Bayern in eine entscheidende fünfte Partie. In dieser haben die Münchner allerdings wieder Heimvorteil.

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Alba Berlin hat die große „Threepeat“-Party des FC Bayern vorerst verhindert und im Finale der Basketball-Bundesliga (BBL) ein Entscheidungsspiel erzwungen. Vor den Augen von NBA-Mann Franz Wagner drehten die Hauptstädter in der Schlussphase auf und entschieden das vierte Duell der Best-of-five-Serie mit 71:61 (42:45) für sich. Spiel fünf steigt am Sonntag (16.30 Uhr, Dyn) im Münchner SAP Garden.

Die Bayern lagen lange auf Kurs Meisterschaft, eine zwischenzeitliche Zehn-Punkte-Führung gab die Mannschaft des scheidenden Erfolgstrainers Svetislav Pesic aber leichtfertig aus der Hand. Alba stellte die Partie bei hohen Temperaturen in der aufgeheizten Max-Schmeling-Halle auf den Kopf – und riss das Momentum in der Serie an sich.

In der eigenen Halle können die Bayern nach den Siegen 2024 und 2025 erstmals in der Vereinsgeschichte den Hattrick perfekt machen, insgesamt wäre es die achte Meisterschaft. Mindestens drei Titel nacheinander hatten zuvor nur Rekordchampion Bayer Leverkusen, Alba und die Bamberg Baskets gewonnen. Die Berliner spielen um den zwölften Erfolg.

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Der Ruhestand von Trainer Pesic verschob sich damit um zwei Tage. Im Alter von 76 Jahren beendet der Serbe seine Karriere, er könnte als erster Coach in vier verschiedenen Jahrzehnten die BBL-Meisterschaft gewinnen. 1997, 1998, 1999 und 2000 siegte Pesic mit Berlin, 2014 mit München. Die Posse um seine Nachfolge bestimmte während der Finalserie das Geschehen neben dem Parkett. Anton Gavel, der Bamberg im Frühjahr zum Pokalsieg geführt hatte, soll übernehmen. Wegen der Ablöse herrscht allerdings Ärger zwischen den beiden Klubs.

Auf dem Feld setzten beide Mannschaften zunächst ihre offensive Spielweise fort. Die Bayern, die sich durch den 91:83-Erfolg am Mittwoch den ersten Matchball erspielt hatten, nutzten eine Schwächephase der Albatrosse kurz vor der Halbzeit und setzten sich leicht ab. Zu Beginn des dritten Durchgangs baute das Pesic-Team seinen Vorsprung auf zehn Punkte aus, ehe Berlin plötzlich aufdrehte und davonzog. Die Bayern wurden kaum noch gefährlich. Berlins Justin Bean war mit 17 Punkten bester Werfer der Partie, dazu holte er neun Rebounds. Für München kam Nenad Dimitrijevic auf 14 Zähler.

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