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FC Barcelona:Dembélé fällt erneut aus

FC Barcelona - Borussia Dortmund

Hartnäckig vom Verletzungspech verfolgt: Ousmane Dembélé, 22, kam in dieser Saison bisher nur auf neun Einsätze für den FC Barcelona.

(Foto: dpa)

Die Verletzung des Barça-Angreifers könnte den BVB Millionen kosten. Die Premier League passt ihr Transferfenster an. Englands Nachwuchsfußballer sollen weniger Kopfbälle trainieren.

Fußball, FC Barcelona: Fußball-Profi Ousmane Dembélé vom FC Barcelona wird am kommenden Dienstag am rechten Oberschenkel operiert. Der Eingriff wegen eines Sehnenrisses werde in Finnland durchgeführt, teilte der spanische Meister am Donnerstag mit. Einzelheiten zur Länge der Genesungszeit sollen nach der OP bekanntgegeben werden. Laut Beobachtern könnte die Saison für den 22 Jahre alten Ex-Dortmunder vorbei sein. Es handelt sich um die gleiche Verletzung, die Dembélé Ende 2017 im Spiel beim FC Getafe erlitt, damals am linken Oberschenkel. Der Franzose wurde daraufhin ebenfalls in Finnland operiert und musste eine viermonatige Zwangspause einlegen.

Dembélé leidet immer wieder unter Verletzungen und ist nur sporadisch einsatzfähig. Seinen früheren Verein Borussia Dortmund werde die neue Blessur voraussichtlich fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen kosten, berichteten spanische Sportmedien. Der Angreifer habe bisher 74 Pflichtspiele für Barça bestritten, erst bei der 75. Partie im Laufe dieser Spielzeit hätte der BVB die millionenschweren Boni bekommen, rechnete das Blatt "AS" vor. Dembélé war 2017 für eine Rekordsumme von 105 Millionen Euro plus Zusatzzahlungen bis zu 40 Millionen Euro zu den Katalanen gewechselt.

Am Montag hatte er sein Training mit dem Team um Weltfußballer Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen mit starken Schmerzen abbrechen müssen. Der Stürmer bereitete sich auf sein Comeback vor, nachdem er sich Ende November im Champions-League-Spiel gegen Borussia Dortmund eine andere Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen hatte und seitdem nicht einsatzfähig war.

Internationaler Fußball, Premier League: Die englische Premier League kehrt nach nur zwei Jahren zu ihrer ursprünglichen Vorgehensweise zurück und öffnet das Transferfenster im Sommer wieder bis nach dem Saisonbeginn. Der "Deadline Day" für die Verpflichtung von Fußballprofis wird in diesem Jahr der 1. September (18.00 Uhr MESZ) sein, das beschlossen die 20 Klubs am Donnerstag. Vor zwei Jahren hatte die Premier League entschieden, das Fenster schon vor dem ersten Spieltag einer neuen Saison zu schließen. Vor der laufenden Spielzeit war es der 8. August, am 9. August fand das Auftaktspiel statt.

"Als alle gesagt haben, komm, lasst uns vor der Saison aufhören, dann kennt jeder seinen Kader, war das eine gute Idee", hatte Teammanager Jürgen Klopp vom Tabellenführer FC Liverpool im August gesagt. Der Rest in Europa habe bedauerlicherweise nicht nachgezogen. Darum mache das kürzere Fenster "keinen Sinn. Kann mir irgendjemand erklären, welchen Vorteil es für die Premier League gibt?"

Internationaler Fußball, FA: Der englische Fußballverband will nach Informationen britischer Medien neue Regeln einführen, um Kopfballübungen im Training der Unter-18-Jährigen zu begrenzen. Das berichtete die Zeitung "The Times" am Donnerstag. Demnach will die FA wegen einer möglichen Gefährdung der Gesundheit die Anzahl der Kopfbälle bei den Jugendlichen reduzieren. Ein komplettes Kopfball-Verbot sei aber nicht angedacht, hieß es.

Hintergrund ist eine von der FA und der Spielergewerkschaft PFA in Auftrag gegebene Untersuchung aus dem vergangenen Jahr, die zu dem Ergebnis kam, dass Fußballprofis im Vergleich zur britischen Gesamtbevölkerung mit einer 3,5 Mal höheren Wahrscheinlichkeit an einer degenerativen Hirnkrankheit sterben. Laut der Studie ist die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, bei Fußballern 3,45 Mal höher - das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, sogar 4,4 Mal höher. Eine Ursache dafür lieferte die Untersuchung nicht.

Über einen Zusammenhang mit Kopfbällen wird bisher zwar nur spekuliert, und einen wissenschaftlichen Beweis gibt es nicht. Dennoch hält die FA die vorsorgliche Maßnahme laut "Times" für notwendig und bereitet die neuen Regeln derzeit vor. FA-Chefärztin Charlotte Cowie hatte schon im Dezember gesagt: "Es ist unabdingbar, dass wir im Fußball jetzt alles tun, um zu verstehen, was die Gründe für dieses erhöhte Risiko sind, und was wir tun können, um zukünftige Generationen von Fußballern davor zu schützen."

© sz.de/dpa/SID/jjs
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