Marwin Hitz

Der Platz sei nicht in Ordnung gewesen, hat Marwin Hitz nach dem Spiel des FC Augsburg in Köln gesagt. Niemand hat Hitz widersprochen, denn der Platz war tatsächlich nicht in Ordnung, und der Grund dafür stand in Augsburgs Tor. Der Schweizer hat der langen Geschichte der Bundesliga am 15. Spieltag das Unterkapitel "Vandalismus im Strafraum" beigefügt. Er hat ein Loch gegraben, ein spielentscheidendes dazu.

Und das kam so: Die 56. Minute, Köln hatte einen Elfmeter bekommen, den nicht alle berechtigt fanden. Vor allem nicht: Marwin Hitz. Der Torhüter lief also zum Elfmeterpunkt und wühlte den Rasen auf, erst mit der Fußspitze, dann mit der Ferse. Zurück im Tor sah er Kölns Anthony Modeste beim Strafstoß wegrutschen - Hitz parierte, Augsburg siegte 1:0. "Das war nicht ok & kommt nicht mehr vor!", teilte er später via Twitter mit. Der Kölner Stadion-Chef schickte Hitz dennoch eine Rechnung über die Schadenssumme von 122,92 Euro. Für die Rasenpflege.

(chge)

Bild: Mika Volkmann/Getty Images 16. Mai 2016, 10:022016-05-16 10:02:06 © Süddeutsche.de/ebc/jbe/jobr