Fabelhafte Elf der Bundesliga-SaisonAls Guardiola zur Micky Maus mutierte

Dem Bayern-Trainer entgleiten wegen Lewandowski die Gesichtszüge. Ein Augsburger betreibt "Vandalismus im Strafraum" und Fritzle vergießt Alligatortränen. Die SZ-Elf der Saison.

Thomas Tuchel

Ganz zum Schluss, da war er einmal richtig sauer. "Wir sind so weit von unserer absoluten Topform entfernt, wie wir es noch nie waren. Ich mache mir große Sorgen. Wir haben die Saison nach dem 32. Spieltag beendet!", schimpfte Thomas Tuchel. "Wir haben einen Spannungsverlust in der Haltung, den ich nicht akzeptiere." 2:2 gegen Köln gespielt, bester Zweiter der Bundesliga-Geschichte - im Grund also nix passiert.

Doch der Trainer von Borussia Dortmund hat sich binnen eines Jahres einen riesengroßen Respekt erarbeitet. Er darf schimpfen, niemand wird ihm widersprechen. Im Jahr 1 n.K. (nach Klopp) gelang es ihm, den BVB neu zu erfinden, ihn eine dominante Spielweise zu lehren. Er führte die Mannschaft zu einer großartigen Saison. Was noch fehle, den FC Bayern schlagen zu können, wurde er einmal gefragt. Antwort: "Alles. Von allem ein bisschen." Mal sehen, wie viel er im Jahr 2.n.K. aufholen kann.

(hum)

Bild: dpa 16. Mai 2016, 10:022016-05-16 10:02:06 © Süddeutsche.de/ebc/jbe/jobr