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Europa League:Sevillas Rekordsieg

Grund zur Freude: Pokal- und Rekordsieg für Sevilla.

(Foto: Lars Baron/AP)

Die Spanier bezwingen Inter Mailand in einem aufwühlenden Endspiel. Den Italienern helfen auch mehrere Bestmarken ihres Topstürmers Lukaku nicht - der Belgier avanciert am Ende gar zur tragischen Figur.

Nach einem spektakulären Fallrückzieher von Diego Carlos hat Rekordsieger FC Sevilla in einem hitzigen Finale die Europa League gewonnen. Die Andalusier besiegten im Endspiel von Köln den italienischen Meisterschaftszweiten Inter Mailand 3:2 (2:2) und blieben damit auch bei ihrer sechsten Finalteilnahme im zweitwichtigsten europäischen Klubwettbewerb seit 2006 unbesiegt. Mit ihrem vierten Erfolg in der Europa League, wie der Wettbewerb seit 2009/10 heißt, steigen die Spanier zudem zum alleinigen Rekordsieger auf. Für Italien geht das Warten im kleinen Europacup derweil weiter: Zuletzt gewann ein Verein aus der Serie A 1999 den Uefa-Cup, den Vorgängerpokal der Europa League.

Die Entscheidung fiel in der 74. Minute, als Inter-Torjäger Romelu Lukaku einen Fallrückzieher von Carlos ins eigene Tor abfälschte. Zuvor hatte der frühere Mönchengladbacher Luuk de Jong, der schon beim 2:1 im Halbfinale gegen Manchester United als Joker das Siegtor erzielt hatte, einen Doppelpack (12./33.) für das Team des früheren Nationaltrainers Julen Lopetegui erzielt. Für Inter trafen Lukaku (5., Foulelfmeter) und Diego Godin (36.). Dabei stellten Lukaku und de Jong Bestmarken auf. Der belgische Inter-Stürmer traf im elften Europa-League-Spiel in Serie und erzielte auch das früheste Finaltor in der Geschichte des Wettbewerbs. De Jong war der erste Spieler, der in einem Europacup-Finale gleich zwei Kopfballtore erzielte.

© SZ vom 22.08.2020 / dpa

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