Europa League Schalke sparsam

Nach ihrem 3:0-Auswärtssieg vor einer Woche reicht den Schalkern ein müdes 1:1-Unentschieden gegen Saloniki zum Einzug ins Achtelfinale. Krawalle bleiben aus.

Mit angezogener Handbremse hat Schalke 04 das Achtelfinale der Europa League erreicht. Die Königsblauen begnügten sich im Rückspiel gegen Paok Saloniki mit einem 1:1 (1:1) und zehrten von ihrem 3:0-Sieg zuvor in Griechenland. Ein Tor von Alessandro Schöpf (23.) reichte im "Hochrisikospiel", das von den befürchteten Krawallen verschont blieb. Auch ein Eigentor von Verteidiger Nastasic (25.) brachte Schalke nicht in Bedrängnis. Die Europa League bietet dem Team von Trainer Markus Weinzierl damit weiterhin die größte Chance, trotz einer durchwachsenen Saison ins internationale Geschäft einzuziehen. Im DFB-Pokal blockiert im Viertelfinale Rekordsieger Bayern München vermutlich den Weg, in der Bundesliga sind die Europacup-Ränge acht Punkte entfernt.

Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften begleitete das Spiel, "alles ruhig", hieß es seitens der Polizei nach der Partie. Beim Hinspiel war es zu Ausschreitungen beider Fanlager gekommen. Trotz der Aufforderung des Vorstands, auf Provokationen zu verzichten, hängten Schalker Ultras erneut den "Stern von Vergina", die alte Nationalflagge Mazedoniens, auf. Sie war beim Duell in der Champions-League-Qualifikation vor drei Jahren Auslöser eines umstrittenen Polizeieinsatzes gewesen. 3500 Fans aus Griechenland wurden im Vorfeld besonders streng kontrolliert, dabei wurden Pyrotechnik und Sturmhauben sichergestellt. Der Gästeblock wurde durch zusätzliche Ordner und Polizisten gesichert. Sportlich war die Partie weniger brisant. Nach dem klaren Hinspielsieg gönnte Weinzierl fünf Spielern eine Pause, auch Sturm-Routinier Huntelaar rotierte in die Startelf.

Ein möglicher Achtelfinalgegner ist Manchester United. Die Engländer kamen durch ein 1:0 in Saint-Etienne souverän weiter. Das Tor erzielte der Ex-Dortmunder Mkhitaryan (17.), Bastian Schweinsteiger wurde eingewechselt (62.).