Mit einem erneuten Traumtor und einer weiteren Topleistung ist der SC Freiburg ins Halbfinale der Europa League gestürmt. Nach dem 3:0 im Hinspiel war der Fußball-Bundesligist auch im Viertelfinal-Rückspiel viel zu stark für Celta Vigo und siegte beim spanischen Tabellensechsten mit 3:1 (2:0). Die schwachen Galicier hatten den Badenern lange nichts entgegenzusetzen. Im Halbfinale trifft Freiburg nun auf den portugiesischen Klub Sporting Braga, der sich am späten Donnerstagabend 4:2 (1:2) bei Betis Sevilla aus Spanien durchsetzte (Hinspiel 1:1).
Igor Matanovic (33. Minute) und Yuito Suzuki (39./50.) trafen für die furiosen Freiburger, deren bemerkenswerte Europapokal-Reise weitergeht und womöglich noch bis ins Endspiel am 20. Mai in Istanbul führt. Williot Swedberg konnte in der Nachspielzeit nur noch verkürzen (90.+1). Die erfolgreichste internationale Spielzeit der SC-Historie ist es ohnehin schon. In ein Viertelfinale war der Bundesliga-Achte aus dem Breisgau zuvor noch nie vorgestoßen.
Gibt’s im Mai womöglich sogar gleich zwei Titelchancen? Auch im DFB-Pokal stehen die Freiburger, die ihren dritten Pflichtspielsieg in Serie feierten, im Halbfinale. Hier treten sie am kommenden Donnerstag beim VfB Stuttgart an.
SC-Trainer Julian Schuster setzte einen Tag nach seinem 41. Geburtstag auf die gleiche Startelf wie bei der Heim-Gala vor einer Woche. Und die ließ im Estadio Balaídos, das aktuell umgebaut wird, erst gar keine Euphorie aufkommen. In der ersten halben Stunde gab es auf beiden Seiten keine einzige Torchance.
Den Freiburgern, die sich auf eine spanische Angriffswelle eingestellt hatten, konnte das natürlich recht sein. Dann gingen sie sogar in Führung – wie schon im Hinspiel durch ein Traumtor. Matanovic traf aus rund 20 Metern sehenswert per Volleyschuss. Das Tor wurde lange wegen einer möglichen Abseitsstellung von Jordy Makengo überprüft – und schließlich gegeben. Auf den Tribünen schlugen mehrere Vigo-Fans enttäuscht die Hände über dem Kopf zusammen.
Und es kam noch schlimmer für die Gastgeber. Suzuki eroberte den Ball, spielte auf der linken Seite einen schönen Doppelpass mit Niklas Beste und traf im Fallen mit einem noch leicht abgefälschten Schuss zum 2:0 für den Sport-Club. Innerhalb weniger Minuten war die Partie entschieden. Vigo blieb harmlos und brachte bis zum Seitenwechsel keinen einzigen Torabschluss zustande.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich die Partie phasenweise sogar zu einem besseren Trainingsspiel für die Freiburger. Johan Manzambi dribbelte ungestört durch den gegnerischen Strafraum und blieb erst kurz vor dem Tor hängen, den Nachschuss setzte Suzuki aber mit Übersicht ins rechte untere Eck.
Der eingewechselte Derry Scherhant traf den Pfosten (58.), ehe tatsächlich auch Vigo ein paarmal gefährlich vorn auftauchte. Fer Lopez verzog knapp (66.), dann parierte SC-Keeper Noah Atubolu jeweils gegen Jones El-Abdellaoui (69./73.). Die Spanier bemühten sich zumindest noch um den Ehrentreffer, der nach einem Pfosten-Kopfball von Ferran Jutgla (83.) spät auch noch gelang.
Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Textes haben wir fälschlicherweise Betis Sevilla aus Spanien zum Halbfinalgegner der Freiburger gemacht. Richtig ist, dass die Breisgauer im Halbfinale auf Sporting Braga aus Portugal treffen. Auch das Ergebnis des Spiels Betis Sevilla gegen Sporting Braga haben wir korrigiert.


