bedeckt München 22°

Europa League:Ibisevic erlöst Stuttgart gegen Moskau

Im Hinspiel der Europa-League-Playoffs gewinnt der VfB Stuttgart 2:0 gegen Dynamo Moskau. Mit gleich zwei Toren schießt Vedad Ibisevic seine Mannschaft in Richtung Gruppenphase - überzeugen kann der VfB jedoch nicht.

Vedad Ibisevic hat dem VfB Stuttgart den Weg in die Gruppenphase der Europa League geebnet. Der bosnische Nationalstürmer traf beim 2:0 (0:0) zweimal gegen Dynamo Moskau und verschaffte dem Bundesligisten damit eine gute Ausgangsposition für das Playoff-Rückspiel am kommenden Dienstag.

VfB Stuttgart - Dynamo Moskau

Ibrahima Traore, Vedad Ibisevic und Tunay Torun feiern den Sieg gegen Dynamo Moskau.

(Foto: dpa)

Der VfB bot allerdings eine über weite Strecken leidenschaftslose Vorstellung gegen die defensiv starken Gäste aus Russland. Vor 20 400 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena war Ibisevic (72. Minute) zur Stelle, nachdem Dynamo-Keeper Anton Schunin einen Fernschuss von Tim Hoogland aus 25 Metern nur hatte abprallen lassen. In der ersten Minute der Nachspielzeit schlug Ibisevic nach Vorarbeit von Ibrahima Traoré wieder zu.

VfB-Coach Bruno Labbadia nahm im Gegensatz zum 5:0 im DFB-Pokal gegen den SV Falkensee-Finkenkrug zwei Änderungen in der Startelf vor: Maza ersetzte in der Innenverteidigung Georg Niedermeier, auf dem linken Flügel erhielt Shinji Okazaki den Vorzug vor Ibrahima Traoré.

Moskaus neuer Trainer Dan Petrescu vertraute den früheren Bundesligaspielern Kuranyi als Kapitän, Zvjezdan Misimovic und Gordon Schildenfeld von Beginn an. Kuranyi wollte an alter Wirkungsstätte eine erfolgreiche Rückkehr feiern. Der frühere Fußball-Nationalspieler, der zwischen 2001 und 2005 für die Schwaben in 99 Bundesligapartien 40 Tore erzielt hatte, reservierte rund 80 Tickets für Familie und Freunde. Dann erntete er nach Foul an Stuttgarts Kapitän Serdar Tasci Pfiffe.

Nach dem Fehlstart in der russischen Meisterschaft mit null Punkten und erst einem Treffer in fünf Partien konzentrierte sich Dynamo auf seine Deckung, stand tief und ließ Stuttgart kommen. Petrescu reagierte noch vor der Halbzeit auf die behäbige Vorstellung seines Teams: Für den blassen früheren Wolfsburger Misimovic kam Igor Semschow (38.).

Von VfB-Seite bekamen die Zuschauer zunächst viele Unkonzentriertheiten und schwache Abspiele zu sehen. Erst in der 27. Minute sorgte Martin Harnik nach einer Flanke des emsigen Arthur Boka für etwas Gefahr - Dynamo-Keeper Schunin musste bei dessen Kopfball nachfassen. Mehr Tempo im VfB-Spiel forderte der gesperrte Mittelfeldmann Zdravko Kuzmanovic zur Halbzeit im TV-Sender Kabel 1. "Wir wollen gewinnen, wir müssen gewinnen", sagte der Profi der Schwaben.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/fzg/anri

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite