bedeckt München
vgwortpixel

Europa League:Flutschfinger und Pfosten: Gladbach gescheitert

Europa League - Group J - Borussia Moenchengladbach v Istanbul Basaksehir

Mönchengladbachs Yann Sommer resigniert nach dem ersten Tor von Istanbul Basaksehir.

(Foto: Thilo Schmuelgen/Reuters)

Ausgerechnet Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach hat in der Europa-League den Durchmarsch des deutschen Trios in die K.o.-Phase platzen lassen. Während Eintracht Frankfurt dem VfL Wolfsburg (1:0 gegen AS St. Etienne) zum Vorrundenabschluss sogar trotz einer peinlichen 2:3 (2:1)-Heimpleite gegen Vitoria Guimarães in die Runde der besten 32 folgte, scheiterten die Fohlen im Gruppenfinale gegen Istanbul Basaksehir durch ein spätes Gegentor unerwartet 1:2 (1:1).

Damit sind die Rheinländer der erste Totalausfall der deutschen Eliteklasse nach den Gruppenspielen der laufenden Europacup-Saison. Bei der Auslosung der Zwischenrunde am Montag in Nyon ist neben Wolfsburg und Frankfurt auch Bayer Leverkusen nach seinem Vorrunden-K.o. in der Champions League in der Trommel.

Mönchengladbach verspielte den fest eingeplanten Sprung in die nächste Runde fünf Tage nach dem 2:1-Triumph gegen den deutschen Meister Bayern München in der Schlussphase. Zwar brachte Marcus Thuram (32.) die Mannschaft von Trainer Marco Rose wie erhofft in Führung und damit auf Kurs in Richtung des noch benötigten Punktes, doch noch vor der Pause schlugen die Türken durch Iran Kahveci (44.) zurück, weil Torwart Yann Sommer einen Aufsetzer durch die Finger flutschen ließ. Schließlich wurden die Überflieger vom Niederrhein durch Enzo Crivelli (90.) noch aus allen Europacup-Träumen gerissen. In der Nachspielzeit hatte Thuram mit einem Kopfball an den Pfosten zudem großes Pech. "Das ist bitter für uns. Wir wollten unbedingt das Ziel erreichen, zu gewinnen und im nächsten Jahr dabei zu sein", sagte Trainer Marco Rose bei RTL. "Wir hatten das Spiel komplett im Griff und haben zwei dumme, unnötige Gegentore bekommen", sagte Verteidiger Stefan Lainer bei "Dazn".

In Frankfurt drehten Danny da Costa (31.) und Daichi Kamada (38.) das Spiel nach der frühen Führung der Portugiesen durch Rochinha (8.) vor der Pause vorübergehend für die Hessen - auch weil sich Vitoria-Keeper Miguel Silva einen Aussetzer leistete, als er den Kopfball von da Costa aus rund 17 Metern durch die Hände ins eigene Tor flutschen ließ. Al Musrati (85.) und Marcus Edwards (87.) verhinderten aber in der Schlussphase noch Frankfurts vierten Vorrundenerfolg. Lediglich aufgrund der Schützenhilfe von Gruppensieger FC Arsenal durch ein 2:2 (0:0) beim Eintracht-Rivalen Standard Lüttich nach 0:2-Rückstand blieb der hessische Halbfinalist der vergangenen Saison im Wettbewerb.

Wolfsburg schloss die Gruppenphase derweil im Schongang ab. Für die Gastgeber traf drei Tage vor Mönchengladbachs Auftritt bei den Norddeutschen der Brasilianer Paulo Otavio (52.) zum Erfolg. Insgesamt hielten sich die bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Spieler jedoch spürbar zurück.