Europa League Atlético beendet Wengers Traum vom Abschied mit Pokal

Nach 22 Jahren als Trainer von Arsenal London scheidet Arsene Wenger im Halbfinale der Europa League aus.

(Foto: AP)
  • Atlético Madrid steht nach einem 1:0-Sieg im Rückspiel gegen Arsenal London im Finale der Europa League.
  • Gunners-Trainer Arsène Wenger verabschiedet sich nach 22 Jahren beim Verein ohne einen weiteren internationalen Titel.
  • Im Finale trifft Atlético auf Olympique Marseille, das sich gegen RB Salzburg durchsetzte.

Atlético Madrid ist ins Finale der Europa League eingezogen und hat die Titelträume des FC Arsenal mit Trainer Arsène Wenger beendet. Die Spanier gewannen am Donnerstag mit 1:0 (1:0) gegen die Londoner um Weltmeister Mesut Özil und qualifizierten sich nach dem 1:1 in der englischen Hauptstadt damit wie 2010 und 2012 für das Finale. Diego Costa (45. Minute) erzielte das Siegtor für die Gastgeber, die ohne ihren gesperrten Trainer Diego Simeone auskommen mussten.

Im zweiten Halbfinale setzt sich Olympique Marseille durch. Die Franzosen verlieren zwar auswärts gegen RB Salzburg mit 2:1 nach Verlängerung, stehen aber durch den 2:0-Hinspielsieg im Finale.

Arsenal findet kein Mittel gegen das Abwehrbollwerk

Wenger bleibt zum Abschied beim FC Arsenal ein internationaler Titel verwehrt. Der Traum des 68-jährigen Franzosen von seinem ersten Triumph im Europacup zerplatzte im Halbfinal-Rückspiel bei Atletico Madrid wie eine Seifenblase. Die Spanier zogen dagegen ins Finale am 16. Mai in Lyon ein und dürfen von ihrem dritten Titel in der Europa League nach 2010 und 2012 träumen. Im 250. Europapokalspiel für Wenger, der sich am Saisonende nach 22 Jahren beim AFC verabschiedet, setzten die Gäste aus England zwangsläufig von Beginn an auf die Karte bedingungslose Offensive. Aber das Team um die beiden Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi konnte sich vor dem Tor der Madrilenen nicht entscheidend in Szene setzen.

Weder der französische Nationalspieler Alexandre Lacazette, der Arsenal im Hinspiel in Führung geschossen hatte, noch Danny Welbeck oder Özil fanden ein geeignetes Mittel gegen das Abwehrbollwerk der Spanier. Die Gastgeber, deren Trainer Diego Simeone wegen einer Innenraumsperre das Geschehen von der Tribüne verfolgen musste, verlegten sich im eigenen Stadion auf Konter. Vor allem Torjäger Antoine Griezmann, der vor einer Woche in London den Ausgleich erzielt hatte, und Diego Costa, waren permanente Gefahrenherde vor dem Arsenal-Tor.

Olympique Marseille setzt sich gegen RB Salzburg durch

Red Bull Salzburg hat ein erneutes "Wunder" und damit das Finale in der Europa League verpasst. Das Team des deutschen Trainers schaffte es am Donnerstag mit einem 2:1 (2:0, 0:0)-Sieg nach Verlängerung gegen Olympique Marseille nicht, die 0:2-Niederlage aus dem Halbfinal-Hinspiel wettzumachen. Der frühere französische Meister darf hingegen im Endspiel am 16. Mai in Lyon gegen Atletico Madrid um seinen zweiten Europapokal-Triumph nach dem Sieg in der Champions League 1993 kämpfen.

Rolando erzielte das entscheidende Tor für Olympique in der 116. Minute. Durch den Treffer von Amadou Haidara (53.) und ein Eigentor von Bouna Sarr (65.) hatten die Gastgeber die Verlängerung erzwungen, doch dies war zu wenig, um den Salzburger Triple-Traum am Leben zu erhalten.

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