Europa League Arsenal findet Baku als Endspielort "inakzeptabel"

Henrikh Mkhitaryan beim FC Arsenal.

(Foto: REUTERS)

Der englische Klub äußert harsche Kritik an der Wahl der Uefa und sorgt sich weiter um die Sicherheit von Henrikh Mkhitaryan. Manuel Neuer verpasst das Saisonfinale.

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Fußball, Europa League: Der FC Arsenal hat ungewöhnlich harsche Kritik am Europa-League-Endspielort Baku geäußert. Die Hauptstadt von Aserbaidschan sei "inakzeptabel", teilten die Gunners vor dem Londoner Derby im Europacup gegen den FC Chelsea am 29. Mai in Baku mit. Arsenal, Klub von Mesut Özil und Shkodran Mustafi, erhielt für die Begegnung im 68.700 Zuschauer fassenden Olympia-Stadion 6000 Tickets. Baku ist 4500 Kilometer von der britischen Hauptstadt entfernt. Der Londoner Klub beklagt vor allem die geringen Kapazitäten des Flughafens in Baku.

"Wir sind bitter enttäuscht, dass wir nur 6000 Arsenal-Fans die Möglichkeit eröffnen können, bei diesem Spiel dabei zu sein. Und das in einem Stadion mit einem Fassungsvermögen von über 60.000", schrieben die Gunners in einer Erklärung. Selbst für die 6000 Anhänger werde es schwer, rechtzeitig nach Baku zu reisen, um dem Spiel beizuwohnen, so Arsenal. Beschwerden über die Kartenkontingente hatte es auch von den Champions-League-Finalisten FC Liverpool und Tottenham Hotspur für das Endspiel am 1. Juni in Madrid gegeben.

Zudem forderte der Klub zuvor den europäischen Fußballverband Uefa auf, für die Sicherheit ihres Spielers Henrikh Mkhitaryan zu sorgen. Mkhitaryans Heimatland Armenien und Aserbaidschan liegen wegen eines Grenzstreits im Dauerkonflikt. "Wir ersuchen die Uefa um Garantien, dass es für ihn sicher sein wird, nach Baku zu reisen", sagte ein Arsenal-Sprecher. Noch lägen dafür keine akzeptablen Garantien vor. Der Verein sei "natürlich hochgradig besorgt", dass der Austragungsort des Finales eine Teilnahme des ehemaligen BVB-Profis unmöglich machen könne.

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Fußball, FC Bayern: Manuel Neuer wird Bayern München auch am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Eintracht Frankfurt im Kampf um den 29. Meistertitel fehlen. "Er ist kein Thema", sagte Trainer Niko Kovac vor dem Finale um die Bundesliga-Schale. Der 33-Jährige fehlt dem deutschen Fußball-Rekordmeister schon seit Wochen wegen eines Faserrisses in der Wade. Erneut wird der Kapitän von Sven Ulreich ersetzt. Die Bayern hoffen nun, dass Neuer wenigstens in einer Woche im Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig (25. Mai) wieder einsatzfähig ist. "Manuel hat gute Fortschritte gemacht, die Wade hält. Man muss sehen wie es funktioniert", sagte Kovac. Der Coach kann dafür wieder auf Joshua Kimmich und Javi Martinez bauen. Kimmich hat am Donnerstag nach leichten Problemen am Oberschenkel noch reduziert trainiert, Martinez (Wadenprellung) mit der Mannschaft. Auch Thiago, der nach dem Leipzig-Spiel über Knieprobleme geklagt hatte, sei fit. James fehlt wegen seiner Wadenverletzung.

Fußball, FC Barcelona: Ernesto Valverde bleibt trotz des Scheiterns im Halbfinale der Champions League Trainer des FC Barcelona. Das bestätigte Präsident Josep Maria Bartomeu bei der Vorstellung eines neuen Buches über den ruhmreichen Klub. "Er hat die Unterstützung des Präsidenten und des Vorstands. Er ist der Trainer, den wir wollen. Das ist ein mittel- und langfristiges Projekt", sagte Bartomeu. Nach dem Halbfinal-Aus in der Königsklasse gegen den FC Liverpool (3:0, 0:4) war über die Ablösung des 55 Jahre alten Trainers spekuliert worden. Valverde besitzt bei den Katalanen noch einen Vertrag bis Juni 2020. Nach dem Gewinn der spanischen Meisterschaft kann Barcelona mit dem Sieg im Pokalfinale gegen den FC Valencia auch noch das Double gewinnen.

Tennis, Rom: Jan-Lennard Struff ist beim ATP-Masters in Rom mit einer eindrucksvollen Vorstellung die Revanche gegen den ehemaligen US-Open-Sieger Marin Cilic geglückt. Der Warsteiner setzte sich in der zweiten Runde im Foro Italico mit 6:2, 6:3 gegen den Kroaten durch, gegen den er in der Vorwoche beim Masters in Madrid noch in drei Sätzen verloren hatte. Struffs Achtelfinalgegner in der Ewigen Stadt ist der an Nummer sechs gesetzte Japaner Kei Nishikori. Der 29 Jahre alte Struff zeigte sich auf Court 3 der altehrwürdigen Anlage von Beginn an hellwach und selbstbewusst. Der Deutsche servierte stark, spielte variabel und wuchtig von der Grundlinie. Nach zwei Breaks und 31 Minuten war Satz eins unter Dach und Fach. Doch im Gegensatz zu Madrid, wo Struff nach gewonnenem ersten Durchgang etwas nachließ, blieb er dieses Mal dran. Nach zwei weiteren Breaks verwandelte Struff nach 1:07 Stunden seinen ersten Matchball. Struff scheint gut gerüstet für die am 26. Mai beginnenden French Open in Paris. Es war sein dritter Sieg gegen einen Top-10-Spieler in diesem Jahr. Zuvor hatte er bereits Landsmann Alexander Zverev (Hamburg) und den Griechen Stefanos Tsitsipas bezwungen. Struff ist einer von noch zwei verbliebenen deutschen Profis im Hauptfeld. Alexander Zverev war in Runde zwei ausgeschieden, der Augsburger Philipp Kohlschreiber trifft am Donnerstag in seinem Zweitrundenmatch auf den Italiener Marco Cecchinato.

A-Junioren, Meisterschaft: Die Nachwuchsteams von Schalke 04 und Borussia Dortmund haben sich am Mittwochabend im Halbfinal-Hinspiel um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft mit 2:2 (1:1) getrennt. Die Dortmunder U19 ging beim westdeutschen Meister im Oberhausener Niederrhein-Stadion in der 20. Minute durch Tobias Raschl zunächst in Führung. Zwar konnte Schalkes Torwart Erdem Canpolat dessen Foulelfmeter zunächst artistisch mit dem Fuß parieren, doch im Nachsetzen war Raschl erfolgreich.

Der Ausgleich gelang Schalkes Kapitän Görkem Can (38.) per Foulelfmeter. Emre Aydinel (64.) brachte den BVB mit einem direkt verwandelten Freistoß erneut in Front, ehe Rene Biskup in der Nachspielzeit (90.+4) den Endstand markierte. Das Rückspiel findet am kommenden Montag (18.45 Uhr) in Dortmund statt. Im zweiten Halbfinale hatten sich die Junioren des VfB Stuttgart und des VfL Wolfsburg am Dienstag torlos getrennt.

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