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Euroleague:Bayern-Basketballer verpassen Halbfinale dramatsich

Basketball: Euroleague - Olimpia Mailand - FC Bayern München

Bayern-Trainer Andrea Trinchieri muss den Schock über das knappe Aus erst einmal verdauen.

(Foto: dpa)

Im letzten Spiel der Viertelfinal-Serie verliert der Bundesligist knapp in Mailand. Holstein Kiel gewinnt das erste Nachholspiel. Union Berlin soll an Bayern-Ersatztorwart Alexander Nübel interessiert sein.

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Basketball, Euroleague: Nach dem knappen Aus im Viertelfinale der Euroleague soll bei den Bayern-Basketballern die Enttäuschung schnell dem Stolz über eine herausragende Saison weichen. Die Münchner waren am Dienstag gegen Olimpia Mailand trotz einer wahnwitzigen Schlussphase und einer Aufholjagd ohne Happy End mit 89:92 unterlegen. Den Einzug in das Final-Four-Turnier des wichtigsten Clubwettbewerbs Europas verpasste der Außenseiter, der alle verblüffte, damit nur hauchdünn. "Ich bin unheimlich stolz, was die Mannschaft in der ganzen Saison und in dieser Serie gezeigt hat", lobte Geschäftsführer Marko Pesic bei Magentasport. "Wir haben unseren Mann gestanden."

Nach den zwei Niederlagen zu Beginn der Best-of-Five-Serie in Mailand und dann zwei Erfolgen in München schien sich Olimpia in der eigenen Halle souverän den Sieg zu holen. Aus einem Zwölf-Punkte-Rückstand (79:91) gut eine Minute vor Schluss machten die Münchner aber durch wilde Körbe und grobe Mailänder Patzer innerhalb von 50 Sekunden ein 89:91 und hatten sogar selbst Ballbesitz. "Wie die Mannschaft bis zur letzten Sekunde an den Sieg geglaubt hat, das ist die Geschichte dieser Euroleague-Saison", sagte Pesic. "Hut ab vor der Mannschaft." Am Ende klappte der Coup dann doch nicht, auch weil Paul Zipser einen wilden Dreier mit der Schlusssirene nicht versenkte. "Das kann ich besser machen, da war ich zu hastig", räumte der Nationalspieler ein.

Den Grundstein für den verdienten Sieg hatten die Mailänder zuvor mit phasenweise hochklassigem Basketball und einem kaum zu stoppenden Topscorer Shavon Shields (34 Punkte) gelegt. Bayern dagegen schwächelte lange mit Würfen von außen, zudem konnten Zipser und Vladimir Lucic anders als in Spiel Nummer vier nicht überzeugen. Trainer Andrea Trinchieri aber hatte mit seinem Team dennoch in der Königsklasse für Furore gesorgt und sich Respekt und Anerkennung überall auf dem Kontinent verdient. "Kompliment an Bayern, das ist eine ausgezeichnete und gut zusammengestellte Mannschaft", lobte Mailand-Coach Ettore Messina. "Sie hätten die Serie gewinnen können."

Fußball, 2. Bundesliga: Holstein Kiel hat drei Tage nach der ernüchternden Pokal-Klatsche bei Borussia Dortmund den Bundesliga-Aufstieg wieder fest ins Visier genommen. Im ersten von drei Nachholspielen bezwangen die Kieler den Abstiegskandidaten SV Sandhausen 2:0 (1:0) und eroberten am Dienstag den dritten Tabellenplatz vom Hamburger SV. Fin Bartels (22.), der die Einstellung der Mannschaft nach dem 0:5 im DFB-Pokal-Halbfinale beim BVB am Samstag lautstark kritisiert hatte, traf zur Führung. Janni Serra (69.) legte mit einem Traumlupfer nach. Mit Siegen in den weiteren Nachholspielen gegen Hannover 96 (10. Mai) und Jahn Regensburg (13. Mai) wäre Holstein Zweiter hinter dem VfL Bochum. Zunächst geht es aber am Freitagabend gegen den FC St. Pauli. Sandhausen bleibt in Abstiegsgefahr.

Bundesliga, Alexander Nübel: Union Berlin zeigt angeblich Interesse an einer Verpflichtung von Bayern Münchens Ersatzkeeper Alexander Nübel. Offenbar soll es um eine Ausleihe über zwei Jahre gehen. Das berichtet Bild.de. Der Verein hielt sich bedeckt. "Wir werden uns wie immer zu Gerüchten nicht äußern", sagte Klub-Sprecher Hannes Hahn dem SID. Schön länger ist ein Ausleihgeschäft für Nübel im Gespräch, zuletzt soll AS Monaco Interesse gezeigt haben.

Nübel ist bekanntlich mit seiner Rolle bei den Bayern als Dauerreservist hinter Nationalkeeper Manuel Neuer unzufrieden. In der laufenden Saison kam der 24-Jährige auf drei Einsatze, zweimal in der Champions League, einmal im DFB-Pokal. Bei Union ist derzeit Andreas Luthe die Nummer eins. Der 34-Jährige hatte sich im Torwartduell mit Loris Karius durchgesetzt, der zur laufenden Saison vom FC Liverpool nach Köpenick gewechselt war und dessen Verbleib bei Union offen ist.

Fußball, EM: Joachim Löw kann bei seinem letzten Turnier als Bundestrainer auf einen größeren Pool an Spielern zurückgreifen. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) entschied am Dienstag, die Kader für die Fußball-Europameisterschaft wegen der anhaltenden Corona-Pandemie von 23 auf 26 Spieler aufzustocken. Damit soll das Risiko verringert werden, dass Mannschaften wegen angeordneter Quarantänemaßnahmen nicht zu einer Partie antreten können. Allerdings gilt die Änderung nur mit Blick auf das Gesamtturnier. Bei den einzelnen Partien dürfen weiterhin nur 23 Spieler auf dem Spielberichtsbogen stehen, drei Profis müssen jeweils auf der Tribüne Platz nehmen. Dies können allerdings von Begegnung zu Begegnung andere Spieler sein. Drei Torhüter sind im 23er Kader für die einzelnen Partien verpflichtend. Die Trainer der 24 Mannschaften müssen bis zum 1. Juni ihr Aufgebot für die EM (11. Juni bis 11. Juli) benennen. Allerdings können bis zum ersten Spiel eines Teams noch Spieler ausgetauscht werden, die sich bis dahin schwer verletzen. Auch bei einer Corona-Erkrankung oder der behördlichen Anordnung von Quarantänemaßnahmen sind dann noch Wechsel möglich. Keeper können gemäß neuem Regelwerk sogar während des Turniers ersetzt werden.

© SZ.de/sid/dpa/bek
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