MeinungMarie-Louise Eta bei Union BerlinEine Frau trainiert Männer? Na und?

Kommentar von Philipp Selldorf

Lesezeit: 2 Min.

Sie ist die Neue, dabei kennt man sie bei Union eigentlich schon: Marie-Louise Eta übernimmt als Trainerin nach dem Aus von Steffen Baumgart.
Sie ist die Neue, dabei kennt man sie bei Union eigentlich schon: Marie-Louise Eta übernimmt als Trainerin nach dem Aus von Steffen Baumgart. Annegret Hilse/Reuters

Auch wenn der Vorgang eine gesellschaftliche Debatte berührt: Dass in Marie-Louise Eta nun die weltweit erste Trainerin einen Erstligaklub leitet, sollte man mit progressiver Gelassenheit zur Kenntnis nehmen.

Hätte Union Berlin den Hund des Präsidenten Dirk Zingler zum Nachfolger des beurlaubten Cheftrainers Steffen Baumgart ernannt, wäre das zweifellos eine Sensation gewesen. Auch wenn zu bedenken wäre, dass der seit 2004 mehr oder weniger monarchisch regierende Vorsitzende Zingler genügend Gewicht im Klub besitzt, um so eine Entscheidung durchzusetzen. Doch selbstverständlich ist weder der Hund des Präsidenten noch in einem vergleichbaren Akt von Willkür und Absurdität der Schwager des Managers Horst Heldt nominiert worden. Sondern Marie-Louise Eta, Uefa-Pro-Lizenz-Inhaberin und Trainerin des Berliner U-19-Juniorenteams. Eine Frau. Na und?

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Marie-Louise Eta bei Union Berlin
:Die erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga

Erst soll sie Union Berlins Männer in der Bundesliga halten und ab Sommer das klubeigene Frauenteam betreuen: Marie-Louise Eta folgt in Köpenick auf Steffen Baumgart – eine Personalie, die weltweit Schlagzeilen macht.

SZ PlusVon Javier Cáceres

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