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Erstes Rückrundenspiel:Furiose Schalke bremsen Gladbach

Winterzugang Michael Gregoritsch ist beim 2:0 an beiden Toren beteiligt. Damit klettern die Schalker auf Platz vier - gleichauf mit München.

Der FC Schalke 04 hat zum Rückrunden-Auftakt der Bundesliga Borussia Mönchengladbach sofort den ersten Rückschlag im Titelrennen verpasst. Nach dem 2:0 (0:0) in einem rasanten Spitzenspiel am Freitagabend könnte das Team von Trainer David Wagner nun gar selbst noch in den spannendsten Meisterkampf seit Jahren eingreifen. Durch Tore von Nationalspieler Suat Serdar (48. Minute) und Winterzugang Michael Gregoritsch (58.) nach feinem Konter über Raman zogen die Königsblauen mit 33 Punkten zumindest für eine Nacht am Erzrivalen Borussia Dortmund vorbei auf Rang vier. Die in der Hinserie überraschend starken Gladbacher wurden zum Auftakt des 18. Spieltages mit ihren eigenen Waffen von leidenschaftlichen Schalkern geschlagen: frühes Attackieren, hohe Laufbereitschaft und enorme Aggressivität in den Zweikämpfen. "Das war ein verdienter Sieg für Schalke 04. Sie sind mehr gelaufen, mehr gesprintet und haben besser die Zweikämpfe geführt", sagte Gladbachs Trainer Marco Rose. "Wir sind sehr enttäuscht. Wir waren heute nicht gut genug, Schalke war klar besser", sagte Gladbachs Torwart Yann Sommer.

Vor 62 271 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena entwickelte sich von Beginn an ein höchst unterhaltsames Duell, bei dem Pfiffe oder Unmutsbekundungen der Fans gegen den nach der Saison zu den Bayern abwandernden Schalker Torwart Alexander Nübel ausblieben.

Der Ex-Kapitän saß wegen seiner Rotsperre auf der Tribüne und sah eine souveräne Leistung seines Stellvertreters und designierten Nachfolgers Markus Schubert. Dieser stand in der 5. Minute erstmals im Fokus, als er einen Schuss von Gladbachs Alassane Pléa reaktionsschnell über die Latte lenkte. Schubert zeigte in der ersten Hälfte eine unaufgeregte Vorstellung, wurde jedoch nur wenig gefordert. Als er nach einem Kopfball von Marcus Thuram geschlagen war, rettete Gregoritsch auf der Linie (37.). Von Patrick Herrmann ließ sich Schubert aus kurzer Distanz nicht überlisten (45.). Bis zum Pausenpfiff blieben es die einzigen Torchancen der Gladbacher.

Schalke hatte mehr vom Spiel - doch Gladbachs Bester, Torwart Yann Sommer, verhinderte gegen Gregoritsch (6.), Schöpf (16.) und Raman (28.) einen Rückstand. Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war der Schweizer Nationaltorwart dann aber doch geschlagen. Nach Zuspiel von Gregoritsch lief Serdar relativ unbehelligt in Richtung Borussen-Tor und ließ Sommer bei seinem siebten Saisontreffer keine Abwehrmöglichkeit. Das Führungstor beflügelte die Schalker, die zehn Minuten später auf 2:0 erhöhten - und das Ergebnis erstaunlich sicher hielten. "So erträumt man sich den Einstand", sagte Gregoritsch im ZDF. "Er hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht", lobte Wagner den Österreicher.

© SZ vom 18.01.2020 / dpa
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