Paralympics-Eröffnungsfeier:Ukraines stiller Protest

Farbenfrohe Feier, verhaltene Freude: Die Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics in Sotschi wird vom politischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine überschattet. Die ukrainische Mannschaft schickt nur ihren Fahnenträgern ins Stadion, die deutsche Mannschaft protestiert verhalten.

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Paralympics 2014 - Eröffnungsfeier

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Farbenfrohe Feier, verhaltene Freude: Die Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics in Sotschi wird vom politischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine überschattet. Die ukrainische Mannschaft schickt nur ihren Fahnenträgern ins Stadion, die deutsche Mannschaft protestiert verhalten.

Es knallt und blitzt bei der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics in Sotschi - und zwar gleich zu Beginn. Der Auftakt zu einer farbenfrohen Feier - die jedoch bald von den politischen Realitäten eingeholt wird.

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Apropos farbenfroh: Die russischen Farben sind natürlich leicht favorisiert.

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Musikalisch nichts Neues: Die Choreografen verlassen sich auf russische Klassiker wie Tschaikowski und Mussorgski. Unterstützt von mehr als 500 Balletttänzern, hier beim Schneeflockenwalzer.

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Die Leichtigkeit ist beim Einmarsch der Nationen bald verflogen. Die deutsche Delegation, angeführt von Fahnenträgerin Andrea Rothfuss, verzichtete wie ursprünglich geplant darauf, russische Fähnchen zu schwenken, wie auch fast alle anderen teilnehmenden Nationen. Die Ausnahmen: China und Griechenland. Mitglieder der Bundesregierung werden auf Besuche in Sotschi verzichten, auch Vertreter aus Großbritannien, den USA, den Niederlanden, Schweden und Frankreich wollen fernbleiben.

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Noch deutlicher der Protest der ukrainischen Mannschaft gegen die russische Aggression auf der Halbinsel Krim. Nur der Biathlet und Langläufer Michailo Tkatschenko fährt mit der Landesflagge ins Olympiastadion ein. Die Zuschauer jubeln, Tkatschenko zeigt keine Regungen. Die übrigen 73 ukrainischen Sportler bleiben der Zeremonie fern. Die Ukraine hatte sich erst Stunden vor der Eröffnungsfeier zur Teilnahme an den Wettbewerben entschlossen. Waleri Suskewitsch, Präsident des paralympischen Komitees der Ukraine, hatte sich am Mittwoch eine halbe Stunde mit Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen. Danach verkündete er: "Wir wollen teilnehmen - für den Frieden in der Ukraine, in Europa und der Welt."

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Als Russlands Präsident Wladimir Putin das Stadion betritt, jubelt das Publikum frenetisch. Anschließend begrüßt er die russische Mannschaft, sichtlich gut gelaunt.

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Gemeinsam das Eis brechen ist am Ende das Motto - symbolisiert durch einen Eisbrecher. Die blutroten Buchstaben auf dem Schiffsbug bedeuten übrigens: "Frieden".

© SZ.de/sid/dpa/jkn/gba
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