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Erfolg bei Olympia in London:Deutscher Ruder-Vierer gewinnt Gold

Starker Auftakt für das deutsche Olympia-Team am Freitag: In souveräner Manier ist der deutsche Doppel-Vierer um Schlagmann Tim Grohmann zur Goldmedaille gerudert. Das Boot distanzierte den großen Favoriten aus Kroatien unerwartet klar.

Es könnte ein erfolgreicher Tag für die deutschen Olympioniken in London werden, der Anfang ist bereits zur Mittagsstunde gemacht: Der Männer-Doppelvierer hat dem Deutschen Ruderverband (DRV) das zweite Olympia-Gold beschert.

Olympia 2012: Rudern

Gold für den deutschen Doppelvierer, im Bild Tim Grohmann, Lauritz Schoof, Philipp Wende und Karl Schulze (von links).

(Foto: dapd)

Im Finale auf dem Dorney Lake von Eton wuchs die Crew um Schlagmann Tim Grohmann am Freitag über sich hinaus. Selbst der große Favorit aus Kroatien konnte dem hohen Tempo der WM-Zweiten nicht folgen. Auf dem dritten Platz kam Weltmeister Australien ins Ziel.

"Als die Kroaten angegriffen haben, sind wir weggezogen. Das war der Knackpunkt", sagte Grohmann. Damit steht der DRV nach Gold für den Achter und Silber für den Frauen-Doppelvierer bereits vor dem letzten Finaltag besser da als noch in Peking.

Vor vier Jahren hatte es nach der dürftigen Bilanz mit jeweils einmal Silber und Bronze Kritik an dem über Jahrzehnte erfolgsverwöhnten Verband gegeben. Anders als vor einem Jahr, als ein rudertechnischer Fehler kurz vor dem Ziel den sicher geglaubten Sieg gekostet hatte, bewahrte die Mannschaft aus dem Doppelvierer diesmal die Nerven.

Vom ersten Ruderschlag an übernahm sie die Regie und ließ selbst dem hochgehandelten Weltcupsieger aus Kroatien nicht den Hauch einer Chance. Am Ende betrug der Vorsprung auf den Favoriten eine Bootslänge.

© Süddeutsche.de/ebc

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