England bei der Fußball-WMTuchel gelingt ein populistisches Meisterwerk

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Alle Objektive sind auf Thomas Tuchels Lippen gerichtet.
Alle Objektive sind auf Thomas Tuchels Lippen gerichtet.
Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Thomas Tuchel legt sich mit der Fifa an, weil er vor lauter Fotografen seine Spieler bei der Hymne nicht sieht. Ein unbedeutender Nebenkriegsschauplatz? Keineswegs.

Von Philipp Schneider, Toronto

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Es ist eine der Erinnerungen an seine erste Partie bei einer Fußball-Weltmeisterschaft, die dem Trainer Thomas Tuchel für immer bleiben. Die Erinnerung daran, wie er sich vor dem Anpfiff vom Sitz erhebt für eine Hymnen-Zeremonie, die er dann gar nicht sehen kann. Weil sich eine Armada aus Fotografen in seine Sichtachse geschoben hat und wie bei einer römischen Schildkröten-Formation auf mehreren Ebenen die Objektive aus dem Panzer ragen lässt. In seiner Not linst Tuchel über die Phalanx hinweg zur riesigen Videoleinwand der Arena in Dallas, um wenigstens das TV-Bild von einer Veranstaltung zu sehen, der er live beiwohnt. Ehe ihn, von diesen Szenen kursieren lustige Schnipsel im Netz, der Zorn dergestalt übermannt, dass er vergeblich versucht, die Fotografen wegzuscheuchen.

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