Australian Open:Kohlschreiber verzweifelt an Monfils

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Australian Open: Gegen Gael Monfils gelingt Philipp Kohlschreiber nicht viel. Aus Frust wirf er seinen Schläger weg.

Gegen Gael Monfils gelingt Philipp Kohlschreiber nicht viel. Aus Frust wirf er seinen Schläger weg.

(Foto: AFP)

Philipp Kohlschreiber hadert nach seinem Drittrunden-Aus bei den Australian Open. Matthias Sammer kritisiert ManUnited wegen Bastian Schweinsteiger. Pep Guardiola offenbart Selbstzweifel.

Tennis, Australian Open: Philipp Kohlschreiber hat den Sprung in sein viertes Melbourne-Achtelfinale seit 2005 verpasst. Der Weltranglisten-33. aus Augsburg musste sich in der dritten Runde dem Franzosen Gael Monfils (Nr. 6) mit 3:6, 6:7 (1:7), 4:6 geschlagen geben. "Er war für mich wieder dieser unangenehme Gegner. Ich bin immer einem frühen Break hinterhergelaufen. Während Gael seine Aufschlagspiele leicht durchbekommen hat, musste ich immer kämpfen", sagte Kohlschreiber, der dennoch meinte: "Ich habe gut gespielt." Der 33-Jährige hat nur zwei von 15 Duellen mit Monfils gewinnen können.

Damit stehen in Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel/Nr.), Mischa Zverev (Hamburg) und Qualifikantin Mona Barthel (Neumünster) drei deutsche Profis im Achtelfinale. 14 DTB-Starter hatten beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres im Hauptfeld gestanden. Kohlschreiber hatte auf der Anlage am Yarra River zuvor dreimal das Achtelfinale erreicht - zuletzt 2012. In der vergangenen Saison war der Davis-Cup-Spieler bei allen vier Majors schon in der ersten Runde gescheitert.

Die Weltranglistenfünfte Karolina Pliskova ist dem Aus knapp entgangen und steht im Achtelfinale. Die letztjährige US-Open-Finalistin aus Tschechien bezwang die Lettin Jelena Ostapenko am Samstag 4:6, 6:0, 10:8. Die Weltranglisten-38. Ostapenko hatte im entscheidenden Satz schon 5:2 geführt und schlug zweimal zum Matchgewinn auf. Durch den Sieg wird Karolina Pliskova die neue Nummer drei der Welt hinter Angelique Kerber und Serena Williams, die in Melbourne auch im Achtelfinale stehen. Schon ausgeschieden sind die Mitfavoritinnen Agnieszka Radwanska aus Polen, Simona Halep aus Rumänien und Dominika Cibulkova aus der Slowakei. Pliskova trifft am Montag auf die Australierin Daria Gavrilova.

Ski alpin, Abfahrt: Der Südtiroler Dominik Paris hat zum zweiten Mal die Weltcup-Abfahrt auf der berühmt-berüchtigten Streif in Kitzbühel gewonnen. Der 27-Jährige wiederholte im österreichischen Ski-Mekka seinen Triumph von 2013 und sicherte sich seinen siebten Weltcup-Sieg. Der "Kitz"-Spezialist hatte dort überdies den Super-G 2015 gewonnen.

Paris setzte sich vor den überraschend starken Franzosen Valentin Giraud Moine (0,21 Sekunden zurück) und Johan Clarey (0,33) durch. Die Österreicher erlebten dagegen ein Debakel. Olympiasieger Matthias Mayer, am Vortag noch Erster im Super-G, wurde als bester Starter der Alpenrepublik Achter (0,75). Andreas Sander (Ennepetal) zeigte in einem gewohnt anspruchsvollen, aber diesmal nicht zu brutalen Rennen als 13. (1,34) seine beste Leistung bei der prestigeträchtigsten Abfahrt der Saison. Sepp Ferstl (Hammer) kam nach einem Fehler im Steilhang und einer kleinen Schrecksekunde in der Traverse nicht unter die besten 25.

Auch diesmal gab es die bekannten wilden Szenen auf der Streif, die sich hart und eisig präsentierte: Der Schweizer WM-Dritte Beat Feuz krachte in den Zaun, blieb aber unverletzt. Max Franz aus Österreich verlor in voller Fahrt einen Ski.

Fußball, Manchest City: Pep Guardiola hat sich nach der jüngsten 0:4-Niederlage gegen den FC Everton in der Premier League selbstkritisch geäußert. "Ich verstehe den Mangel an Respekt vor den professionellen Spielern nicht. Sie sind fantastische Spieler, und die Leute sagen, sie seien nicht gut genug. Vielleicht bin ich nicht gut genug für sie", sagte der ehemalige Bayern-Trainer am Freitag.Nach 21 Partien sind die Citizens mit 42 Punkten nur Fünfter und haben bereits zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Chelsea. Am Samstag trifft Guardiolas Starensemble auf den Tabellenzweiten Tottenham Hotspur (18.30 Uhr).

Fußball, Schweinsteiger: Bayern Münchens ehemaliger Sportvorstand Matthias Sammer hat wenig Verständnis für die dauerhafte Reservistenrolle von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger beim englischen Rekordmeister Manchester United. "Basti ist für mich, so wie ich ihn kennengelernt habe, ein Spieler für das Besondere", sagte der 49-Jährige bei Eurosport: "Ich weiß nicht, ob Manchester was Besonders erreichen will. Dann sollten sie ihn besser integrieren." Vor allem Schweinsteigers Qualitäten als Anführer habe Manchester laut Sammer bislang übersehen. "Da scheint keiner erkannt zu haben, welches Potenzial und welche Qualitäten in Bastian stecken", sagte der frühere Nationalspieler: "Man muss einfach wissen, dass Bastian ein Spieler ist, der manchmal im Alltag sich präsentiert, wo du denkst, da könnte auch ein bisschen mehr kommen." Der ehemalige DFB-Kapitän Schweinsteiger hat unter Teammanager José Mourinho in dieser Spielzeit lediglich zwei Kurzeinsätze im Pokal und Ligapokal erhalten.

Bundesliga, Schalke 04: Schalke 04 kann beim Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Ingolstadt auf seinen Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting zählen. Wie die Königsblauen am Freitagabend via Twitter bekannt gaben, hat der Nationalspieler Kameruns nach seiner Absage für den Afrika-Cup in Gabun die Spielberechtigung von der Fifa-Disziplinarkommission erhalten. Die Kommission sei der Argumentation des Klubs gefolgt, hieß es in der kurzen Mitteilung. Sportvorstand Christian Heidel hatte zuletzt erklärt, dass es aus Sicht von Schalke 04 keine eindeutige Nominierung des Stürmers für das Turnier in Gabun gab. Nach der Berufung Choupo-Motings in den vorläufigen Kader hatte Kameruns Verband dem Klub nicht mehr mitgeteilt, ob der Angreifer auch im endgültigen 23er-Kader steht. Der FC Liverpool hatte den früheren Schalker Joel Matip (ebenfalls Kamerun) zuletzt aus ähnlichen Bedenken nicht eingesetzt, was den Tabellenelften der Bundesliga alarmierte.

Fußball, England: Der spanische Fußballprofi Diego Costa kehrt beim Premier-League-Tabellenführer FC Chelsea eine Woche nach seinem angeblichen Disput mit Teammanager Antonio Conte in den Kader zurück. Das bestätigte Conte auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Hull City am Sonntag. Spekulationen über einen bevorstehenden Wechsel Costas wies der Italiener zurück. "Ich glaube, der Spieler will bei Chelsea bleiben. Er ist glücklich hier zu spielen", sagte Conte. Costa hatte zuletzt bei Chelseas Auswärtsspiel bei Meister Leicester City (3:0) überraschend im Aufgebot gefehlt. Britische Medien hatten daraufhin von einem Streit des Stürmers mit Conte berichtet. Außerdem wurde spekuliert, dass dem mit 14 Saisontoren derzeit besten Torjäger der Premier League ein lukratives Angebot aus China vorliege. Der Spanier war 2014 von Atlético Madrid nach London gewechselt, sein Vertrag läuft noch bis Juni 2019.

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